Detailansicht

Von der Quelle zur KI
ChatGPT im modernen Geschichtsunterricht
Andreas Lukas Blauensteiner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Alexander Preisinger
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80778
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27446.75042.999156-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Künstliche Intelligenzen, insbesondere Modelle wie ChatGPT, werden von Schüler:innen zunehmend als Hilfe bei der Bearbeitung schulischer Aufgaben herangezogen. Es ist jedoch unklar, wie sich der Einsatz dieser Tools auf kompetenzorientiertes, historisches Lernen auswirkt und welche Herangehensweisen dabei zu beobachten sind. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu klären, welche Strategien Schüler:innen beim Umgang mit ChatGPT zeigen, wenn sie kompetenzorientierte, in den Anforderungsbereichen I–III verortete Aufgaben im Geschichtsunterricht bearbeiten, und wie diese Strategien mit Einstellungen, Selbstwirksamkeit und Vertrauen der Schüler:innen gegenüber ChatGPT sowie mit deren Nutzungsmustern korrelieren. Um dies zu beantworten, wurde eine explorative Mixed-Methods-Studie mit 14 Schüler:innen des WIFI St. Pölten durchgeführt. Die teilnehmenden Personen bearbeiteten dabei in Paaren drei Aufgaben mittels ChatGPT. Die Bearbeitung wurde im Rahmen der „Think-Aloud“-Methode per Screen- und Audioaufnahme aufgezeichnet, transkribiert und in MaxQDA mit einem dreidimensionalen Kodiersystem (KI-Strategien, FUER-Kompetenzen, Intensitätsniveau) ausgewertet. Zusätzlich erfasste ein standardisierter Online-Fragebogen Skalen zu Wissen, Nutzung, Einstellungen, Selbstwirksamkeit und Vertrauen gegenüber ChatGPT, die deskriptiv und mit Spearman-Korrelationen in SPSS analysiert wurden. Aus der qualitativen Analyse ergaben sich die drei Strategietypen „reflexiv-selektive“, „outputorientierte“ und „situativ-explorative“ KI-Nutzung. Historische Kompetenzen konnten vor allem dort gemessen werden, wo ChatGPT gezielt begrenzt und durch KI-freie Denkphasen ergänzt wurde. Eine hohe Nutzungsfrequenz und hohe Selbstwirksamkeit gingen in der analysierten Stichprobe dagegen eher mit outputorientierter, delegierender Nutzung einher. Der situativ-explorative Typ schwankte schließlich zwischen beiden Modi, ohne einen stabilen Bearbeitungsstil auszubilden. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die Intensität der KI-Nutzung, sondern deren didaktische Einbettung entscheidend für die Förderung kompetenzorientierten, historischen Denkens ist, woraus sich Implikationen für die Unterrichtsgestaltung sowie die Lehrer:innenbildung ergeben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Künstliche Intelligenz Geschichtsunterricht Geschichtsdidaktik ChatGPT Mixed-Methods-Untersuchung Schule KI
Schlagwörter
(Englisch)
Artificial Intelligence history lesson histroy class history didactics teaching AI school ChatGPT
Autor*innen
Andreas Lukas Blauensteiner
Haupttitel (Deutsch)
Von der Quelle zur KI
Hauptuntertitel (Deutsch)
ChatGPT im modernen Geschichtsunterricht
Paralleltitel (Englisch)
From sources to AI
Paralleluntertitel (Englisch)
ChatGPT in modern history class
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
iii, 105 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexander Preisinger
Klassifikation
15 Geschichte > 15.99 Geschichte. Sonstiges
AC Nummer
AC17826448
Utheses ID
79482
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 511 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1