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Deepfakes, the right of publicity, and the right to one's own image
a transatlantic comparative analysis
Armin Karabegovic
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80608
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15854.23857.638519-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mit der fortschreitenden Entwicklung künstlicher Intelligenz lassen sich Deepfakes einfacher herstellen, sind zunehmend realistisch und können mit minimalem Aufwand über Social-Media-Plattformen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Diese Entwicklung stellt eine potenzielle Gefahr für eine demokratische Gesellschaft dar. Personen können in Situationen dargestellt werden, an denen sie nie beteiligt waren, insbesondere in pornografischen oder anderweitig unangemessenen Inhalten, ohne dass der Deepfake als solcher erkennbar ist. Aus rechtlicher Perspektive kann Schutz vor derartigen Deepfakes im US-amerikanischen Right of Publicity sowie im unionsrechtlichen Recht am eigenen Bild bestehen. Obwohl diese Rechtsre-gime auf unterschiedlichen dogmatischen Grundlagen beruhen, erweist sich eine vergleichende Analyse als besonders aufschlussreich. Sie ermöglicht eine Klärung der jeweils zugrunde lie-genden Systemlogik und trägt zu einem besseren Verständnis der einzelnen Doktrinen bei. Die Arbeit zeigt, dass beide Rechtsregime im Kontext von Deepfakes letztlich denselben funktionalen Zweck verfolgen, nämlich den Schutz vor der unbefugten Aneignung der Identität einer Person. Zudem wird das erhebliche Spannungsverhältnis zwischen dem Schutz der persönli-chen Identität einerseits und dem Schutz kommerzieller Interessen andererseits herausgearbeitet. Darüber hinaus zeigt die Arbeit, dass insbesondere im Zusammenhang mit Veröffentlichungen auf Social-Media-Plattformen das Unionsrecht einen weitergehenden Schutz bietet als das US-amerikanische Recht. Gleichzeitig ist unter beiden Rechtsordnungen eine Abwägung im Lichte der Meinungsfreiheit unumgänglich. In diesem Zusammenhang lassen sich insbesondere im US-amerikanischen Recht aufgrund seiner stark fallbezogenen Rechtsprechung nur schwer verallgemeinernde Aussagen treffen. Ungeachtet dieser Unterschiede zeigt die Arbeit schließlich, dass keines der beiden Rechtsregime in der Lage ist, die zugrunde liegenden strukturellen Probleme vollständig zu bewältigen, die in dieser Arbeit als threshold obstacles bezeichnet werden und die einen effektiven rechtlichen Schutz vor Deepfakes erheblich einschränken. Abschließend setzt sich die Arbeit mit der Frage auseinander, ob weiterer legislativer Handlungsbedarf besteht, ob dies überhaupt effektiv wäre oder ob die Problematik eher durch einen umfassenderen gesellschaftlichen Wandel adressiert werden sollte.
Abstract
(Englisch)
With the rise of artificial intelligence, deepfakes have become easier to produce, increasingly realistic, and can now be disseminated to a vast audience on social media platforms with minimal effort. This development poses a potential threat to a democratic society. Individuals can now be depicted in situations in which they never participated, most notably in pornographic or otherwise inappropriate content, without the deepfake being recognizable as a fake. From a legal perspective, protection against such deepfakes may arise under the US Right of Publicity and the EU’s Right to One’s Own Image. Although these regimes rest on different doctrinal foundations, a comparative analysis has proven to be particularly instructive. It has clarified the underlying rational of each system and has helped to better understand the respective doctrines. The thesis demonstrates that, in the context of deepfakes, both regimes serve the same function-al purpose, namely the protection against the unauthorized appropriation of a person’s identity. Moreover, the analysis addressed the significant tension between the protection of personal identity, on the one hand, and commercial interests, on the other. Furthermore, the thesis demonstrates that, especially in the context of postings on social media platforms, EU law pro-vides broader protection than US law. However, under both legal regimes, an assessment in light of freedom of expression is unavoidable. In this context, generalized conclusions are difficult to draw, particularly under US law, due to its strongly case-based jurisprudence. Irrespective of these differences, the thesis ultimately shows that neither regime is capable of fully addressing the underlying structural problems, described in this thesis as threshold obstacles, which significantly limit effective legal protection against deepfakes. The thesis has also ad-dressed the question whether further legislative action is required, whether such intervention would be effective at all, or whether the issue is better addressed through broader social change.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Deepfakes Recht am eigenen Bild Right of Publicity Meinungsfreiheit Rechtsvergleich USA EU
Schlagwörter
(Englisch)
Deepfakes Right to One's Own Image Right of Publicity Freedom of expression Comparative Analysis USA EU
Autor*innen
Armin Karabegovic
Haupttitel (Englisch)
Deepfakes, the right of publicity, and the right to one's own image
Hauptuntertitel (Englisch)
a transatlantic comparative analysis
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
XXI, 61 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.06 Rechtsvergleichung. Rechtsvereinheitlichung
AC Nummer
AC17798451
Utheses ID
79610
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
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