Detailansicht
Soldatenschicksale im Zweiten Weltkrieg
eine vergleichende Analyse der militärischen Kriegsopfer aus Pama und Edelstal
Dennis Friedrich Steinwandtner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Lothar Hoebelt
DOI
10.25365/thesis.80777
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11856.96459.452363-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der räumlichen und zeitlichen Verteilung der militärischen Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs der Orte Pama und Edelstal auseinander. Ausgehend von der Annahme, dass lokale und regionale Faktoren einen Einfluss auf Einsatz- und Sterbeorte österreichischer Soldaten in den deutschen Streitkräften hatten, untersucht die Studie die persönlichen und militärischen Daten der Kriegsopfer beider Gemeinden im Vergleich zueinander sowie zur Gesamtstatistik deutscher Kriegstoter. Im Fokus stehen dabei Geburts- und Sterbedaten, Todes- bzw. Vermisstenorte sowie die Zugehörigkeit zu militärischen Einheiten. Die Untersuchung basiert auf einer systematischen Auswertung archivalischer Quellen, insbesondere der Wehrstammbuchreihe des Österreichischen Staatsarchivs, der zentralen Personenkartei der ehemaligen Wehrmachtsauskunftsstelle (WASt) im deutschen Bundesarchiv sowie ergänzender Unterlagen des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Darüber hinaus werden Online-Datenbanken und zeitgenössische Zeitungsquellen heran-gezogen. Die erhobenen Daten werden tabellarisch erfasst, quantitativ analysiert und vergleichend ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Kriegstoten in beiden Gemeinden junge Männer zwischen 20 und 25 Jahren waren, die überwiegend Mannschaftsdienstgrade bekleide-ten. Räumlich lässt sich feststellen, dass über 80 % der Opfer an der Ostfront ums Leben kamen. Zeitlich fällt auf, dass gegen Kriegsende – insbesondere in den Jahren 1944 und 1945 – deutlich weniger Todesfälle zu verzeichnen sind als im Gesamtdurchschnitt deutscher Kriegstoter, was auf den ausbleibenden Einsatz des Volkssturms im Nordburgenland zurückzuführen ist. Die Analyse widerlegt teilweise die Annahme überproportional hoher Verluste beider Gemeinden im Kessel von Stalingrad. Während in Pama aufgrund der starken Zugehörigkeit zu „ostmärkischen“ Divisionen wie der 44. und 297. Infanterie-Division überdurchschnittlich hohe Verluste festgestellt werden können, zeigt sich dieses Muster in Edelstal kaum. Eben-so konnte kein erhöhter Anteil an Kriegsopfern im Balkanraum festgestellt werden, sodass sprachliche Faktoren nur eine untergeordnete Rolle spielten. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass militärische Strukturen und die Zugehörigkeit zu bestimmten Einheiten den entscheidenden Einfluss auf die räumliche und zeitliche Verteilung der Kriegstoten hatten. Die Arbeit macht zugleich den Bedarf an weiterführenden regionalvergleichenden Studien deutlich, um lokale Besonderheiten besser einordnen und verallgemeinerbare Aussagen zur Kriegserfahrung österreichischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg treffen zu können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Zweiter Weltkrieg Wehrmacht Militär Militärgeschichte Kriegsopfer Regionalgeschichte Kriegerdenkmal
Autor*innen
Dennis Friedrich Steinwandtner
Haupttitel (Deutsch)
Soldatenschicksale im Zweiten Weltkrieg
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Analyse der militärischen Kriegsopfer aus Pama und Edelstal
Paralleltitel (Englisch)
Soldiers' fates in the Second World War
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative analysis of military war casualties from Pama and Edelstal
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
106 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lothar Hoebelt
Klassifikation
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC17826441
Utheses ID
79924
Studienkennzahl
UA | 199 | 510 | 511 | 02
