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Black skin, white masks
racial identity and belonging - the case of Ethiopian transnational adoptees in France
Jules Tadiwos Stéphane Delamare
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Michaela Krenceyová
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80690
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28930.86358.872842-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die gelebten Erfahrungen von Adoptierten äthiopischer Herkunft in Frankreich, mit einem besonderen Fokus auf Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen im Kontext von rassialisierten Strukturen. Die Frage der rassialisierten Identität ist im Fall von Adoptionen zwischen unterschiedlich rassialisierten Gruppen besonders relevant, da die Adoptierten überwiegend in weißen sozialen Strukturen sozialisiert werden. Weit davon entfernt, biologisch vorgegeben zu sein, wird die rassialisierte Identität der Adoptierten sozial hervorgebracht. Im späteren Leben werden sie jedoch mit Rassialisierung, Rassismus und Erfahrungen des Othering konfrontiert, was sie dazu zwingt, die Spannungen zwischen ihrer frühen Sozialisation und ihren gelebten Realitäten als rassialisierte Subjekte auszuhandeln. Methodisch stützt sich diese Masterarbeit neben Literatur und Theorie aus der Critical Race Theory, postkolonialen Perspektiven auf Identität und Zugehörigkeit sowie der Forschung zu adoptiver Verwandtschaft auf qualitative Interviews. Es wurden acht halbstrukturierte Interviews mit Adoptierten äthiopischer Herkunft geführt, die in weißen französischen Familien aufgewachsen sind. Dieses Interviewformat ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre Erfahrungen narrativ darzustellen, während zugleich Raum für aufkommende Themen blieb. Die gewonnenen Daten wurden mittels thematischer Analyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Adoptierte in ihren Adoptivfamilien erleben, wie kulturelle und rassialisierte Differenzen durch verwandtschaftliche Praktiken, weiße Normativität und Annahmen von sogenannter „Farbenblindheit“ (colorblindness) verhandelt werden und letztlich nivelliert werden sollen. Infolgedessen internalisieren viele adoptierte Personen Weißsein (whiteness) als normative Identität, was eine anfängliche Dissonanz zu ihren rassialisierten Erfahrungen erzeugt. Das Erwachsenenalter markiert häufig einen Wendepunkt: Konfrontiert mit Rassialisierung, Alltagsrassismus und Othering beginnen die Adoptierten, ihre rassialisierte Identität und ihr Zugehörigkeitsgefühl neu zu verhandeln. Ihre Zwischenposition – weder vollständig „französisch“ noch „äthiopisch“, weder vollständig „weiß“ noch „schwarz“ – erzeugt Gefühle der Fragmentierung sowie eine Identitäts- und Zugehörigkeitskrise. Gleichzeitig wird diese Position jedoch zu einem Raum von Agency, in dem neue und alternative Formen von Identität und Zugehörigkeit konstruiert werden.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis explores the lived experiences of adoptees of Ethiopian origin in France, with a particular focus on questions of racial identity and belonging. The issue of racial identity is especially relevant in the case of transracial adoptees, as they are mostly socialized within white social structures. Far from being biologically given, the adoptees' racial identity is socially produced. However, later in life, they are confronted with racialization, racism, and experiences of othering, which compel them to negotiate the tensions between their early socialization and their lived realities as racialized individuals. Methodologically, alongside literature and theory grounded in critical race theory, postcolonial perspectives on identity and belonging, and scholarship on adoptive kinship, this study adopts qualitative interviews. Eight semi-structured interviews were conducted with Ethiopian-origin adoptees raised by white French parents. This interview format enabled participants to narrate their experiences while allowing space for emergent themes, and the resulting data were analyzed through thematic analysis. The findings show that adoptees socialized within their adoptive families see their original cultural and racial differences minimized through a combination of kinship practices, white normativity, and colorblind ideology. As a result, many adoptees internalize whiteness as a normative identity, generating an initial dissonance with their racialized embodiment. Adulthood often marks a turning point: confronted with racialization, everyday racism, and othering, adoptees begin to renegotiate their racial identities and sense of belonging. Their in-between position, neither fully “French” nor “Ethiopian,” neither fully “white” nor “Black,” produces feelings of fragmentation and an identity and belonging crisis. Yet, it also becomes a space of agency where new and alternative forms of identity and belonging are constructed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Internationale Adoption rassialisierten Identität Identität Zugehörigkeit Zugehörigkeit Adoptionen zwischen unterschiedlich rassialisierten Gruppen „Farbenblindheit“ (colorblindness) Rassialisierung
Schlagwörter
(Englisch)
transnational transracial adoption racial identity racialization racism belonging
Autor*innen
Jules Tadiwos Stéphane Delamare
Haupttitel (Englisch)
Black skin, white masks
Hauptuntertitel (Englisch)
racial identity and belonging - the case of Ethiopian transnational adoptees in France
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
138 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Michaela Krenceyová
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17819160
Utheses ID
79844
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1