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From killer acquisitions to strategic partnerships
Big Tech and EU merger regime
Bianka Sedmáková
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
DOI
10.25365/thesis.80609
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15997.89506.737781-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, wie Big-Tech-Unternehmen ihre Marktmacht in digitalen Märkten durch Killer-Übernahmen und strategische Partnerschaften festigen und wie diese Strategien die Wirksamkeit des EU-Fusionskontrollsystems in Frage stellen. Obwohl sie sich in ihrer Rechtsform unterscheiden, nutzen beide ähnliche Schwächen der EU-Fusionskontrollverordnung (EUMR) aus. Die Arbeit argumentiert, dass die EU-Fusionskontrolle unzureichend an digitale Märkte angepasst ist. Zuständigkeitsschwellen, die sich am Umsatz orientieren, erkennen Killer-Übernahmen oft nicht, wenn das übernommene Unternehmen zwar wenig Umsatz hat, aber von strategischer Bedeutung ist, während der Test der erheblichen Behinderung wirksamen Wettbewerbs (SIEC) ungeeignet ist, um Schäden mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, jedoch potenziell großer Auswirkung, angemessen zu bewerten. Als Reaktion darauf plädiert die Arbeit für eine Reform, die einerseits eine verstärkte Anwendung von Verweisungen nach Artikel 22 vorsieht und anderseits eine Neukalibrierung der materiellen Prüfung hin zu einem schadensausgleichsorientierten Ansatz empfiehlt. Ferner zeigt sie, dass strategische Partnerschaften häufig der Fusionskontrolle entgehen, da sie trotz ihrer zweckmäßigen Gleichwertigkeit nicht als Zusammenschlüsse im Sinne der EUMR gelten. Die Arbeit bewertet den Digital Markets Act (DMA) als ein Instrument, das die Fusionskontrolle ergänzt, kommt jedoch zu dem Schluss, dass er in erster Linie die Transparenz erhöht und diese Lücken nicht schließt. Insgesamt kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit des bestehenden EU-Fusionskontrollsystems beim Adressieren von Wettbewerbsrisiken auf digitalen Märkten begrenzt bleibt.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how Big Tech firms consolidate market power in digital markets through killer acquisitions and strategic partnerships, and how these strategies challenge the effectiveness of the European Union (EU) merger control regime. Although differing in legal form, both exploit similar weaknesses of the EU Merger Regulation (EUMR). The thesis argues that EU merger control is poorly adapted to digital markets. Turnover-based jurisdictional thresholds fail to capture killer acquisitions involving low-revenue but strategically important firms, while the Significant Impediment to Effective Competition (SIEC) test is ill-suited to low-probability but high-impact harm. In response, the thesis advocates reform in the form of a strengthened use of Article 22 referrals and a recalibration of the substantive assessment through a balance of harms approach. It further shows that strategic partnerships frequently escape merger control because they do not qualify as concentrations under the EUMR, despite being functionally equivalent to them. The thesis assesses the Digital Markets Act (DMA) as a tool complementing merger control but finds that it primarily enhances transparency and does not close these gaps. Overall, the thesis concludes that the existing EU merger control regime remains limited in addressing competitive risks arising in digital markets.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wettbewerbsrecht Fusionskontrolle Digitale Märkte Killer-Übernahmen Strategische Partnerschaften
Schlagwörter
(Englisch)
Competition Law Merger Control Digital Markets Killer Acquisitions Strategic Partnerships
Autor*innen
Bianka Sedmáková
Haupttitel (Englisch)
From killer acquisitions to strategic partnerships
Hauptuntertitel (Englisch)
Big Tech and EU merger regime
Paralleltitel (Deutsch)
Von Killer-Übernahmen bis Strategische Partnerschaften
Paralleluntertitel (Deutsch)
Big Tech und das EU-Fusionskontrollsystem
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
XIX, 47 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC17798467
Utheses ID
79639
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
