Detailansicht

"Nantoka naru" (it will work out)
an ethnography of "Ibasho" and school non-attendees' voices in "Furīsupēsu" (Japanese free spaces/Japanese free schools)
Koichi Asaka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Janina Meillan-Kehr
Mitbetreuer*in
Suzana Jovicic
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80731
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29857.78624.227122-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Furīsupēsu Blossom, ein japanischer alternativer Bildungsraum für Kinder, die futōkō (schulische Nichteilnahme) erfahren, zu einem ibasho wird: nicht nur zu einem Ort des Wohlbefindens, sondern auch zu einem beziehungsgeprägten Umfeld, in dem die Anerkennung und Bestätigung der eigenen Existenz Resilienz und Selbstvertrauen fördert sowie die Voraussetzungen dafür schafft, Zukunftsperspektiven zu erwägen. Auf Basis einer dreimonatigen ethnografischen Feldforschung wird beleuchtet, wie ibasho durch alltägliche Praktiken innerhalb von Blossom Gestalt annimmt. Eingebettet in Japans Bildungslandschaft, die durch steigende futōkō-Raten und kulturelle Erwartungen an die schulische Bildung gekennzeichnet ist, setzt sich diese Abhandlung mit anthropologischen, kritisch‑pädagogischen und care‑ethischen Perspektiven auseinander. Anstatt Blossom als vorgefertigte Alternative zu betrachten, die lediglich Unterstützung bereitstellt, richtet sich der Blick darauf, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam ein Gefühl von Sicherheit, Autonomie und Anerkennung schaffen. In diesem Kontext erscheint Autonomie nicht als uneingeschränkte Freiheit, sondern als relational gelebte Praxis, die kontinuierlich mit anderen ausgehandelt wird. Die Narrative der Kinder und Jugendlichen verdeutlichen, wie sich durch frühere Schul- und futōkō-Erfahrungen entstandene Stigmata und internalisierte Defizitvorstellungen schrittweise wandeln, wenn sie auf Formen der Fürsorge und Anerkennung in Blossom treffen, wodurch sie Selbstvertrauen zurückgewinnen und sich neue Möglichkeiten vorstellen. Diese Untersuchung verfolgt, wie Teilnehmende, die zunächst auf Unterstützung angewiesen waren, allmählich Fürsorgerollen für jüngere Kinder übernehmen und so zu einem Kreislauf peer-gestützter Transformation beitragen. Weiters zeigt sie, wie Lernen und Entwicklung bei Blossom durch Alltag, Relationalität und gemeinsam gestaltete Praktiken entstehen, bietet Einblicke in die kollaborative Entstehung von ibasho sowie in übergreifende anthropologische Fragestellungen zu Bildung, Kindheit und place-making und stellt damit schulzentrierte Annahmen infrage, die Lernen in solchen Räumen als „bloßes Spielen“ abtun.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how Furīsupēsu Blossom, a Japanese alternative educational space for children who experience futōkō (school non-attendance), becomes an ibasho: not only a place of comfort, but also a relational environment in which recognition and affirmation of one’s existence cultivate resilience, self-confidence, and the conditions for imagining futures. Based on three months of ethnographic fieldwork, it explores how ibasho takes shape through everyday practices within Blossom. Situated within Japan’s educational landscape, marked by rising futōkō rates and cultural expectations of schooling, it engages with anthropological, critical pedagogical, and care‑ethics perspectives of education. Rather than treating Blossom as a fixed alternative that simply provides support, it attends to how children, youths, and adults collaboratively foster a sense of safety, autonomy, and recognition through everyday routines and non‑hierarchical interactions. In this setting, autonomy emerges not as unbounded freedom but as relational practice continuously negotiated with others. The narratives of children and youths illuminate how stigma and internalized deficit views formed by prior school and futōkō experiences gradually shift as they encounter forms of care and recognition at Blossom, reclaiming confidence and new perspectives. This research traces how participants who initially relied on support gradually take on caring roles for younger children, contributing to a cycle of peer‑supported transformation. Further, it illustrates how learning and growth at Blossom unfold through everyday life, relationality, and co-created practices, offering insights into the collaborative making of ibasho and broader anthropological questions of education, childhood, and place-making, thereby challenging school‑centric assumptions that dismiss learning in such spaces as “just playing.”

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ibasho Futōkō Freie Schule Alternative Bildung Bildung Schule Schulbildung Schulabsenz Schulverweigerung Schulabsentismus Lernen Kinder Kindheit Japan Fürsorge Kritische Pädagogik Peer-Lernen Ethnografie Kinderrechte kindzentrierte Bildung schulabwesende Kinder
Schlagwörter
(Englisch)
ibasho futōkō free space free school alternative education education school schooling school non-attendance learning children childhood Japan place-making the otherwise care critical pedagogy peer learning ethnography children’s rights child-centered education school non-attendee school refusal school absenteeism
Autor*innen
Koichi Asaka
Haupttitel (Englisch)
"Nantoka naru" (it will work out)
Hauptuntertitel (Englisch)
an ethnography of "Ibasho" and school non-attendees' voices in "Furīsupēsu" (Japanese free spaces/Japanese free schools)
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
166 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Janina Meillan-Kehr
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
81 Bildungswesen > 81.40 Schulwesen. Hochschulwesen. Ausbildungswesen. Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.90 Alternative Schulformen. Privatschulen
AC Nummer
AC17823297
Utheses ID
79875
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1