Detailansicht
The spiritual and social contribution of the small Christian communities in Tanzania
Justin Santus Makungu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theologische Spezialisierungen
Betreuer*in
Johann Pock
DOI
10.25365/thesis.81305
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28966.89835.831653-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der allgemeinen Einleitung untersucht die Studie die Bedeutung der SCCs („Small Christian Communities“ – „kleine christliche Gemeinden“) für die Evangelisierung und Seelsorge, sowie ihren Beitrag für die lokale, relevante und praxisnahe Gestaltung der Kirche in Tansania. Der Forscher erläutert kurz, wie die SCCs sowohl im Alten als auch im Neuen Testament der Heiligen Schrift verwurzelt sind. Im Alten Testament sind SCCs expliziter als im Neuen Testament. In der Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva im Buch Genesis 1:28 handelt Gott als Gemeinschaft des dreieinigen Gottes. Im Neuen Testament gründet Jesus die frühe christliche Gemeinschaft, wie in der Apostelgeschichte 2:42–47 beschrieben. Aus dieser frühen christlichen Gemeinschaft gehen die heutigen SCCs hervor. Ziel der Studie ist es, die inhaltliche Struktur und das Führungssystem der SCCs in Tansania sowie ihre spirituellen und sozialen Beiträge, pastorale Herausforderungen und die kurze Geschichte der SCCs in Tansania zu untersuchen. Um die Forschung systematisch durchführen zu können, hat der Forscher die folgenden Forschungsfragen formuliert: - Wie sieht das historische Profil der SCCs aus? Wie sehen die Verwaltungsstruktur und Theologie der SCCs in Tansania aus? Inwieweit haben die SCCs zur spirituellen und sozialen Entwicklung in Tansania beigetragen? In Bezug auf die Forschungsziele zielt die Studie darauf ab, diese Forschungsarbeit effektiv, kritisch und messbar zu gestalten. Vor diesem Hintergrund hat der Forscher seine Ziele wie folgt unterteilt: Nachverfolgung des historischen Profils der SCCs, Beschreibung der Verwaltungsstruktur und Theologie der SCCs in Tansania, Analyse der spirituellen und sozialen Entwicklung der SCCs in Tansania. Was die Forschung und Methodik betrifft, so hat der Forscher keine quantitative Feldforschung durchgeführt, sondern sich ausschließlich auf Literaturquellen, sowohl Primär- als auch Sekundärquellen, beschränkt. Um den Bereich, auf den sich die Forschungsarbeit beschränkt, bzw. die Fallstudie besser verstehen zu können, hat die Studie das Profil Tansanias kurz erläutert. Was den Inhalt und die Struktur der Forschungsarbeit betrifft, so gibt die Studie einen kurzen Überblick über die gesamte Forschungsarbeit, d. h. die allgemeine Einführung, die Kapitel eins bis vier und die allgemeine Schlussfolgerung. Dies soll den Lesern einen Überblick über die Forschungsarbeit ermöglichen. Historisch gesehen, gehen die SCCs auf die frühe christliche Gemeinde in der Apostelgeschichte (Apg 2,42–47) zurück. Darüber hinaus handelt es sich um ein Konzept der Evangelisierung, das aus der Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils hervorgegangen ist, bei der die Kirche als Familie Gottes verstanden wird. In Süd- und Lateinamerika sowie auf den Philippinen waren sie als Basisgemeinden (BECs) bekannt. In Nordamerika und Europa wurden sie als Basisgemeinden (BCCs) bezeichnet. Sie entstanden zwischen 1943 und 1956 in Brasilien und Chile als Antwort auf den Mangel an Geistlichen sowie den Kampf gegen Ungerechtigkeiten durch diktatorische Regime und wohlhabende Menschen. In Afrika, südlich der Sahara, führten die Umstände in den 1960er Jahren – darunter Unabhängigkeitskämpfe, politische Instabilität, Tribalismus, Bürgerkriege, Flüchtlingsprobleme sowie ein gravierender Mangel an Priestern und Ordensleuten – zur Gründung von SCCs. Daher wurden SCCs zu einer pastoralen Option bzw. Priorität. Anfang der 1970er Jahre führten zunächst die Bischofskonferenz der Demokratischen Republik Kongo und dann 1973 die Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas (AMECEA) unter der Leitung der beiden deutschen Fidei-Donum-Priester Oswald Hirmer (später Bischof von Aliwal) und Fritz Lobinger im Rahmen des Lumko-Instituts im Süden Methoden ein, um die Bibel in den Mittelpunkt der christlichen Gemeinschaft zu rücken. Die tansanischen Bischöfe (TEC) erklärten die SCCs 1976 offiziell zur pastoralen Priorität. Heute sind die SCCs in ganz Tansania verbreitet und spielen eine wichtige Rolle im Evangelisierungsprozess sowie bei der Umsetzung verschiedener pastoraler Aktivitäten. Das Führungssystem der SCCs ist von einem Geist des Dienens geprägt. Ein Leiter ist ein Diener aller und kein Herrscher. Die gläubigen Laien übernehmen die Führungsrolle, während Geistliche und Ordensleute als normale Mitglieder am Leben der SCCs teilnehmen. In Tansania müssen sich Leiter des Laienapostolats auf Pfarr-, Diözesan- und nationaler Ebene zuerst als Leiter ihrer jeweiligen SCCs bewähren und von ihren Mitmitgliedern bestätigt werden, um sich um eine Führungsposition auf höherer Ebene bewerben zu können. Es handelt sich also um eine Beteiligung und Vertretung von unten nach oben (Bottom-up-Modell oder Basisebene). Eine SCC setzt sich administrativ aus dem Laienapostolat-Rat, dem Exekutivkomitee, dem Finanzkomitee und dem Schutzpatron bzw. der Schutzpatronin der Gemeinschaft zusammen. Darüber hinaus haben die SCCs zur Umsetzung des Verständnisses der Kirche als Familie Gottes in Tansania beigetragen, da sie von christlichen Familien in der Nachbarschaft gebildet werden. In Tansania haben die SCCs