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Totenkult = Lebenskult
Panja Trixner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wittigo Keller
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29652.92811.534860-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Dichotomie zwischen Leben und Tod ist in jeder Kultur omnipräsent. Daraus resultiert eine Gradwanderung zwischen Leben und Tod, zwischen Realität und Fiktion. Rituale geben in einer Situation wie dem Tod Halt und Stabilität. Dadurch wird ein Wiedereintritt in das soziale Leben ermöglicht. Arnold van Gennep beschreibt in seinem Buch „Le Rites de Passage“, drei Phasen für den Übergang, sèperation, marginale und d`agrègation. Er beschreibt dabei einen von Riten begleiteten Zustand des Überganges von einer sozial festgelegten Ebene zur nächsten. Der Tod wird als eine „Passage“ gesehen, für die es Riten braucht, durchaus im Dreischritt der „rites de passage“ von Arnold van Gennep. Die Darstellung und die Umgangsformen mit dem Tod sind im Kontext der jeweiligen Kultur zu betrachten. Diese Kulturabhängigkeit soll anhand des Umganges mit dem Tod im deutschsprachigen Raum thematisiert werden. Dem gegenüber gestellt werden zwei ethnologische Beispiele herangezogen. Anhand des Kultes der „Santa Muerte“ und der „Días de los Muertos soll dieser Vergleich ermöglicht werden, um die Todesvorstellung einer anderen Kultur spürbar und verstehbar zu machen. In Mexiko ist der Umgang mit dem Tod in jeder Altersschicht präsent, er wird nicht tabuisiert und „totgeschwiegen“. Der Tod wird zelebriert und als durchaus positives und impulsives Element dargestellt. Der Tod ist aktives Element im alltäglichen Leben. Der Umgang mit diesem Phänomen gilt als natürlich. Dadurch entsteht kein Tabu und die Menschen lernen schon von klein auf, damit umzugehen. Durch die Erforschung des Todes lernt man eine Kultur von Innen her zu verstehen und zu deuten. Durch dieses Verständnis erfasst man eine Gesellschaft im Ganzen. Der Tod ist ein natürliches und universelles Element des menschlichen Daseins, er ist schon seit jeher ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und unserer Glaubensvorstellung. Durch den Kulturvergleich in der vorliegenden Arbeit wurde versucht andere bzw. weitere Wege im Umgang mit dem Ereignis Tod darzustellen. Durch die unterschiedliche Betrachtungsweise soll gezeigt werden, wie differenziert verschiedene Gesellschaften mit dem Phänomen Tod umgehen und welche Konsequenzen daraus resultieren.
Abstract
(Englisch)
Dichotomy between life and death is ubiquitous in every cultural civilisation and results in a tightrope walk between reality and fiction. In situations dealing with death, rituals may offer stability and the feeling of security, which is necessary for re-entering social life after experiences in terms of death. The French ethnologist Arnold van Gennep describes this phenomenon in his work “Les rites de passage” as a process taking place in three stages. The first stage “separation” deals with the replacement of the old context and is followed by “marginale”. . The third stage “aggregation” is about reconnecting to a new group, location or state of mind and can be seen as reconnecting ritua. The demonstration of, and the association with death are different in each culture and should be seen in its cultural context. The exposure to death in German speaking countries acts as one example for this cultural dependency. It is compared to the Mexican cult of “Santa Muerte” and “Días de los Muertos”. The vision of death is very present in Mexico and dealing with it is part of the every day life without breaking any taboos. Death is being celebrated and is seen as a positive and impulsive element in the circle of life. Investigations about death in its cultural context provide an insight and allow a deeper understanding for how different cultures work. This enables us to understand a society in its entireness. Death is a natural and universal element of the human being’s life .

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Tod Trauer Tabu Riten Mythen Santa Muerte Dìas de los Muertos
Autor*innen
Panja Trixner
Haupttitel (Deutsch)
Totenkult = Lebenskult
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
96 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wittigo Keller
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.56 Mythologie
AC Nummer
AC08052642
Utheses ID
8000
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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