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"Der Einbruch des Gerichts in K.'s gelebten Raum."
eine phänomenologische Untersuchung des ästhetischen Raums in Kafkas Roman "Der Proceß"
Herbert Szilagyi
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Roland Innerhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8827
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30078.97010.585262-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht phänomenologisch den ästhetischen Raum in Franz Kafkas Roman „Der Proceß“ unter dem Aspekt der „Einbrüche“ des Gerichtsraumes in den Erlebnisraum Josef K.‘s. Diese wissenschaftliche Betrachtung der literarischen Räume erfolgt mit Hilfe philosophischer Ansätze, dementsprechend orientiert sich die Arbeit elementar an phänomenologischen Theorien. Dabei wird neben den Beiträgen von Küter, Frey und Carrick besonders von Dürckheims Theorie des „gelebten Raumes“ ausgegangen, die dieser methodischen Vorgehensweise und die daraus resultierenden Erkenntnisse rechtfertigen soll. Dem theoretischen und methodischen Abriss folgt eine eingehende Analyse der Räume im „Proceß“ und der sich in ihnen abspielenden Handlung. Hier wird bereits deutlich, dass der Gerichtsraum kontinuierlich und mit steigender Intensität in K.‘s Erlebnisraum eindringt, diesen bedrängt und sich für den Protagonisten als Macht- und Angstraum offenbart. Der letzte Teil der Arbeit befasst sich mit der strukturellen Beschaffenheit des Gerichtsraumes, der wesentlich durch seine verwirrende, labyrinthische Architektur, durch ungewöhnliche Beleuchtungs- und Lichtverhältnisse, durch eine scheinbare Armut an Farben und Tönen sowie durch seine seltsamen Vertreter gekennzeichnet ist und sich somit vom alltäglichen Lebensraum K.‘s deutlich abhebt. Einen weiteren zentralen Punkt dieses abschließenden Kapitels bilden die „Phänomene“ Tür, Fenster und Bett, die K. nie eine Fluchtmöglichkeit bieten oder Erholung bzw. Sicherheit gewähren, sondern als bevorzugte Angriffsorte des Gerichts fungieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kafka Proceß Raum Gericht Gerichtsraum Phänomenologie Ästhetischer Raum
Autor*innen
Herbert Szilagyi
Haupttitel (Deutsch)
"Der Einbruch des Gerichts in K.'s gelebten Raum."
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine phänomenologische Untersuchung des ästhetischen Raums in Kafkas Roman "Der Proceß"
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.03 Grundlagen und Methoden der Philosophie ,
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.10 Deutsche Literatur
AC Nummer
AC08047097
Utheses ID
7955
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1