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The legal protection of databases
a comparative study of EU and Turkish law
Taha Yasin Gönül
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80523
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15133.92181.581944-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zeitalter der vierten industriellen Revolution entwickelten sich Daten von einem statischen Gut zum primären Treibstoff für Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Dieser Wandel erfordert einen Rechtsrahmen, der den Anreiz für Investitionen in die Datenbankproduktion auf der einen Seite mit der Notwendigkeit des Datenzugangs für Innovationen auf der anderen Seite in Einklang bringt. Diese Masterarbeit bietet eine kritische und vergleichende Analyse der Datenbankschutzsysteme in der Europäischen Union und der Republik Türkei und bewertet deren Eignung für die moderne Datenwirtschaft. Die Arbeit untersucht die duale Schutzstruktur, das Urheberrecht und das Sui-generis-Recht unter der EU-Datenbankrichtlinie (96/9/EG) und deren Umsetzung in das türkische Gesetz über geistige und künstlerische Werke (FSEK). Es wird argumentiert, dass die EU ihre Gesetzgebung durch den Erlass der Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt (EU) 2019/790 proaktiv angepasst hat, indem sie zwingende Ausnahmen für Text and Data Mining (TDM) einführte. Währenddessen verharrte der türkische Rahmen in einer oberflächlichen Harmonisierung. Die Arbeit hebt hervor, dass das türkische Recht unter systemischen Inkonsistenzen leidet, die den Realitäten des Datenzeitalters nicht gerecht werden. Insbesondere das Fehlen spezifischer TDM-Ausnahmen in der Türkei wird kritisch hinterfragt. Denn dies stellt eine erhebliche rechtliche Hürde für die KI-Entwicklung und Forschung dar, was den nationalen Markt potenziell benachteiligt. Darüber hinaus untersucht die Arbeit die Rolle Technischer Schutzmaßnahmen (TPMs) als De-facto-Regulatoren. Es wird postuliert, dass das alleinige Verlassen auf technische Sperren ohne robuste Rechte für rechtmäßige Nutzer die Gefahr von Datenmonopolen birgt. Folglich zeichnet die Studie das Entstehen eines potenziellen Paradigmenwechsels in der Urheberrechtstheorie nach, weg von der Betrachtung von Nutzerprivilegien als bloße defensive Ausnahmen, hin zur Anerkennung eines positiven Rechts auf Zugang, und erörtert dessen Eignung als Lösungsansatz für die Datenwirtschaft. Auf dieser Grundlage schlägt die Arbeit eine umfassende Gesetzesreform in der Türkei vor, um legitime Datenanalysen sowohl vor rechtlichen als auch vor technischen Übergriffen zu schützen und damit die nationale Rechtslandschaft an die Erfordernisse der globalen digitalen Wirtschaft anzupassen.
Abstract
(Englisch)
In the age of the Fourth Industrial Revolution, data has evolved from a static asset into the primary fuel for Artificial Intelligence (AI) and machine learning. This transformation necessitates a legal framework that can balance the incentive to invest in database production with the imperative to access data for innovation. This thesis provides a critical and comparative analysis of the database protection regimes in the European Union and the Republic of Türkiye, evaluating their fitness for the modern data economy. The study examines the dual protection structure, copyright and the sui generis right, under the EU Database Directive (96/9/EC) and its transposition into the Turkish Law on Intellectual and Artistic Works (FSEK). It argues that while the EU has proactively adapted its legislation through the Directive on Copyright in the Digital Single Market (EU) 2019/790 by introducing mandatory Text and Data Mining (TDM) exceptions, the Turkish framework remains stuck in a superficial harmonization. The analysis highlights that Turkish law suffers from systemic inconsistencies which fail to reflect the realities of the data age. More critically, the absence of specific TDM exceptions in Türkiye creates a significant legal barrier for AI development and research, potentially placing the national market at a competitive disadvantage. Furthermore, the thesis investigates the role of Technological Protection Measures (TPMs) as de facto regulators. It posits that relying solely on technical locks without robust rights for lawful users risks creating data monopolies. Consequently, the study traces the emergence of a potential paradigm shift in copyright theory, moving from viewing user privileges merely as defensive exceptions towards recognizing a positive right to access, and evaluates its viability as a solution for the data economy. Applying this theoretical framework, the thesis proposes a comprehensive legislative reform in Türkiye to safeguard legitimate data analysis against both legal and technical overreach, thereby aligning the national landscape with the requirements of the global digital economy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Datenbankschutz Sui-generis-Recht Urheberrecht Türkisches Urheberrecht Technische Schutzmaßnahmen (TPMs) Text und Data Mining (TDM) Recht auf Zugang
Schlagwörter
(Englisch)
Database Protection Sui Generis Right Copyright Turkish Copyright Law Technological Protection Measures (TPMs) Text and Data Mining (TDM) Right to Access
Autor*innen
Taha Yasin Gönül
Haupttitel (Englisch)
The legal protection of databases
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative study of EU and Turkish law
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
III, 97 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikationen
86 Recht > 86.06 Rechtsvergleichung. Rechtsvereinheitlichung ,
86 Recht > 86.90 Europarecht. Sonstiges
AC Nummer
AC17792752
Utheses ID
79593
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
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