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Hilf heiliger Georg
Funktion und Bedeutung der Anrufung auf dem Rennhut Kaiser Maximilians I.
Lara Sofie Lejolle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Kirsten Lee Bierbaum
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80719
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10831.89980.579883-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht einen um 1500 in Innsbruck gefertigten Helm Kaiser Maximilians I. Der Helm, aufgrund seiner Nutzung im Kontext des Turniers als Rennhut bezeichnet, trägt die Inschrift: „HILF HEILIGER IORG“, die als apotropäische Schutzbitte und als Anrufung des heiligen Georgs zu verstehen ist. Ziel der Arbeit ist es zu klären, wie sich Funktion und Bedeutung des Rennhuts durch diese Inschrift verändern. Dabei wird der Helm nicht allein als Schutzobjekt betrachtet, sondern als Medium, in dem sich physischer Schutz, religiöse Sinnstiftung und politische Repräsentation überlagern. Die Untersuchung zeigt, dass die Anrufung des heiligen Georgs am Helm sowohl als Ausdruck persönlicher Frömmigkeit und demütiger Bitte um göttlichen Beistand zu lesen ist, zugleich aber auch als bewusst eingesetztes Mittel herrschaftlicher Legitimation und Selbstinszenierung Kaiser Maximilians I. zu verstehen ist. Diese beiden Ebenen stehen dabei nicht im Gegensatz, sondern überlagern sich im Objekt des Helms. Durch die Kontextualisierung des Rennhuts wird das Verhältnis zwischen Heiliger Figur, Anrufung, spezifischem Rüstungsteil und dem Körper des Trägers Maximilian I. analysiert. Dies erfolgt durch eine Analyse der Georgslegende, der Entwicklung der Georgsdarstellungen sowie der Selbstdarstellungen Maximilians I. in Bezug auf den heiligen Georg. Des Weiteren wird der Rennhut im Zusammenhang der Turnierpraxis und den damit einhergehenden performativen Aspekten betrachtet. Die vorliegende Arbeit verfolgt einen interdisziplinären kunst- und kulturhistorischen Ansatz der Objektanalyse, ikonografisch-ikonologische Methoden sowie theoretische Konzepte der Material Culture Studies und agency-theoretische Überlegungen miteinander verbindet. Der agency-theoretische Ansatz ermöglicht es, den Rennhut als Objekt mit zugeschriebener Agency zu analysieren. Mit dieser Perspektive wird der Helm nicht nur als passives Objekt verstanden, sondern als aktiver Bestandteil eines komplexen Bedeutungsgefüges, das religiöse Vorstellungen, politische Strategien und performative Praktiken miteinander verbindet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
heiliger Georg Maximilian I. Rüstung agency
Autor*innen
Lara Sofie Lejolle
Haupttitel (Deutsch)
Hilf heiliger Georg
Hauptuntertitel (Deutsch)
Funktion und Bedeutung der Anrufung auf dem Rennhut Kaiser Maximilians I.
Paralleltitel (Englisch)
Help, Saint George
Paralleluntertitel (Englisch)
function and meaning of the invocation on Emperor Maximilian's I. helmet
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
91 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kirsten Lee Bierbaum
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte. Sonstiges
AC Nummer
AC17820194
Utheses ID
79542
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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