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Trash-TV mit Tiefgang?
Wahrnehmung von Authentizität und Repräsentation in der Datingshow "Princess Charming" und ihr Einfluss auf queere Selbstakzeptanz bei Rezipient*innen
Eva Marie Kröger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Kathrin Karsay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80500
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15979.78631.823426-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rezeption der Reality-Datingshow Princess Charming aus der Perspektive der Zuschauer*innen. Im Zentrum stehen die wahrgenommene Authentizität des Formats, das individuelle Repräsentationserleben sowie mögliche Zusammenhänge zwischen dem Engagement mit der Show und Aspekten queerer Selbstakzeptanz, insbesondere internalisierter Homophobie. Vor dem Hintergrund des überwiegend heteronormativ geprägten Reality-TV-Genres nimmt Princess Charming eine Sonderstellung ein, da die Show ausschließlich queere Frauen und nichtbinäre Personen abbildet und medial häufig als Gegenentwurf zu klassischen Datingformaten beschrieben wird. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, an der nach Datenbereinigung 2030 Personen teilnahmen. Die Datenauswertung umfasste deskriptive Analysen, Gruppenvergleiche sowie Regressions- und Moderationsanalysen. Ergänzend wurde eine offene Frage zur Authentizitätswahrnehmung qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Princess Charming von der Mehrheit der Zuschauer*innen als mittelmäßig authentisch bis eher authentisch wahrgenommen wird und insgesamt einen positiven Gesamteindruck hinterlässt. Unterschiede im Gesamteindruck zeigten sich in Abhängigkeit von der sexuellen Orientierung, während sich weder für People of Color im Vergleich zu weißen Personen noch für weibliche im Vergleich zu diversen Zuschauerinnen signifikante Unterschiede im Repräsentationserleben feststellen ließen. Entgegen der aufgestellten Hypothese konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Engagement mit der Show und dem Ausmaß internalisierter Homophobie nachgewiesen werden. Queer Identity Centrality erwies sich hingegen als signifikanter Prädiktor geringerer internalisierter Homophobie. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass queere Realityformate wie Princess Charming zwar wichtige Räume für Sichtbarkeit, Identifikation und symbolische Anerkennung schaffen können, ihre Wirkungen jedoch nicht isoliert zu betrachten sind. Medienrezeption entfaltet ihre Bedeutung im Zusammenspiel mit individuellen Identitätsmerkmalen und sozialen Positionierungen und lässt sich nicht auf einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge reduzieren.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines audience reception of the reality dating show Princess Charming. The study focuses on perceived authenticity, individual experiences of representation, and potential relationships between engagement with the show and aspects of queer self-acceptance, particularly internalized homophobia. Within a reality television genre that is largely shaped by heteronormative structures, Princess Charming occupies a distinctive position by exclusively featuring queer women and non-binary participants and is frequently described in public discourse as an alternative to conventional dating formats. To address the research questions, a quantitative online survey was conducted. After data cleaning, the final sample comprised 2,030 participants. The analysis included descriptive statistics, group comparisons, as well as regression and moderation analyses. In addition, one open-ended question regarding perceived authenticity was analyzed qualitatively. The results indicate that Princess Charming is perceived by most viewers as moderately to rather authentic and is evaluated positively overall. Differences in overall evaluation were found with regard to viewers’ sexual orientation. However, no significant differences in experiences of representation emerged between People of Color and white participants, nor between female and non-binary viewers. Contrary to the proposed hypothesis, engagement with the show was not significantly associated with levels of internalized homophobia. Instead, queer identity centrality emerged as a significant predictor of lower internalized homophobia. Overall, the findings suggest that queer reality television formats such as Princess Charming can provide meaningful spaces for visibility, identification, and symbolic recognition. At the same time, the results highlight that media effects cannot be understood in isolation. Audience reception and potential impacts are embedded in broader identity-related processes and social positions, rather than following simple cause–effect relationships.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Reality-TV Princess Charming Authentizität Repräsentation Internalisierte Homophobie Quantitative Online-Befragung Trash-TV
Autor*innen
Eva Marie Kröger
Haupttitel (Deutsch)
Trash-TV mit Tiefgang?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wahrnehmung von Authentizität und Repräsentation in der Datingshow "Princess Charming" und ihr Einfluss auf queere Selbstakzeptanz bei Rezipient*innen
Paralleltitel (Englisch)
Trash-TV with depth?
Paralleluntertitel (Englisch)
perceptions of authenticity and representation in the dating show "Princess Charming" and their influence on queer self-acceptance among viewers
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
89 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kathrin Karsay
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC17792013
Utheses ID
79629
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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