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Climate-induced migration
Central America in focus
Zuzana Fačková
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Gernot Stimmer
DOI
10.25365/thesis.80589
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22045.99534.171867-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit analysiert klimabedingte Migration aus dem Nördlichen Dreieck Zentralamerikas und untersucht, inwiefern der Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten zu einem entscheidenden Treiber von Migration aus Honduras, Guatemala und El Salvador geworden ist. Auf Grundlage des Mehrebenen-Migrationsrahmens von Black et al. sowie des von Perch-Nielsen entwickelten konzeptionellen Modells wird Migration als strukturell eingebetteter, multikausaler Prozess verstanden, der durch das Zusammenwirken ökologischer, ökonomischer, politischer und sozialer Faktoren sowie weiterer intervenierender Bedingungen geprägt ist. Anhand einer historischen Analyse und vergleichender Fallstudien zeigt die Arbeit, dass langsam einsetzende Klimaveränderungen – verstärkt durch Phänomene wie die El-Niño-Southern-Oscillation (ENSO) – in Kombination mit extremen Wetterereignissen und Pflanzenkrankheiten wie dem Kaffeerost die landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen systematisch untergraben haben. Diese Entwicklungen führten insbesondere in ländlichen und stark agrarisch geprägten Regionen zu zunehmender Ernährungsunsicherheit, sinkenden Beschäftigungsmöglichkeiten und einer Vertiefung der Armut. Obwohl Migrationsentscheidungen auf Haushaltsebene häufig in ökonomischen oder sicherheitsbezogenen Kategorien formuliert werden, zeigen die Ergebnisse, dass diese Belastungen zunehmend auf umweltbedingte Degradationsprozesse zurückzuführen sind. Der Klimawandel tritt damit nicht mehr lediglich als Hintergrundfaktor, sondern als zunehmend eigenständiger struktureller Treiber von Verdrängung und Migration in Erscheinung. Darüber hinaus macht die Masterarbeit eine zunehmende Diskrepanz zwischen klimabedingter Migration und bestehenden migrations- und völkerrechtlichen Rahmenwerken sichtbar. Personen, die infolge der langsam fortschreitenden Umweltdegradation zur Migration gezwungen sind, bleiben unter den derzeitigen Regelungen weitgehend ungeschützt, was insbesondere für die Vereinigten Staaten als wichtigstes Zielland zu zunehmenden sozialen, politischen und Governance-bezogenen Herausforderungen führt. Die Ergebnisse unterstreichen daher die Dringlichkeit, migrationspolitische Ansätze weiterzuentwickeln, um klimabedingte Mobilität anzuerkennen und Aspekte der ökologischen Resilienz sowie der Klimagerechtigkeit systematisch in die Migrationspolitik zu integrieren.
Abstract
(Englisch)
This thesis analyses climate-induced migration from the Northern Triangle of Central America (NTCA) and examines how climate change has become a decisive driver of migration from Honduras, Guatemala and El Salvador over recent decades. Drawing on the multi-level migration framework by Black et al. and the conceptual model developed by Perch-Nielsen, migration is understood as a structurally embedded, multicausal process shaped by interacting environmental, economic, political, and social drivers, as well as other intervening factors. Through historical analysis and comparative country case studies, the thesis demonstrates that slow-onset climate change processes—intensified by phenomena such as the El Niño Southern Oscillation (ENSO) effect—together with extreme weather events and crop diseases such as coffee leaf rust, have systematically undermined agricultural livelihoods. These dynamics have increased food insecurity, reduced employment opportunities and deepened poverty, particularly in rural and agriculture-dependent regions. Although migration decisions are often framed in economic or security terms at the household level, the findings show that these pressures increasingly originate in environmental degradation, positioning climate change as an increasingly autonomous structural driver of displacement. The research further highlights a growing gap between climate-induced migration and existing legal and migration frameworks. People displaced by slow-onset environmental degradation remain largely unprotected under current regimes, creating growing social, political, and governance challenges, particularly for the United States, the primary destination country. The findings underscore the urgency of adapting migration policies to recognise climate-driven mobility and integrate environmental resilience and climate justice into migration governance.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Klimabedingte Migration Zentralamerika Honduras Guatemala El Salvador
Schlagwörter
(Englisch)
Climate-induced migration Northern Triangle of Central America Honduras Guatemala El Salvador
Autor*innen
Zuzana Fačková
Haupttitel (Englisch)
Climate-induced migration
Hauptuntertitel (Englisch)
Central America in focus
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
95 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Gernot Stimmer
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges ,
89 Politologie > 89.99 Politologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17797077
Utheses ID
79718
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
