Detailansicht
Analyse der Arzneimitteltherapiesicherheit von Levothyroxin
Interaktionspotential von Medikamenten und Lebensmitteln mit Levothyroxin und deren klinische Relevanz - eine Literaturarbeit
Sofie Karoline Oberndorfer
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Klinische Pharmazie
Betreuer*in
Irene Maria Lagoja
DOI
10.25365/thesis.80789
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21379.79476.199979-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Die Einnahme von Levothyroxin (LT4) ist weit verbreitet und erfolgt in der Regel lebenslang. LT4 besitzt eine geringe therapeutische Breite und weist ein hohes Interaktionspotential mit zahlreichen Arzneimitteln und Lebensmitteln, was ein potentielles Risiko für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) darstellt. Ziel: Ziel dieser Arbeit ist eine systematische Übersicht und Bewertung der aktuellen Studienlage zu den möglichen Interaktionen zwischen LT4 und Arzneimitteln als auch Lebensmitteln. Dabei stehen die klinische Relevanz sowie die Qualität der verfügbaren Daten im Vordergrund. Darüber hinaus sollen praxisrelevante Empfehlungen abgeleitet werden, um die AMTS zu fördern. Methodik: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed/MEDLINE und Cochrane Library durchgeführt. Studien aus dem Zeitraum 2020 bis 2025 wurden anhand Ein- und Ausschlusskriterien ausgewählt und abhängig vom Studientyp mit geeigneten Bewertungsinstrumenten beurteilt. Ergänzend wurde eine Patient:inneninformationsbroschüre erstellt, welche die Ergebnisse der Arbeit verständlich und anwenderfreundlich beschreiben soll. Ergebnisse: Insgesamt wurden dreizehn Studien in die Arbeit eingeschlossen. Es zeigten sich klinisch relevante Interaktionen zwischen LT4 und Eisen- und Calciumsupplemente, Protonenpumpen-Inhibitoren, Semaglutid, Hormonpräparaten. Zusätzlich wurden Interaktionen mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Getränken beschrieben. Die zugrunde liegenden Mechanismen umfassen unter anderem Malabsorption durch Komplexbildung, Veränderungen des gastralen pH-Werts, Veränderungen im Metabolismus von LT4, sowie Störungen der peripheren Konversion von T4 zu T3. Als mögliche Lösungsansätze wurden Dosisanpassungen, Einnahmeabstände, engmaschiges Monitoring sowie der Wechsel oder das Absetzen der interagierenden Substanz beschrieben. Die Qualität der eingeschlossenen Studien war heterogen und überwiegend moderat. Fazit: Zahlreiche Arzneimittel und Lebensmittel können die Wirksamkeit von LT4 beeinflussen. Ein erhöhtes Bewusstsein von Ärzt:innen und Apotheker:innen für potentielle Interaktionen ist daher essentiell, um die AMTS zu verbessern. Die entwickelte Patient:inneninformationsbroschüre kann hierbei eine unterstützende Rolle einnehmen. Weitere gut konzipierte Studien sind notwendig, um Interaktionsmechanismen und deren klinische Relevanz besser zu verstehen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Arzneimittelinteraktion Klinische Pharmazie Levothyroxin Lebensmittel-Arzneimittelinteraktion Interaktionspotential Hypothyreose
Schlagwörter
(Englisch)
Drug-food interaction interaction potential
Autor*innen
Sofie Karoline Oberndorfer
Haupttitel (Deutsch)
Analyse der Arzneimitteltherapiesicherheit von Levothyroxin
Hauptuntertitel (Deutsch)
Interaktionspotential von Medikamenten und Lebensmitteln mit Levothyroxin und deren klinische Relevanz - eine Literaturarbeit
Paralleltitel (Englisch)
Analysis of the drug therapy safety of levothyroxine
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
X, 53 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Irene Maria Lagoja
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie. Pharmazeutika
AC Nummer
AC17826787
Utheses ID
79702
Studienkennzahl
UA | 999 | 035 | |
