Detailansicht
Zugehörigkeit im Kontext von Superdiversität
eine qualitative Erhebung im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus
Phoebe Anna Maria Vak
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Sabine Pahl
Mitbetreuer*in
Cornelia Ehmayer-Rosinak
DOI
10.25365/thesis.80846
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12505.92770.885258-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Vielfalt in Städten nimmt weltweit zu. Der Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus gilt als einer der heterogensten Bezirke Wiens und wird in dieser Studie als superdiverses Fallbeispiel (Vertovec, 2007) herangezogen, um zu untersuchen, wie Zugehörigkeit (engl. Psychological Sense of Community) erlebt wird, welche Rolle Intergruppenkontakt dabei spielt und wie kulturelle Vielfalt wahrgenommen wird. Die Studie folgt einem explorativ-qualitativen Forschungsdesign. Zur Datenerhebung wurden problemzentrierte Interviews mit Bewohner*innen des Bezirks (N = 12) geführt. Die Daten wurden mittels MAXQDA basierend auf der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) ausgewertet. Die Analyse der erlebten Zugehörigkeit ergab sechs Kategorien: Öffentlicher Raum, soziale Beziehungen, Partizipation, Vertrautheit, Identifikation mit dem Bezirk und Diversität. Die klassischen Dimensionen von Zugehörigkeit nach McMillan und Chavis (1986) konnten in den Kategorien zwar wiedergefunden werden, zeigten sich jedoch in einer weniger auf enge soziale Bindungen ausgerichteten Ausprägung. Die Kategorien Vertrautheit und Identifikation mit dem Bezirk ließen sich nicht in das Modell nach McMillan und Chavis (1986) einordnen, sondern wurden im integrativen Modell der Ortsbindung nach Scannell und Gifford (2010) verortet. Diversität erwies sich als eigenständige Kategorie, die in den Wahrnehmungen der Befragten unterschiedliche Auswirkungen auf die erlebte Zugehörigkeit hatte. Kulturelle Vielfalt wird von den Befragten als normalisiert, positiv oder stark wahrgenommen, dabei werden auch Spannungsfelder thematisiert. Intergruppenkontakt findet hauptsächlich an semi-öffentlichen Orten (Parks, Märkte) statt, wobei Kulturangebote und Kinder als förderlich beschrieben werden. Gruppenspezifische Segregationen werden vor allem in geschlossenen Räumen wahrgenommen. Die Ergebnisse zeichnen ein kontextspezifisches Bild von Zugehörigkeit im superdiversen Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus und können in theoretische Überlegungen zu Zugehörigkeit in superdiversen Nachbarschaften herangezogen werden.
Abstract
(Englisch)
Urban diversity is increasing worldwide. Vienna’s district of Rudolfsheim-Fünfhaus, one of the city’s most diverse districts, serves as a super-diverse case study (Vertovec, 2007) to explore how residents experience sense of community, how intergroup contact is embedded in everyday life, and how cultural diversity is perceived.This study follows an exploratory qualitative research design. Data were collected through problem-centered interviews with twelve residents of the district and analyzed using structured qualitative content analysis (Kuckartz & Rädiker, 2022) with the support of MAXQDA. The analysis identified six core categories related to experienced sense of community: public space, social contacts, participation, familiarity, identification with the district and diversity. The classic dimensions of sense of community according to McMillan and Chavis (1986) could be found in the categories, but were less focused on close social ties. The categories of familiarity and identification with the district could not be classified according to the model by McMillan and Chavis (1986), but were located in the integrative model of place attachment by Scannell and Gifford (2010). Diversity proved to be a separate category that had different effects on the respondents' perceptions of community. Cultural diversity is perceived by the respondents as normalised, positive or strong, although areas of tension are also discussed. Intergroup contact mainly takes place in semi-public places (parks, markets), with cultural offerings and children being described as conducive to this. Group-specific segregation is perceived primarily in closed spaces. Overall, the findings offer a context-sensitive account of sense of community in a super-diverse urban neighborhood and contribute to ongoing theoretical discussions on sense of community in super-diverse contexts.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Zugehörigkeit Superdiversität Nachbarschaft Qualitative Sozialforschung
Schlagwörter
(Englisch)
Psychological Sense of Community Place Attachment
Autor*innen
Phoebe Anna Maria Vak
Haupttitel (Deutsch)
Zugehörigkeit im Kontext von Superdiversität
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Erhebung im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus
Paralleltitel (Englisch)
Belonging in a superdiverse urban neighborhood
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative study in Rudolfsheim-Fünfhaus, Vienna
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
55 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Pahl
Klassifikation
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion. soziale Beziehungen
AC Nummer
AC17828260
Utheses ID
79572
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
