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Adolf Loos - der Schneidersalon Ernst Ebenstein
Elisabeth Schwab
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Andreas Nierhaus
DOI
10.25365/thesis.80713
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12505.80040.794470-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Kanon der Werke von Adolf Loos beschränkt sich im Wesentlichen auf die erhaltenen Objekte. Dagegen sind seine Geschäftslokale, die heute großteils nicht mehr existieren, in der Fachliteratur unterrepräsentiert. Aus dieser Diskrepanz heraus wird in der vorliegenden Arbeit das Hauptaugenmerk auf das heute zwar noch fragmentarisch erhaltene, aber in der Literatur nicht ausreichend behandelte erste Werk des Architekten gerichtet, den 1897 eingerichteten Schneidersalon Ernst Ebenstein in Wien. Die Fassadengestaltung der Geschäftszone hat sich erhalten, die Inneneinrichtung in wenigen Teilen. Durch unterschiedliche Quellen aus diversen Wiener Archiven können neue Aspekte in den Loos-Ebenstein-Kontext eingebracht und analysiert werden. Die Familien- sowie die Unternehmensgeschichte können großteils rekonstruiert werden. Vorhandenes Bildmaterial zur Geschäftseinrichtung wird untersucht. So ergibt sich ein differenziertes Bild vom ersten Auftrag Adolf Loos’ und infolgedessen können Rückschlüsse auf spätere Geschäftseinrichtungen des Architekten gemacht werden. Im Rahmen dieser Arbeit wird auch der Zusammenhang von Loos’ USA-Aufenthalt mit seiner ersten Auftragsarbeit hergestellt. Die dreijährige Reise des jungen Loos wird ausführlich behandelt. Mehrere Vergleichsbeispiele werden hierfür angeführt und Parallelen können festgestellt werden. Sein Architekturverständnis sowie die Erfahrungen des Alltagslebens führen dazu, dass Loos eine selbstständige Position in der Wiener Kunstwelt um 1900 einnimmt und früh charakteristische Gestaltungsmerkmale entwickelt, die sein späteres Schaffen prägen werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Geschäftslokal der Firma M. & I. Mandl am Wiener Stephansplatz, das Loos 1923 neu gestaltet. So ist es möglich, die erste und die letzte Wiener Geschäftseinrichtung des Architekten einander gegenüberzustellen. Dieser Vergleich zeigt, auf welche Weise Loos als junger ebenso wie als erfahrener Architekt seine Raumkonzepte in bestehende Bauten integrieren kann und damit Auftraggeber und Kunden zufrieden stellt. Es fällt auf, dass einige gestalterische Mittel 1897 und 1923 in ähnlicher Weise und Funktion eingesetzt werden.
Abstract
(Englisch)
The canon of Adolf Loos’s works is essentially limited to the surviving objects. In contrast, his commercial premises, most of which no longer exist today, are underrepresented in the specialist literature. Given this discrepancy, this paper focuses on the architect’s first work, which is still fragmentarily preserved today but has not been adequately covered in the literature: the Ernst Ebenstein tailor’s salon in Vienna, established in 1897. The façade design of the commercial area has been preserved, but only a few parts of the interior decoration remain. Various sources from different Viennese archives allow ne aspects of the Loos-Ebenstein context to be introduced and analysed. The family and the company histories can be largely reconstructed. Existing visual material relating to the shop fittings is examined. This provides a nuanced picture of Adolf Loos’s first commission and allows conclusions to be drawn about the architect’s later shop fitting. The thesis also established the connection between Loos’ stay in the USA and his first commissioned work. The young Loos’ three-year journey is discussed in detail. Several comparative examples are cited and parallels can be identified. His understanding of architecture and his experiences of everyday life led Loos to take an independent position in the Viennese art world around 1900 and the develop characteristics design feature early on that would shape his later work. Another focus is on the business premises of the M. & I. Mandl company in Vienna’s Stephansplatz, which Loos redesigned in 1923. This makes it possible to compare the architect’s first and last commercial interiors in Vienna. This comparison shows how Loos, both as a young and experienced architect, was able to integrate his spatial concepts into existing buildings, thereby satisfying clients and customers. It is striking that some design elements were used in a similar way and with a similar function in 1897 and 1923.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Adolf Loos Ernst Ebenstein
Autor*innen
Elisabeth Schwab
Haupttitel (Deutsch)
Adolf Loos - der Schneidersalon Ernst Ebenstein
Paralleltitel (Englisch)
Adolf Loos - tailer salon Ernst Ebenstein
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
93 Seiten, 94 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Nierhaus
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.00 Kunstwissenschaften. Allgemeines
AC Nummer
AC17819930
Utheses ID
79569
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
