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Empathie im Schatten des Krieges
"Empathie" in E. M. Remarques "Im Westen nichts Neues" und "Der Weg zurück" - eine friedensbildende Arbeit für den intermedialen Deutschunterricht
Maximilian Aigner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Spanisch
Betreuer*in
Sabine Zelger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80978
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21417.11914.973997-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Fast einhundert Jahre nach der Erstveröffentlichung von Erich Maria Remarques ‚Im Westen nichts Neues‘ ist die Frage nach Empathie und Menschlichkeit im Krieg und in der Nachkriegszeit ungebrochen von gesellschaftlicher und bildungspolitischer Rele-vanz. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise Empathie „im Schatten des Krieges“ in Erich Maria Remarques Romanen ‚Im Westen nichts Neues‘ und ‚Der Weg zurück‘ sowie in ausgewählten medialen Adaptionen dargestellt ist und als Gegenstand friedensbildender Unterrichtsimpulse für den Deutschunterricht der Sekundarstufe II dienen kann. Ausgangspunkt sind die Fragen, wie empathische Momente unter extremen Bedingungen literarisch und medial inszeniert werden, wie sie mithilfe theoretischer Ansätze erschlossen werden können und welches didakti-sche Potenzial ihnen zukommt. Methodisch verbindet die Arbeit literaturwissenschaftliche und medienanalytische Verfahren mit einem intermedialen Ansatz. Drei zentrale Szenen aus den beiden Ro-manen werden entlang von vier komplementären Empathie-„Brillen“ oder -zugängen nach Martin Buber, Tzvetan Todorov, Arno Gruen und Judith Butler analysiert und mit ihren Umsetzungen in Film, Graphic Novel und Hörspiel vergleichend interpretiert. Theoretisch wird diese Analyse durch eine Klärung des Intermedialitätsbegriffs sowie durch friedenspädagogische Grundlagen gerahmt. Die Untersuchung zeigt, dass Remarques Texte und ihre medialen Verarbeitungen trotz der allgegenwärtigen Gewalt des Krieges wiederkehrende Spuren von Empa-thie sichtbar machen, die individuelle, relationale und strukturelle Dimensionen menschlicher Verletzlichkeit und Verbundenheit eröffnen. Gerade im Kontrast zur Unmenschlichkeit des Krieges erweisen sich diese empathischen Momente als didak-tisch wirksam. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass ein intermedial konzipierter Deutschunterricht dazu beitragen kann, Entmenschlichungsmechanismen kritisch zu reflektieren, dialogische Perspektiven jenseits von Freund-Feind-Schemata zu för-dern und Friedensbildung nachhaltig zu unterstützen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Erich Maria Remarque Im Westen nichts Neues Der Weg zurück Empathie Empathie-Konzepte Martin Buber Tzvetan Todorov Arno Gruen Judith Butler Friedenspädagogik Friedensbildung Intermedialität Deutschdidaktik Mediendidaktik
Autor*innen
Maximilian Aigner
Haupttitel (Deutsch)
Empathie im Schatten des Krieges
Hauptuntertitel (Deutsch)
"Empathie" in E. M. Remarques "Im Westen nichts Neues" und "Der Weg zurück" - eine friedensbildende Arbeit für den intermedialen Deutschunterricht
Paralleltitel (Englisch)
Empathy in the shadow of war
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
133 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Zelger
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17848082
Utheses ID
79709
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 529 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1