einen spirituellen und sozialen Beitrag geleistet. Der spirituelle Beitrag umfasst die Bildung idealer Familien, die Förderung von Priestern und Ordensleuten, die Unterstützung der Päpstlichen Missionswerke, die Neuevangelisierung, die Ökumene, den interreligiösen Dialog sowie Gerechtigkeit, Frieden, Versöhnung und Inkulturation. Der Beitrag zur sozialen Entwicklung umfasst das Diözesan-Selbsthilfeprogramm (DSF), soziale Dienste, soziale Kommunikation, Regierungsführung und Politik, Unternehmertum und Umwelt. Trotz der Erfolge der SCCs in Tansania gibt es auch Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, wie beispielsweise Führungsprobleme. Eine der größten Führungsherausforderungen ist das Fehlen eines pastoralen Strategieplans für die SCCs. Wirtschaftlich: Es gibt zu viele Geldsammlungen, wodurch sich die Prioritäten der SCCs von pastoralen Aufgaben, zu denen einer Finanzierungsagentur verlagern. Ein soziales Problem ist, dass Männer und Jugendliche meist nicht an den SCC-Treffen teilnehmen.
Abstract
(Englisch)
In general introduction, the study investigates the significance of SCCs in evangelization and pastoral activities and in making the Church in Tanzania local, relevant and practical. The researcher explains briefly how SCCs are rooted in Holy Scriptures both Old and New Testaments. In OT, SCCs are more explicit than in NT. In the creation story of Adam and Eve in the book of the Genesis 1:28, God acts as community of God the Triune. In the NT, Jesus founded early Christian community as reflected in Acts of the Apostles 2:42-47. It is from the early Christian Community; the present-day SCCs trace their origin. In the statement of the problem, the study intends to investigate the content structure and leadership system of SCCs in Tanzania, spiritual and social contributions, pastoral challenges and a brief history of SCCs in Tanzania. To be able to conduct research systematically the researcher has formed the following research questions: What is historical profile of SCCs? What are administrative structure and theology of SCCs in Tanzania? To what extent have SCCs contributed to spiritual and social development in Tanzania? In the research objectives, the study aims at making this research work effective, critical and measurable. This being the case, the researcher has divided his objectives as follows: To trace the historical profile of SCCs, to describe the administrative structure and theology of SCCs in Tanzania, to analyse spiritual and social development of SCCs in Tanzania. Regarding the research and methodology, the researcher has not conducted any quantitative field research work but has only restricted himself to literature resources, both primary and secondary sources. To able to understand the case study or the area in which the research work is restricted, the study has briefly explained Tanzania profile. As regards the content and the structure of the research work, study has briefly described the entire research work, i.e. General introduction, chapter one, chapter two, chapter three, chapter four and general conclusion. This to enable the reader of the research work to have an overview of the research work. Historically, SCCs trace their origin from early Christian Community in Acts (2:42–47) Furthermore, it is a concept evangelization that emerged from the theology of Vatican II Council, i.e. Church as family of God. In South and Latin American and the Philippines were known as Base Christian Communities (BECs). In North America and Europe were called Basic Christian Communities (BCCs). They began in Brazil and Chile between 1943 and 1956 as an answer/solution to the challenge of shortage of Church ministers and struggles against injustices posed by dictatorial regimes and rich people. In Africa South of Sahara, the situations in 1960s such as struggles for independence, volatile political, tribalism, civil wars, refugee problem and severe shortage priestly and religious vocations resulted into the establishment of SCCs. Therefore, SCCs became pastoral option or priority. Firstly, in early 1970s under Episcopal Conference of Democratic Republic of Congo then 1973, then Association of Member Episcopal Conferences of Eastern African (AMECEA) and under leadership of two German Fidei Donum priests Fr. Oswald Hirmer and Fritz Lobinger (later became Bishop of Aliwal) under Lumko—institute in South introduced ways of bringing the Bible to the heart of Christian community. Despite successes of SCCs in Tanzania, there are also challenges affecting them as follows: leadership; one main leadership challenge is lack of pastoral strategic plan for SCCs. Economic; there are too much money-collections which turn SCCs into funding agencies instead of pastoral priorities. Social; most men and youths do not attend SCC-meetings.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Tansania Kleine christliche Gemeinde Gesellschaftlicher Beitrag Geistlicher Beitrag Pastoraltheologie
Schlagwörter
(Englisch)
Tanzania Small Christian Communities Social Contribution Spiritual Contribution Pastoral Theology
Autor*innen
Justin Santus Makungu
Haupttitel (Englisch)
The spiritual and social contribution of the small Christian communities in Tanzania
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
88 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Johann Pock
Klassifikation
11 Theologie > 11.79 Praktische Theologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17907440
Utheses ID
79855
Studienkennzahl
UA | 066 | 795 | |
