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Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich
eine qualitative Analyse von Wohnumfeldqualität und Quartiersintegration aus Sicht von BewohnerInnen und weiteren Akteursgruppen
Stefanie Forster
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Raumforschung und Raumordnung
Betreuer*in
Kerstin Krellenberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81150
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30776.64163.560337-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels rückt die Lebensqualität in stationären Pflegeeinrichtungen zunehmend in den Fokus von sozial- und raumwissenschaftlichen Debatten. In der Gesellschaft gelten Pflegeheime meist als abgeschlossene, stark reglementierte Räume, die nur wenig Wohnqualität bieten. Diese Arbeit untersucht daher, wie ältere BewohnerInnen ihr neues Wohnumfeld im Pflegeheim wahrnehmen, inwiefern sie Formen von Place Attachment entwickeln und inwieweit institutionelle Strukturen ihre Handlungsmacht beeinflussen. Unter Rückgriff auf Konzepte der Umweltpsychologie und -gerontologie wird analysiert, welche Faktoren das Einleben und die subjektive Verortung im neuen Umfeld prägen. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf dem Potenzial einer quartiersorientierten Öffnung der Einrichtungen, um deren sozialräumliche Einbettung zu stärken und den BewohnerInnen Bezüge zum lokalen Sozialraum zu ermöglichen. Empirisch untersucht die Arbeit zwei Pflegeheime in Niederösterreich, eines in einer mittel-großen Stadt und eines in einer ländlichen Gemeinde. Die methodische Grundlage dieser Untersuchungen bilden leitfadengestützte Interviews mit BewohnerInnen und lokalen AkteurInnen, welche mittels thematischer Analyse nach Braun und Clarke sowie mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Die Auswertungen der leitfadengestützten Interviews zeigen, dass der Umzug in eine Pflegeeinrichtung von vielen BewohnerInnen als emotional belastend und als biografischer Einschnitt erlebt wird. Dessen Bewältigung hängt stark davon ab, inwiefern vertraute Routinen, soziale Beziehungen und persönliche Gestaltungsspielräume im neuen Wohnumfeld aufrecht erhalten werden können. Gleichzeitig entwickeln einige BewohnerInnen trotz institutioneller Rahmenbedingen und körperlicher Einschränkungen eigenständige Strategien der räumlichen und sozialen Aneignung. Außerdem wird deutlich, dass quartiersbezogene Kontakte und Aktivitäten für sie besonders bedeutsam sind, jedoch in den untersuchten Pflegeeinrichten nur vereinzelt, informell und ohne strukturelle Verankerung stattfinden. Auf Basis dieser Ergebnisse lässt sich schließen, dass eine konsequente Quartiersorientierung dazu beitragen kann, den Sozialraum der BewohnerInnen zu erweitern und soziale Teilhabe zu fördern. Dies setzt jedoch eine stärkere Kooperation zwischen Pflegeeinrichtungen, lokalen AkteurInnen und kommunaler Politik voraus. Die Arbeit liefert damit wichtige theoretische und praktische Impulse für die sozialräumlich inklusivere Gestaltung von Pflegeeinrichtungen und umliegenden Quartieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pflegeeinrichtungen Niederösterreich Wohnumfeldqualität Quartiersintegration
Schlagwörter
(Englisch)
Place Attachment Place Integration
Autor*innen
Stefanie Forster
Haupttitel (Deutsch)
Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Analyse von Wohnumfeldqualität und Quartiersintegration aus Sicht von BewohnerInnen und weiteren Akteursgruppen
Paralleltitel (Englisch)
Care facilities in Lower Austria
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative analysis of residential environment quality and neighborhood integration from the perspective of residents and other stakeholder groups
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
x, 170 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kerstin Krellenberg
Klassifikation
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie
AC Nummer
AC17891059
Utheses ID
79511
Studienkennzahl
UA | 066 | 857 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1