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Acoustic properties and developmental outcomes of infantdirected singing and music
Susanne Reisner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Naturwissenschaften: Psychologie
Betreuer*in
Stefanie Höhl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80544
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10850.10983.415749-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Säuglings- und kindgerichtete Lieder werden für diverse Zwecke im Rahmen der Kinderbetreuung genutzt, beispielsweise zur Unterhaltung, zum Beruhigen oder um Aufmerksamkeit zu erregen und zu erhalten. Säuglinge schenken kindgerichteten Liedern Aufmerksamkeit, verarbeiten musikalische Elemente wie Rhythmus und Tonhöhe neuronal, und bewegen sich zu wiedergegebenen musikalischen Stimuli. Um zu untersuchen, ob kindgerichtete Lieder die von Bezugspersonen intendierten Effekte auf Säuglinge haben, ist es notwendig, die musikalische Auseinandersetzung von Säuglingen mit verschiedenen akustischen Merkmalen und musikalischen Strukturen auf mehreren Modalitäten zu untersuchen, sowohl in kontrollierten Playbackexperimenten als auch in Live-Interaktionen. Die Studien dieser Dissertation versuchen darüber aufzuklären, welche akustischen Merkmale in kindgerichteten Liedern starke neuronale, motorische, und Aufmerksamkeitsreaktionen hervorrufen. Die erste Studie untersucht, wie 3, 6 und 12 Monate alte Säuglinge kontrollierte, kindgerichtete Musikstimuli neuronal und motorisch verarbeiten, und ob musikalische Struktur und Tonhöhe diese Prozesse beeinflussen. Diese Studie unterstreicht die Bedeutung musikalischer Struktur für die neuronale Verarbeitung kindgerichteter Lieder. Des Weiteren zeigt sie, dass die neuronale Verarbeitung musikalischer Stimuli in der Entwicklung früher beobachtet werden kann als rhythmische Bewegung als Reaktion auf ebendiese musikalischen Stimuli. Sie zeigt auch, dass nur im Alter von sechs Monaten höhere Tonhöhen besser neuronal verarbeitet werden als tiefere Tonhöhen, und dass Säuglinge in ihrem ersten Lebensjahr nicht mit Taktschlägen synchronisieren können. Die zweite und dritte Studie untersuchen mütterlichen Live-Gesang von Spielliedern und Schlafliedern zu sieben Monate alten Säuglingen. Die zweite Studie zeigt, dass Schlaflieder besser neuronal getrackt werden und Spiellieder mehr rhythmische Bewegung auslösen, und dass es positive Korrelationen zwischen der Größe des Wortschatzes im Alter von zwanzig Monaten und dem neuronalen Tracking sowie rhythmischen Bewegungen zu Spielliedern im Alter von sieben Monaten gibt. Die dritte Studie beschreibt, wie die Aufmerksamkeit von Säuglingen und die Variabilität im Singen von Müttern eine multimodale Interaktion abhängig vom Liedtyp kreieren. Spiellieder lösen mehr Aufmerksamkeit aus als Schlaflieder und Mütter reagieren auf Aufmerksamkeit der Säuglinge in Spielliedern, nicht in Schlafliedern. Gemeinsam bieten diese drei Studien wertvolle Einblicke in die neuronale Verarbeitung, Verhaltensreaktionen, und multimodale, interaktive Natur kindgerichteter Lieder, sowie Langzeitfolgen im sprachlichen Bereich. Angesichts der Allgegenwärtigkeit kindgerichteter Lieder im Betreuungskontext bilden diese Ergebnisse einen wichtigen Baustein im Verständnis davon, wie Säuglinge kindgerichtete Lieder wahrnehmen und mit ihnen interagieren, und zeigen mögliche Implikationen für die Entwicklung auf.
Abstract
(Englisch)
Infant-directed (ID) songs are widely used to meet various caregiving needs, such as entertainment, soothing, and capturing and holding attention. Infants are attentive to ID songs, neurally respond to musical elements like rhythm and pitch, and move in response to recorded musical stimuli. To examine whether ID songs have the effects intended by caregivers, infants’ musical engagement with different acoustic features and musical structures needs to be investigated on multiple modalities, both in controlled playback experiments and live interactions. The studies in this dissertation aim to elucidate which acoustic qualities in ID songs elicit strong neural, motor, and attentional responses, and how infants and caregivers engage musically across modalities. The first study investigates how infants neurally process and exhibit movement responses to controlled ID musical stimuli at 3, 6, and 12 months of age, and whether musical structure and pitch influence these responses. It underlines the importance of musical structure for neural processing of ID songs. It further shows that neural processing can be observed earlier in development than rhythmic movement responses, that only 6-month-olds neurally process high pitch better than low pitch, and that infants are unable to synchronise to a musical beat in their first year of life. The second and third studies examine live maternal singing of playsongs and lullabies to 7-month-old infants. The second study demonstrates better neural tracking of lullabies, more rhythmic movement to playsongs, and positive correlations between vocabulary size at 20 months to neural tracking and rhythmic movement to playsongs at 7 months. The third study highlights how infant attention and maternal acoustic variability in ID singing create a multimodal interaction dependent on song type. Playsongs elicit more infant attention than lullabies, and mothers react to infant attention with acoustic variability in playsongs, not lullabies. Together, the three studies provide valuable insights into the neural processing, behavioural reactions to, and multimodal interactional nature of ID songs, as well as long-term language outcomes. Given the ubiquity of ID songs in caregiving, these results lay an important building block of our understanding of how infants perceive and interact with ID songs, with possible developmental implications.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Säuglingsgerichtetes Singen Säuglingsgerichtete Musik EEG Rhythmische Bewegungen Aufmerksamkeit Mutter-Kind-Interaktion Säuglingsalter Sprachentwicklung
Schlagwörter
(Englisch)
Infant-directed Singing Infant-directed Music EEG Rhythmic Movements Attention Mother-Infant-Interaction Infancy Language Development
Autor*innen
Susanne Reisner
Haupttitel (Englisch)
Acoustic properties and developmental outcomes of infantdirected singing and music
Paralleltitel (Deutsch)
Akustische Eigenschaften und Entwicklungsauswirkungen von säuglingsgerichtetem Singen und Musik
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
158 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Laura Cirelli ,
Franziska Dege
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17793245
Utheses ID
79549
Studienkennzahl
UA | 796 | 605 | 298 |
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