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Studienabbruchsintention von Studierenden aus Nicht-EU/EWR-Ländern in Österreich im Vergleich zu EU/EWR- und österreichischen Studierenden
eine quantitative Analyse auf Basis der SOLA 2023
Asmat Jikia
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Nadia Steiber
DOI
10.25365/thesis.80952
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11731.00648.395248-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Studienabbruchsintentionen von Studierenden aus Nicht-EU/EWR-Staaten in Österreich im Vergleich zu EU/EWR- und österreichischen Studierenden. Vor dem Hintergrund der bildungspolitischen Relevanz der Studienpersistenz und der langfristigen Arbeitsmarktintegration von Studierenden aus Nicht-EU/EWR-Staaten analysiert die Arbeit, welche Faktoren Gruppenunterschiede in der Studienabbruchsintention erklären. Der theoretische Rahmen verbindet das Integrationsmodell von Tinto und das Modell für nicht-traditionelle Studierende von Bean und Metzner mit Bourdieus Kapitaltheorie sowie der Aspirationstheorie der Wisconsin School. Die empirische Analyse basiert auf Daten der Studierenden-Sozialerhebung 2023 (SOLA 2023) und erfolgt mittels binär-logistischer Regression. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende aus Nicht-EU/EWR-Staaten im Durchschnitt höhere Studienabbruchsintentionen berichten als EU/EWR- und österreichische Studierende. Dieser Gruppeneffekt wird deutlich reduziert und ist nicht mehr statistisch signifikant, wenn finanzielle Belastung sowie soziale und akademische Integration berücksichtigt werden. Die Gruppenzugehörigkeit erweist sich damit nicht als eigenständiger Risikofaktor, sondern wirkt vor allem indirekt über ungleiche Ressourcen- und Integrationsbedingungen. Die Befunde lassen sich zudem im Sinne eines Spannungsfelds zwischen hohen Bildungsaspirationen und restriktiven institutionellen Rahmenbedingungen interpretieren. Während die Aspirationstheorie auf überdurchschnittlich hohe Bildungsziele und eine starke Motivation von Studierenden aus Nicht-EU/EWR-Staaten verweist, kollidieren diese in der Praxis mit strukturellen Barrieren wie Studienbeiträgen und aufenthaltsrechtlichen Vorgaben. Die Ergebnisse zeigen, dass Studienabbruchsintentionen in dieser Gruppe nicht auf mangelnde Motivation oder Ambition zurückzuführen sind, sondern vielmehr eine Folge ungleicher Kapitalausstattung sowie institutioneller Exklusionsmechanismen im österreichischen Hochschulsystem darstellen.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines dropout intentions among students from non-EU/EEA countries studying in Austria, compared with EU/EEA and Austrian students. Given the relevance of study persistence and the long-term labour market integration of students from non-EU/EEA countries in educational policy, the thesis analyses the factors that explain differences between groups in their intention to drop out of university. The analysis draws on Tinto’s integration model, Bean and Metzner’s model of non-traditional students, Bourdieu’s theory of capital, and the Wisconsin School’s aspiration theory. Empirically, the study uses data from the 2023 Student Social Survey (SOLA 2023) and estimates binary logistic regression models. The results indicate that students from non-EU/EEA countries report higher dropout intentions on average than EU/EEA and Austrian students. However, this difference is substantially attenuated and is no longer statistically significant once financial strain as well as social and academic integration are included. Group membership, therefore, does not appear to be an independent risk factor; instead, it is largely associated with unequal resources and integration conditions. Finally, the findings can be interpreted as reflecting a tension between high educational aspirations and restrictive institutional conditions. While aspiration theory points to above-average educational goals among students from non-EU/EEA countries, these aspirations may collide with structural barriers such as tuition fees and residence-law requirements. Overall, the results suggest that dropout intentions in this group are linked less to individual deficits than to unequal capital endowments and institutional mechanisms of exclusion within Austrian higher education.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Abbruchsintentionen vergleichende Analyse finanzielle Belastung soziale Herkunft soziale Integration Kapitaltheorie Studienpersistenz Hochschulforschung Österreich
Schlagwörter
(Englisch)
Dropout intention comparative analysis financial strain social background social integration capital theory study persistence higher education research Austria
Autor*innen
Asmat Jikia
Haupttitel (Deutsch)
Studienabbruchsintention von Studierenden aus Nicht-EU/EWR-Ländern in Österreich im Vergleich zu EU/EWR- und österreichischen Studierenden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine quantitative Analyse auf Basis der SOLA 2023
Paralleltitel (Englisch)
Dropout intentions among students from non-EU/EEA countries in Austria compared with EU/EEA and Austrian students
Paralleluntertitel (Englisch)
a quantitative analysis based on the 2023 Student Social Survey
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nadia Steiber
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.12 Soziale Stratifikation. soziale Mobilität ,
81 Bildungswesen > 81.21 Soziale Ungleichheit im Bildungswesen
AC Nummer
AC17843857
Utheses ID
79906
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
