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Unteroffizier*innen vor der Pensionierung
eine alterssoziologische Untersuchung von Unteroffizier*innen im Alter von 50 bis 65 Jahren in den Streitkräften
Günther Eisengschirr
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Franz Kolland
DOI
10.25365/thesis.80882
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29839.80851.195378-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, wie Unteroffizier*innen im Österreichischen Bundesheer im Alter von 50 bis 65 Jahren ihre berufliche Rolle gestalten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels (40% der erwähnten Personengruppe) und des Konzepts „Successful Aging“ analysiert diese qualitative Studie das Wechselspiel zwischen körperlichem Leistungsabbau, institutionalisierten Erwartungen und individuellen Handlungsstrategien. Die empirische Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews, die mittels Grounded Theory ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Rollengestaltung als reflexiver Prozess der „Habitus-Arbeit“ verläuft. Es lassen sich zwei zentrale Typen unterscheiden: Der „Brückenbauer“ passt seine Rolle aktiv an, konvertiert physisches Erfahrungs- und Sozialkapital und übernimmt wissensbasierte Mentorenfunktionen. Der „Festhalter“ verharrt hingegen defensiv in traditionellen, körperzentrierten Rollenmustern, was zu Legitimitätskonflikten führt. Der erfolgreiche Umgang mit den Anforderungen hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, institutionelle Strukturen, körperliche Normen und soziale Erwartungen reflexiv zu verarbeiten. Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für altersgerechte Verwendungen, wie Stabs- oder Ausbilderfunktionen, welche sowohl die individuelle Ressourcen älterer Unteroffizier*innen nutzen als auch die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines how non-commissioned officers in the Austrian Armed Forces aged between 50 and 65 shape their professional role. Against the backdrop of demographic change (40% of the group mentioned) and the concept of “successful aging,” this qualitative study analyzes the interplay between physical decline, institutionalized expectations, and individual action strategies. The empirical basis is formed by guided interviews, which were evaluated using grounded theory. The results show that role shaping is a reflexive process of “habitus work.” Two central types can be distinguished: The “bridge builder” actively adapts their role, converts physical experience and social capital, and takes on knowledge-based mentoring functions. The “holder,” on the other hand, remains defensively stuck in traditional, body-centered role pat-terns, which leads to conflicts of legitimacy. Successfully dealing with the requirements depends largely on the ability to reflexively process institutional structures, physical norms, and social expectations. The paper concludes with recommendations for age-appropriate uses, such as staff or training functions, which both utilize the in-dividual resources of older non-commissioned officers and ensure the operational readiness of the armed forces.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Unteroffizier*in Streitkräfte Altern Körperliche Leistungsfähigkeit Physisch anspruchsvolle Verwendungen Höheres Dienstalter Dienstrecht
Schlagwörter
(Englisch)
Non-commissioned officer Armed forces Aging Physical performance Physically demanding assignments Higher seniority Service law
Autor*innen
Günther Eisengschirr
Haupttitel (Deutsch)
Unteroffizier*innen vor der Pensionierung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine alterssoziologische Untersuchung von Unteroffizier*innen im Alter von 50 bis 65 Jahren in den Streitkräften
Paralleltitel (Englisch)
Non-commissioned officers approaching retirement
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
XII, 110 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Kolland
Klassifikation
71 Soziologie > 71.36 Alterssoziologie
AC Nummer
AC17832417
Utheses ID
79871
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
