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Trans Frauen im Frauensport
wie haben sich die Zugangsregeln für trans Athletinnen im Frauensport in den letzten Jahren verändert? welche Meinungen vertreten cis Athletinnen und insbesondere österreichische Leichtathletinnen?
Camilla Fail
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Mathematik
Betreuer*in
Rosa Diketmüller
DOI
10.25365/thesis.81158
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22063.78605.968493-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Teilnahme von trans Frauen an offiziellen Frauenwettkämpfen hat in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit und Kontroversen auf sich gezogen. Diese Debatte berührt nicht nur sportwissenschaftliche Fragen, sondern auch soziale, ethische und politische Dimensionen, insbesondere im Hinblick auf Fairness, Inklusion und die Begründung geschlechtsspezifischer Kategorien im Leistungssport. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, wie cisgeschlechtliche Leichtathletinnen die Teilnahme von trans Frauen im Frauensport bewerten und welche Überlegungen ihre Einstellungen prägen. Die Untersuchung kombiniert eine systematische Literaturübersicht mit einer qualitativen Interviewstudie. Insgesamt wurden acht leitfadengestützte Interviews mit österreichischen Leichtathletinnen geführt, die an nationalen oder internationalen Wettbewerben teilgenommen haben. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse zeigen ein ausgeprägtes Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Inklusion und Gleichberechtigung einerseits und dem Anspruch auf faire Wettbewerbsbedingungen für cis Frauen andererseits. Viele Athletinnen gehen davon aus, dass körperliche Leistungsunterschiede zwischen Männern und Frauen zumindest teilweise auch bei trans Frauen bestehen bleiben könnten, was die Teilnahme in der Frauenkategorie aus ihrer Sicht problematisch macht. Zudem wird deutlich, dass die Befragten bestehende und frühere Regelwerke von World Athletics teils kritisch, teils unsicher bewerten. Fairness, Gerechtigkeit und Chancengleichheit werden unterschiedlich interpretiert, jedoch überwiegend als zentrale Leitprinzipien verstanden. Auffällig ist schließlich, dass mehrere Athletinnen Hemmungen äußern, ihre Meinung zu diesem Themenfeld offen zu kommunizieren, insbesondere aus Sorge vor sozialer Sanktion. Die Studie zeigt, dass die Debatte von vielfältigen Spannungsfeldern geprägt ist und dass Athletinnen als direkt Betroffene stärker in sportpolitische Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollten.
Abstract
(Englisch)
During the last years, the participation of trans women in women’s sporting competitions has become an increasingly prominent and contested issue. The debate extends far beyond questions of athletic performance, touching on social, ethical, and political considerations — particularly regarding fairness, inclusion, and the rationale for maintaining sex-based categories in elite sport. This study explores how cisgender female track-and-field athletes assess the participation of trans women in women’s sports and which factors shape their perspectives. The research combines a systematic review of existing literature with a qualitative interview study. Eight semi-structured interviews were conducted with Austrian track-and-field athletes who had competed at national or international levels. The interviews were analyzed using qualitative content analysis following Mayring. The findings reveal a clear tension between, on the one hand, the athletes’ commitment to inclusion and equal treatment, and, on the other, their expectation of fair competitive conditions for cisgender women. Many participants believe that sex-based performance differences may persist to some degree among trans women, raising concerns about competitive equity within the women’s category. The athletes also expressed mixed or uncertain views regarding current and previous World Athletics regulations. Concepts such as fairness, justice, and equal opportunity were understood in different ways but were consistently regarded as fundamental. Notably, several athletes reported reluctance to express their views openly due to fears of social backlash. Overall, the study illustrates the complexity of the debate and underscores the importance of actively involving female athletes in sport policy decisions that directly affect them.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
transgender und Sport Zulassungskriterien in der weiblichen Kategorie Inklusion im Sport Fairness im Sport Geschlechterkategorien Meinungen von cis Athletinnen
Autor*innen
Camilla Fail
Haupttitel (Deutsch)
Trans Frauen im Frauensport
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie haben sich die Zugangsregeln für trans Athletinnen im Frauensport in den letzten Jahren verändert? welche Meinungen vertreten cis Athletinnen und insbesondere österreichische Leichtathletinnen?
Paralleltitel (Englisch)
Trans women in women's sport
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
2, 103 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosa Diketmüller
Klassifikationen
76 Sport > 76.20 Sportorganisation ,
76 Sport > 76.25 Wettkämpfe
AC Nummer
AC17891151
Utheses ID
79722
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 520 | 02
