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Italianismen - Sprachkontakt in Südtirol
eine Fragebogenerhebung zur lexikalischen Dynamik
Davide Rota
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Alexandra Lenz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81111
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29857.86399.146294-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Sprachkontakts in einer mehrsprachigen Gesellschaft und legt den Fokus auf die sprachliche Situation in der norditalienischen Region Alto - Adige / Südtirol. Ziel der Arbeit ist es, eine aktuelle Analyse einiger der bereits in den 70er-Jahren von Egger (1978) und Riedmann (1978) untersuchten Italianismen im Bereich der Lexik im Südtiroler Deutschen vorzunehmen. Das sekundäre Ziel war es, Lanthalers (1997) und Abfalterers (2007) Thesen zur Abnahme italienischer Entlehnungen in der Südtiroler Alltagssprache zu bestätigen oder zu widerlegen. Die forschungsrelevanten Grundlagen und der aktuelle Forschungsstand, etwa zu Sprachzentren, nationale Varietäten, Varianten usw., aber auch im Hinblick auf sprachliche Phänomene in mehrsprachigen Gesellschaften werden im ersten (theoretischen) Teil dargelegt. Im Rahmen der Forschung wurde eine Online-Umfrage zur Verwendung von Italianismen im Südtiroler Alltagsdeutsch „Italianismen – Wortschätze in Südtirol“ durchgeführt. Das Forschungsdesign und die Ergebnisse werden im zweiten (empirischen) Teil der Arbeit vorgestellt und erläutert. Die Umfrage wurde im Zeitraum von März bis Juni 2025 an verschiedenen Schulen in Bozen und Umgebung durchgeführt. Insgesamt nahmen 233 Schüler*innen an der Studie teil, die Mehrheit davon (86%) besuchte eine Oberschule / scuola superiore, während der Rest (14%) aus einer Klasse einer Landesfach- oder Berufsschule / istituto tecnico-professionale stammte. Der Großteil der Befragten sprach Deutsch (90,7%) als Erstsprache, während nur 12% Italienisch und 1,8% Ladinisch als Muttersprache angaben. Die Studie hat ergeben, dass im alltäglichen Sprachgebrauch eine gewisse dialektale Sprachtradition weiterlebt. Binnendeutsche Varianten sind den Teilnehmer*innen zwar bekannt, im Allgemeinen werden diese aber nicht häufig verwendet und auch nicht als gängig betrachtet. Außerdem wurde ein erhöhter Dialektgebrauch jeweils in Bozen (58,3% der Befragten, die in Bozen wohnen) sowie im Bozner Hinterland (97,3% der Befragten aus der Bozner Umgebung) festgestellt. Ein weiterer wichtiger Aspekt stellt die Verbreitung von Italianismen in Südtirol dar, die den Umfrageergebnissen zufolge unabhängig vom Schultyp, Wohnort und Geschlecht ist. Im Allgemeinen kann man jedoch behaupten, dass die Bozner Teilnehmer*innen über ein „standarddeutscheres“ Deutsch im Alltag verfügen als diejenigen, die im Hinterland wohnen. Interessant ist außerdem die Tatsache, dass die italienischsprachigen Befragten einen eher „hochdeutscheren“ Wortschatz mit weniger Interferenzerscheinungen aus dem Italienischen als ihre deutschsprachigen Kolleg*innen aufweisen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis addresses the topic of language contact in a multilingual society, with a focus on the linguistic situation in the northern Italian region of Alto-Adige / South Tyrol. Aim of the thesis is to provide a current analysis of Italianisms in the lexicon of South Tyrolean German, which has already been examined in the 1970s by Egger (1978) and Riedmann (1978). The secondary aim is to confirm or refute Lanthaler's (1997) and Abfalterer's (2007) theses on the decline of Italian loanwords in everyday South Tyrolean language. The current state of research, including the research-relevant basics (language centres, national variety, variants, etc.), linguistic phenomena in a multilingual society are presented in the first (theoretical) part. As part of the research, an online survey on the use of Italianisms in everyday German in South Tyrol, entitled ‘Italianisms – Vocabulary in South Tyrol’, was conducted and its results are presented and explained in the second (empirical) part. The survey was conducted between March and June 2025 at various schools in Bolzano / Bozen. A total of 233 pupils took part in the study, the majority of whom (86%) attended a high school, while the rest (14%) came from a class at a technical or vocational school. The majority of respondents spoke German (90.7%) as their first language, while only 12% stated Italian and 1.8% Ladin as their mother tongue. The study revealed that a certain dialectal linguistic tradition continues to exist in everyday language use. Although the participants are familiar with High German variants, these are generally not used frequently and are not considered common. In addition, increased dialect use was found in Bozen (58.3% of respondents living in the city) and in its hinterland (97.3% of respondents living in the vicinity of Bozen). Another important aspect is the prevalence of Italianisms in South Tyrol, regardless of school type, place of residence and gender. In general, however, it can be said that the Bolzano participants use a more ‘standard German’ in everyday life than those who live in the hinterland. It is also interesting to note that the Italian-speaking respondents have a more ‘High German’ vocabulary and less interference from Italian than their German-speaking counterparts.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachkontakt Sprachwissenschaft Südtirol Mehrsprachigkeit Sprachvariation
Autor*innen
Davide Rota
Haupttitel (Deutsch)
Italianismen - Sprachkontakt in Südtirol
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Fragebogenerhebung zur lexikalischen Dynamik
Paralleltitel (Englisch)
Italianisms - language contact in South Tyrol
Paralleluntertitel (Englisch)
a survey on lexical dynamics
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
138 Seiten, 164 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexandra Lenz
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17888656
Utheses ID
79878
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
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