Detailansicht
Gendern im Arabischen
eine metapragmatische Diskursanalyse
Aya Abouhoula
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Angewandte Linguistik
Betreuer*in
Jürgen Spitzmüller
DOI
10.25365/thesis.80578
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12515.90877.495716-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit setzt sich mit der Analyse von Online Diskursen von Gendern im Arabischen, die aus einer metapragmatischen und diskursanalytischen Perspektiven untersucht werden. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Sprache nicht lediglich ein neutrales Kommunikationsmittel darstellt, sondern soziale Wirklichkeit mit konstruiert, Machtverhältnisse spiegelt und zur Stabilisierung oder Veränderung gesellschaftlicher Strukturen beiträgt. Während die Debatte im deutschsprachigen Raum seit Jahrzehnten intensiv geführt und linguistisch umfassend erforscht wird, befindet sich ein vergleichbarer Diskurs im arabischsprachigen Raum noch in einer frühen Phase. Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Arbeit darauf ab, eine bestehende Forschungslücke zu schließen, indem sprachliche Praktiken sowie soziale Aushandlungsprozesse rund um gendergerechtes Arabisch systematisch analysiert werden. Die Untersuchung erfolgt durch eine methodische Kombination von digitaler Ethnographie mit metapragmatische Diskursanalyse. Das Korpus umfasst Beiträge, Kommentare und Diskussionen aus unterschiedlichen digitalen Diskursräumen, darunter Inhalte der Plattform Raseef22, Beiträge zu den Hashtags #femininearabic und #AddressHerCorrectly auf Instagram sowie zugehörige Kommentare auf der Plattform X. Ergänzt wird das Material durch journalistische Artikel aus arabischsprachigen Online-Medien, die sich explizit mit gendergerechtem Arabisch befassen. Diese Datengrundlage ermöglicht es, sowohl konkrete Sprachpraktiken als auch reflexive Kommentare über Sprache, ihre Angemessenheit und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu erfassen und einzuordnen. Die Analyse zeigt, dass das Gendern im Arabischen insbesondere in feministischen, aktivistischen und queeren Diskursen thematisiert wird. Dabei stößt es jedoch auf ausgeprägte sprachideologische Widerstände. Befürwortende Positionen heben insbesondere die Sichtbarkeit von Frauen und nicht-binären Personen sowie den Zusammenhang zwischen Sprache und sozialer Gerechtigkeit hervor. Dahingegen verweisen kritische Stimmen auf Vorbehalte, die mit grammatischen Struktureigenschaften des Arabischen, religiösen und kulturellen Referenzrahmen sowie mit der Wahrnehmung des Genderns als westlich beeinflusste Praxis begründet werden. Insgesamt wird deutlich, dass es sich hierbei weniger um eine rein linguistische als vielmehr um eine sprachpolitische und ideologische Aushandlung handelt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Genderlinguistik Gendern im Arabischen Metapragmatische Positionierung Feministische Linguistik Queerlinguistik Digitale Ethnographie Diskursanalyse Sprachlicher Relativismus Metapragmatik
Autor*innen
Aya Abouhoula
Haupttitel (Deutsch)
Gendern im Arabischen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine metapragmatische Diskursanalyse
Paralleltitel (Englisch)
Gender-inclusive language in Arabic
Paralleluntertitel (Englisch)
a metapragmatic discourse analysis
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
142 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Spitzmüller
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17796604
Utheses ID
79587
Studienkennzahl
UA | 066 | 899 | |
