Detailansicht

Von Anfang an illegal
die Anfänge und Entwicklung der Aktionskunst in der ČSSR von 1949 bis in die 1970er Jahre
Ildiko Hinterleitner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Martina Pippal
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80913
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13620.98839.789460-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ab den 1950er und frühen 1960-er Jahren begann sich eine neue Form der Kunst, die Aktionskunst, in den USA und nahezu allen Ländern West- und Osteuropas zu etablieren. Auch in der damaligen Tschechoslowakei, die aus dem Gebiet der heutigen Tschechischen und Slowakischen Republiken bestand, gab es zahlreiche avantgardistische Strömungen, die die Entwicklung der Aktionskunst begünstigten. Besonders die nicht offizielle Kunstszene, zu der auch die Aktionskunst zählte, musste sich vielen politischen Änderungen anpassen und sich bis zur politischen Wende 1989 immer wieder neu erfinden. Eine Vielzahl von Projekten zeugt von einer regen Aktivität, die sich einerseits von den ausländischen Kunsttrends inspirieren ließ, andererseits eine überraschende „organische“ Entwicklung aufweist, da nicht alle Künstler und Künstlerinnen die persönlichen Voraussetzungen oder die finanziellen Möglichkeiten hatten, um Kontakte im Ausland zu pflegen. Unabhängig von den Strömungen und Trends außerhalb der Tschechoslowakei, begannen sie bereits Ende der 1940er Jahre Aktionen, Events, Happenings und Performances zu realisieren, die ganz spezifisch waren und als typisch „tschechoslowakisch“ bezeichnet werden können. Die in die Illegalität gedrängten Protagonisten und Protagonistinnen der Aktionskunst arbeiteten oft alleine oder mit anderen Künstlern und Künstlerinnen bzw. Freunden und Freundinnen zu Hause, in der Natur, im öffentlichen Raum, oder in befreundeten Galerien. Ideenreichtum, versteckte Botschaften, Doppelsinnigkeiten, Humor und große Flexibilität waren gefragt, um eine Antwort auf die politisch-gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden. Sie verliehen der tschechoslowakischen Aktionskunst von Anfang an einen spezifischen Charakter. Den Vertretern und Vertreterinnen der Aktionskunst ging es vor allem um den freien künstlerischen Ausdruck und die Zulassung von Vielfalt und die Akzeptanz von neuen, alternativen Kunstformen in einem totalitären Regime, das die Kunst – so wie alle Lebensbereiche - ganz streng kontrollierte. Diese Arbeit stellt die Anfänge der Aktionskunst in der Tschechoslowakei vor. Eine genaue, chronologische Beschreibung der wichtigsten Aktionen soll diese Bewegung und die Bedingungen, unter denen sie entstanden ist, näher beleuchten und über die Aktionen ein möglichst detailliertes Bild liefern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aktionskunst
Schlagwörter
(Englisch)
Action Art
Autor*innen
Ildiko Hinterleitner
Haupttitel (Deutsch)
Von Anfang an illegal
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Anfänge und Entwicklung der Aktionskunst in der ČSSR von 1949 bis in die 1970er Jahre
Paralleltitel (Englisch)
Illegal from the beginning
Paralleluntertitel (Englisch)
the beginnings and development of action art in the ČSSR from 1949 to the 1970s
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
127 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Pippal
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.26 Geschichte
AC Nummer
AC17836281
Utheses ID
79962
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1