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Aktivismus beim Dolmetschen
Kathrin Schlegelhofer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.80408
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27986.64954.360397-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenstand der vorliegenden Masterarbeit ist das Thema Aktivismus beim Dolmetschen und die Forschungsfrage „Wie kann Aktivismus beim Dolmetschen aussehen?“. Die Literaturarbeit verfolgt das Ziel, den gegenwärtigen Forschungsstand zum Aktivismus im Dolmetschen darzustellen und kritisch einzuordnen sowie offene Fragen herauszuarbeiten. Das erste Kapitel erklärt die für dieses Thema wichtigen Grundlagen des Dolmetschens. Berufskodizes werden als leitende Regelwerke angeführt und Berufsverbände (AIIC und CHIA) vorgestellt. Während das Rollenbild von Dolmetscher*innen früher stark von Neutralität geprägt war, spricht man nun öfter von aktiver Teilnahme. Das zweite Kapitel widmet sich der Definition des Begriffs Aktivismus. Aktivismus meint dabei konkrete Handlungen im Sinne einer größeren gesellschaftlichen Gruppe mit dem Ziel politischer Veränderung. Verschiedene Beispiele aktivistischer Translator*innen verwenden unterschiedliche Strategien, um aktivistisch zu dolmetschen. Während Dolmetscher*innen auch im Alleingang Missstände aufzeigen, arbeiten aktivistische Dolmetschkollektive, wie Babels, ECOS und Ciocia Wienia, dabei oft freiwillig für soziale und politisch zu ihnen passende Projekte und sehen ihre Arbeit als Dienst an der Gesellschaft. Aktivismus findet auch langsam Eingang in die Dolmetschausbildung, um Studierende nicht nur auf den bezahlten Arbeitsmarkt, sondern auf die ganze Bandbreite an Translationsmöglichkeiten in der Gesellschaft vorzubereiten. Ein Ansatz ist dabei das in Granada von ECOS unterstützte aktivistische Ausbildungsprojekt „Marius“. Kritik, welche öfter am Aktivismus beim Dolmetschen geübt wird, ist eine mögliche Abnahme der Qualität von Dolmetschungen, fehlende Neutralität und negative Auswirkungen auf den Berufsstand. Dabei stehen sich Narrative der „alten Schule“ und jene aktivistischer Dolmetscher*innen gegenüber. Da Qualität auf Normen und Konsens basiert, sind die Narrative der Beteiligten für eine Bewertung einer Dolmetschung ausschlaggebend. Aktivistische Dolmetscher*innen kritisieren hingegen fehlende Unterstützung vonseiten der Berufsverbände und setzten sich für eine Überarbeitung ihrer Ethikkodizes ein. Gerade heutzutage ist Aktivismus allgemein und beim Dolmetschen ein wichtiges Thema, da die aktuelle politische Lage von diskriminierenden Diskursen, Krisen, Kriegen und Genoziden geprägt ist. Die meisten für diese Arbeit genutzten Quellen und Beispiele aktivistischen Dolmetschens stammen jedoch aus den 2000er und 2010er Jahren. Wie es um den Aktivismus beim Dolmetschen heutzutage steht, ist uneindeutig – die Beantwortung würde weitere Forschung benötigen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dolmetschen Aktivismus Aktivistisches Dolmetschen Aktivismus beim Dolmetschen Aktivismus in der Translation
Autor*innen
Kathrin Schlegelhofer
Haupttitel (Deutsch)
Aktivismus beim Dolmetschen
Paralleltitel (Englisch)
Activism in interpreting
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17784463
Utheses ID
79493
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
