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Developing a longitudinal typology of European parenting leave policies from 1970 to 2024
Constantin Gregor Kumaus
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Global Demography
Betreuer*in
Sonja Spitzer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80472
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30758.65361.687043-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit schlägt eine neuartige Längsschnitttypologie der europäischen Elternzeitpolitik für den Zeitraum von 1970 bis 2024 vor. Während bestehende Typologien statische Momentaufnahmen der politischen Konfigurationen liefern, konstruiert diese Studie einen dynamischen Rahmen, der sowohl die Querschnittsvielfalt als auch die zeitliche Entwicklung in drei Dimensionen der Ausgestaltung von Elternzeitpolitik erfasst: Dauer, Vergütung und Gleichstellung der Geschlechter. Durch eine deskriptive Analyse von elternzeitpolitischen Instrumenten, werden drei unterschiedliche historische Epochen identifiziert, die durch starke Unterschiede in der elternzeitpolitischen Landschaft gekennzeichnet sind: Die Ära des Mutterschaftsurlaubes (1970–1989) konzentriert sich auf den Schutz der Mütter. Die Ära des Übergangs (1990–2014) ist durch eine Diversifizierung und Ausweitung aller Instrumente gekennzeichnet. Die Ära der Gleichstellung (2015–2024) zeigt einen starken Anstieg geschlechtergleichstellender Maßnahmen. Innerhalb jeder Epoche wird k-means Clustering angewendet, um Ländercluster anhand ihrer politischen Konfigurationen zu ermitteln. Die Analyse zeigt stabile Clusterprofile, die trotz sich ändernder absoluter Indikatorwerte in ihrer wesentlichen Bedeutung gleichbleiben. In der ersten Epoche zeigen sich drei Cluster, die sich in der zweiten und dritten Epoche auf vier erweitern: Der egalitäre Cluster zeichnet sich durch hohe Einkommensersatzquoten und umfangreiche Vaterkarenz aus, der konservative Cluster bietet übermäßig lange bezahlte Elternzeit, der Cluster der Grundunterstützung konzentriert sich auf Mutterschutz mit minimaler sonstiger Unterstützung, und der Cluster der geteilten Elternzeit priorisiert symmetrische Ansprüche, indem er 50% der bezahlten Elternzeit für jeden Elternteil vorsieht. Diese Forschung leistet drei wesentliche Beiträge zum Forschungsgebiet der Elternzeitregelungen. Erstens führt sie eine echte Längsschnitttypologie ein, die sowohl einen Querschnittsvergleich der Cluster innerhalb der Epochen als auch eine zeitliche Analyse der Clusterentwicklung und der Länderverläufe über die Epochen hinweg ermöglicht. Zweitens beschreibt sie drei unterschiedliche Epochen des Elternurlaubs und hebt dabei die wesentlichen Unterschiede in der politischen Landschaft im Laufe der Zeit hervor. Drittens zeigt sie den Nutzen der datengestützten k-Means-Clustering-Methodik auf, die in der Forschung zu Elternzeitregelungen noch zu wenig genutzt wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis proposes a novel longitudinal typology of European parenting leave policies spanning the years from 1970 to 2024. While previous typologies provide static snapshots of policy configurations, this study constructs a dynamic framework that captures both cross-sectional diversity and temporal evolution across three dimensions of parenting leave policy design: duration, payment, and gender equality. Through a descriptive analysis of policy instruments shaping the three analytical dimensions, three distinct historical eras are identified, each characterised by a distinct policy landscape: The era of maternal leave (1970-1989) focuses on maternal protection. The era of transition (1990-2014) experiences diversification and expansion across all instruments. The era of equality (2015-2024) demonstrates a sharp increase in gender-equality-oriented measures. Within each era, k-means clustering is applied to identify country clusters based on their policy configurations. The analysis reveals stable cluster profiles that maintain their interpretative meaning across all three eras despite changing absolute indicator values. Three clusters emerge in the first era, expanding to four in the second and third era: The egalitarian cluster is characterised by high replacement rates and extensive co-parent leave, the conservative cluster provides very long paid parental leave, the basic support cluster focuses on maternity leave with minimal other provisions, and the leave-sharing cluster – appearing only in the second and third era – prioritises symmetric entitlements by earmarking 50% of paid parental leave for each parent. This research makes three principal contributions to the field of parenting leave policies. First, it introduces a genuinely longitudinal typology enabling both cross-sectional comparison of clusters within eras and temporal analysis of cluster evolution and country trajectories across eras. Second, it delineates three distinct eras of parenting leave, highlighting substantial differences in the policy landscape over time. Third, it demonstrates the utility of k-means clustering methodology in parenting leave policy research, a data-driven approach underutilised in this domain.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Elternzeit k-means Typologie Ära cluster
Schlagwörter
(Englisch)
parenting leave k-means typology era clustering Europe
Autor*innen
Constantin Gregor Kumaus
Haupttitel (Englisch)
Developing a longitudinal typology of European parenting leave policies from 1970 to 2024
Paralleltitel (Deutsch)
Entwicklung einer Längsschnitttypologie von Europäischen Elternzeitregelungen von 1970 bis 2024
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sonja Spitzer
Klassifikation
71 Soziologie > 71.00 Soziologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17790092
Utheses ID
79508
Studienkennzahl
UA | 066 | 945 | |
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