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Der Genderstern, zeitgenössischer Sexismus und das subjektive Textverständnis
eine experimentelle Auseinandersetzung mit der persönlichen Einstellung zu geschlechter-fairer Sprache
Linus Riedel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80797
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27310.81290.800170-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie befasste sich mit der Ablehnung von geschlechter-fairer Sprache (GFS). Einerseits wurde der Zusammenhang zwischen dem „Belief in Sexism Shift“ (BSS) und der Ablehnung von GFS untersucht. Andererseits wurde der Einfluss der Ablehnung von GFS auf das subjektive Textverständnis von Texten mit Genderstern analysiert. Theoretisch basierte die Untersuchung auf dem „Reasoned Action Approach“ (RAA), wobei geprüft wurde, inwieweit die kognitive Verfügbarkeit der Einstellung gegenüber GFS den Zusammenhang zwischen der Einstellung und der Bewertung des STV beeinflusst. In einem experimentellen Design wurden einer Stichprobe von N =138(93,4 % Studierende) Fragebögen und ein Stimulustext präsentiert, der entweder im generischen Maskulinum oder mit Genderstern verfasst waren. Die kognitive Verfügbarkeit der Einstellung der Proband*innen gegenüber GFS während der Bewertung des STV der Stimulustexte wurde experimentell manipuliert (erleichtert vs. erschwert). Die Ergebnisse sprechen für einen starken Zusammenhang zwischen BSS und einer negativen Einstellung zu GFS. Personen, die hauptsächlich Männer als heutige Opfer von sexistischer Diskriminierung wahrnehmen, lehnen GFS signifikant stärker ab. Entgegen öffentlicher Kritik zeigte sich keine Beeinträchtigung des STV durch den Genderstern. Zudem hatte die persönliche Einstellung gegenüber GFS, unabhängig von ihrer kognitiven Verfügbarkeit, keinen signifikanten Einfluss auf das Textverständnis. Diese Befunde widersprechen teilweise den Annahmen des RAA. Dies deutet auf mögliche Gewöhnungseffekte innerhalb der studentischen Stichprobe oder methodische Limitationen hin. Die Studie impliziert, dass der Genderstern die Verständlichkeit nicht grundsätzlich mindert, sexistische Überzeugungen jedoch ein zentrales Hindernis für die Akzeptanz darstellen.
Abstract
(Englisch)
This study examined the rejection of gender-fair language (GFL). On the one hand, the relationship between the “belief in sexism shift” (BSS) and the rejection of GFL was investigated. On the other hand, the influence of the rejection of GFL on the subjective comprehension of texts containing gender stars was analyzed. Theoretically, the study was based on the Reasoned Action Approach (RAA), examining the extent to which the cognitive availability of attitudes toward GFS influences the relationship between attitudes and the evaluation of STV. In an experimental design, a sample of N = 138 (93.4% students) were presented with questionnaires and a stimulus text written either in the generic masculine form or with gender stars. The cognitive availability of the subjects' attitudes toward GFS during the evaluation of the STV of the stimulus texts was experimentally manipulated (facilitated vs. hindered). The results indicate a strong link between BSS and negative attitudes toward GFS. People who perceive men as the main victims of sexist discrimination are significantly more likely to reject GFS. Contrary to public criticism, the gender star did not impair STV. Furthermore, personal attitudes toward GFS, regardless of their cognitive availability, had no significant influence on text comprehension. These findings partially contradict the assumptions of the RAA. This points to possible habituation effects within the student sample or methodological limitations. The study implies that the gender star does not fundamentally reduce comprehensibility, but that sexist beliefs are a central obstacle to acceptance.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
geschlechter-faire Sprache Sexismus Belief in Sexism Shift Einstellung gegenüber geschlechter-fairer Sprache subjektives Textverständnis Gendern Genderstern kognitive Verfügbarkeit Reasoned action aproach
Autor*innen
Linus Riedel
Haupttitel (Deutsch)
Der Genderstern, zeitgenössischer Sexismus und das subjektive Textverständnis
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine experimentelle Auseinandersetzung mit der persönlichen Einstellung zu geschlechter-fairer Sprache
Paralleltitel (Englisch)
Sexism and subjective text comprehension
Paralleluntertitel (Englisch)
an experimental examination of personal attitudes toward gender-neutral language
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
54 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.05 Experimentelle Psychologie
AC Nummer
AC17826901
Utheses ID
79806
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1