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Nachhaltigkeitsfaktoren im Wettbewerbsrecht
Pol Risch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Alexander Wimmer
DOI
10.25365/thesis.80750
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24493.83907.423750-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Nachhaltigkeitsfaktoren im Wettbewerbsrecht berücksichtigt werden können, ohne die grundlegenden Prinzipien des Wettbewerbs zu gefährden. Durch den Klimawandel und die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft sind Unternehmen immer mehr verpflichtet, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen, sei es durch nachhaltigere Produktionsweisen, Kooperationen zur Erreichung von Umweltzielen oder durch nachhaltige Marktkommunikation. Dadurch geraten das Kartellrecht und das Lauterkeitsrecht verstärkt in den Fokus, da sie einerseits eine nachhaltige Wirtschaft nicht behindern möchten, aber andererseits auch Missbrauch und Irreführung verhindern müssen. Im kartellrechtlichen Kontext zeigt die Arbeit, dass Nachhaltigkeitsvereinbarungen zwischen Unternehmen grundsätzlich weder auf unionsrechtlicher noch auf nationaler Ebene unzulässig sind. Insbesondere die Einzelfreistellung nach Art 101 Abs 3 AEUV und § 2 KartG eröffnet Möglichkeiten für nachhaltige Kooperationen, sofern nachweisbare, kausale und marktrelevante Nachhaltigkeitsvorteile vorliegen. Hierbei wird deutlich, dass das Unionsrecht weiterhin stärker am Verbraucherwohlfahrtsprinzip festhält, während der österreichische Gesetzgeber mit der Nachhaltigkeitsausnahme des § 2 Abs 1 KartG einen weitergehenden Ansatz verfolgt. Darüber hinaus untersucht die Arbeit die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Lauterkeitsrecht, insbesondere im Zusammenhang mit umweltbezogenen Werbeaussagen. Die sogenannten „Green Claims“ gewinnen an wettbewerblicher Relevanz, bergen jedoch ein Risiko der Irreführung für die Verbraucher. Das österreichische Lauterkeitsrecht setzt hier bereits strenge Anforderungen an Green Claims und zieht eine klare Grenze zwischen zulässigen Umweltaussagen und unzulässigem Greenwashing. Auch auf europäischer Ebene kam es durch die Green-Claims-RL und die EmpCo-RL zu neuen Entwicklungen, die durch weitere Präzisierungen und eine Harmonisierung der Vorgaben, die Verbraucher noch besser vor irreführenden Umweltaussagen schützen sollen und das Vertrauen in nachhaltige Werbung wieder stärken sollen. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass das Wettbewerbsrecht nachhaltige wirtschaftliche Entwicklungen nicht aktiv erzwingt, diese jedoch im Rahmen seiner bestehenden Instrumente zulässt und absichert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wettbewerbsrecht Kartellrecht Nachhaltigkeit Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Greenwashing Green Claims Nachhaltigkeitsvereinbarungen
Autor*innen
Pol Risch
Haupttitel (Deutsch)
Nachhaltigkeitsfaktoren im Wettbewerbsrecht
Paralleltitel (Englisch)
Sustainability factors within competition law
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
92 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexander Wimmer
Klassifikation
86 Recht > 86.29 Wettbewerbsrecht. Kartellrecht
AC Nummer
AC17825711
Utheses ID
79784
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
