Detailansicht

Urban Gardening in Wien
eine kontrastive Fallstudie zur sozialräumlichen Ungleichheit, institutionellen Selektivität und symbolischen Aushandlung urbaner Teilhabe
Alessa Esther Heidenreich
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Bernhard Kittel
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80522
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21190.79972.220016-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht Urban-Gardening-Initiativen in Wien aus einer sozial- und raumsoziologischen Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, warum sich urbane Gartenprojekte in unterschiedlichen Wiener Bezirken trotz formal vergleichbarer politischer und institutioneller Rahmenbedingungen ungleich entwickeln. Anhand eines kontrastiven Bezirksvergleichs wird analysiert, welche sozialen, räumlichen und institutionellen Mechanismen die Entstehung, Stabilisierung und Sichtbarkeit von Urban-Gardening-Initiativen strukturieren. Empirisch basiert die Untersuchung auf einem qualitativ-interpretativen Forschungsdesign mit leitfadengestützten Interviews mit Akteur:innen aus Garteninitiativen sowie relevanten intermediären und institutionellen Kontexten. Der Vergleich mehrerer Bezirke dient dabei nicht der Typisierung einzelner Stadtteile, sondern der Rekonstruktion übergreifender Muster und Differenzlinien. Theoretisch ist die Arbeit in einem integrativen Rahmen verankert, der Bourdieus Kapitaltheorie, raumsoziologische Ansätze nach Lefebvre und Löw sowie institutionentheoretische Konzepte miteinander verbindet. Die Analyse zeigt, dass Urban Gardening als sozial selektiv strukturiertes Handlungsfeld zu verstehen ist, in dem die Wirkung formell gleicher Förder- und Beteiligungsinstrumente maßgeblich von ungleichen Kapitalausstattungen, räumlichen Zuschreibungen und institutionellen Vermittlungsstrukturen abhängt. Unterschiede zwischen Garteninitiativen lassen sich weniger auf einzelne Standortfaktoren zurückführen, als auf kumulative Effekte aus Ressourcenzugängen, Formen der Raumaneignung und institutioneller Selektivität. Die Arbeit verdeutlicht damit, dass Urban Gardening kein per se inklusives Instrument urbaner Teilhabe darstellt, sondern bestehende sozialräumliche Ungleichheiten reproduzieren oder verstärken kann, wenn strukturelle Voraussetzungen unbeachtet bleiben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Urban Gardening Wiener Gemeinschaftsgärten Urbane Partizipation Soziales Kapital
Schlagwörter
(Englisch)
Urban Gardening
Autor*innen
Alessa Esther Heidenreich
Haupttitel (Deutsch)
Urban Gardening in Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kontrastive Fallstudie zur sozialräumlichen Ungleichheit, institutionellen Selektivität und symbolischen Aushandlung urbaner Teilhabe
Paralleltitel (Englisch)
Urban gardening in Vienna
Paralleluntertitel (Englisch)
a contrastive case study on socio-spatial inequality, institutional selectivity and symbolic negotiation of urban participation
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
101 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Kittel
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.05 Betriebssoziologie. Betriebspsychologie
AC Nummer
AC17792742
Utheses ID
79696
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1