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Messreaktivität im digitalen Ernährungstracking
die Rolle von Ernährungszielen und wahrgenommener Forscherbeobachtung
Hannah Förg
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Laura Maria König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80793
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24007.86493.474256-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Messreaktivität beschreibt Veränderungen in Verhalten, Emotionen und Kognitionen, die durch die Teilnahme an einer Studie ausgelöst werden können und dadurch Studienergebnisse verzerren. In der Ernährungsforschung gilt digitales Ernährungstracking als vielversprechende Erhebungsmethode. Gleichzeitig ist bislang unklar, ob und in welchem Ausmaß hierbei messreaktive Effekte auftreten. Ziel dieser Studie war es daher, Messreaktivität im digitalen Ernährungstracking zu untersuchen und damit zu einer besseren Einschätzung der Validität dieser Erhebungsmethode beizutragen. Dabei wurde Messreaktivität im Forschungskontext, isoliert vom Messkontext, untersucht. Weiters soll Aufschluss über mögliche Entstehungsmechanismen gewonnen werden, indem die Rolle von Ernährungszielen, wahrgenommener Forscherbeobachtung und einer Bewusstheit über Verhaltensveränderung untersucht wird. Die Stichprobe bestand aus N = 86 Personen, die ihre Ernährung bereits vor Studienteilnahme digital erfassten. Mittels Multi-Level Analysen (Random-Intercept/Random-Slope) wurde untersucht, ob sich die berichtete Kalorienaufnahme zwischen der Woche vor Studienbeginn und den ersten beiden Tagen der Studienteilnahme veränderte. Es zeigte sich kein signifikanter Effekt der Woche auf die Kalorienaufnahme (b = 45.46; t(87.09) = 1.46, p = .147). Somit ergeben sich keine Hinweise auf Messreaktivität in dieser Studie. Darüber hinaus wurden Cross-Level-Modelle berechnet, um Moderationseffekte der Ernährungsziele, der wahrgenommenen Forscherbeobachtung und der Bewusstheit über Verhaltensveränderungen zu testen. Es zeigten sich keine signifikanten Interaktionen der Woche mit Intention (t(86.24) = 0.63, p = .532)., wahrgenommener Forscherbeobachtung Woche (t(87.06) = 0.39, p = .696) oder Bewusstheit (t(89.66) = 0.39, p = .695). Damit fanden sich keine Hinweise auf Moderationen. Insgesamt liefert die Studie keine Hinweise auf messreaktive Effekte im digitalen Ernährungstracking unter den vorliegenden Bedingungen. Da Messreaktivität kontextabhängig zu sein scheint, sollten die spezifischen Entstehungsbedingungen für Messreaktivität systematisch untersucht werden.
Abstract
(Englisch)
Measurement reactivity describes changes in behavior, emotions, and cognitions due to study participation and may thereby bias study results. In nutrition research, digital dietary self-report is considered a promising method of data collection. At the same time, it remains unclear whether and to what extent measurement reactivity occurs in this context. The aim of this study was therefore to examine measurement reactivity in digital dietary self-report and thereby contribute to a more accurate assessment of the validity of this method. Measurement reactivity was investigated within the research context, isolated from the measurement context. In addition, potential mechanisms underlying measurement reactivity were explored by examining the role of dietary goals, perceived researcher observation, and awareness of behavioral change. The sample consisted of N = 86 individuals who had already been digitally tracking their diet prior to study participation. Multilevel analyses (random intercept/random slope) were used to test whether reported caloric intake differed between the week prior to study start and the first two days of study participation. No significant effect of week on caloric intake was found (b = 45.46; t(87.09) = 1.46, p = .147), indicating no evidence of measurement reactivity in this study. In addition, cross-level models were computed to test moderation effects of dietary goals, perceived researcher observation, and awareness of behavioral change. No significant interactions between week and intention (t(86.24) = 0.63, p = .532), perceived researcher observation (t(87.06) = 0.39, p = .696), or awareness (t(89.66) = 0.39, p = .695) were observed. Thus, there was no evidence of moderation effects. Overall, the study provides no indication of reactive measurement effects in digital dietary self-report under the present conditions. Given that measurement reactivity appears to be context-dependent, the specific conditions under which it emerges should be examined systematically.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Messreaktivität digitales Ernährungstracking digitale Gesundheitsforschung
Schlagwörter
(Englisch)
Measurement Reactivity digital dietary self-report digital health science
Autor*innen
Hannah Förg
Haupttitel (Deutsch)
Messreaktivität im digitalen Ernährungstracking
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle von Ernährungszielen und wahrgenommener Forscherbeobachtung
Paralleltitel (Englisch)
Measurement reactivity in digital dietary self-report
Paralleluntertitel (Englisch)
role of dietary goals and perceived research observation
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
50 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Laura Maria König
Klassifikation
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie
AC Nummer
AC17826834
Utheses ID
79760
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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