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Poetik im Zeichen der Selbstreferenz
metareferenzielle Dramaturgie in ausgewählten Werken Tom Stoppards
Julia Maria Kollegger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Achim Hermann Hölter
DOI
10.25365/thesis.80723
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18534.95703.180177-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit nimmt das Kunstschaffen des englischen Dramatikers Tom Stoppards als analytischen Bezugsrahmen, um anhand von fünf ausgewählten Dramentexten verschiedene dramaturgische Verfahren unter der Prämisse ihrer geteilten metareferenziellen Charakteristik im Sujet der Allgemeinen Literaturwissenschaft vergleichend zu analysieren. Ausgehend von der Erkenntnis einer grundlegenden Vielfalt ihrer Erscheinungsformen erfährt die Theaterkunst in den von politischen und sozialen Umwälzungen geprägten 1960er und 1970er Jahre signifikante Veränderungen. Dramaturgen wie Samuel Beckett, Luigi Pirandello und Heiner Müller tragen mit der Dekonstruktion konventioneller Erzählstrukturen, dem Spiel mit Fragmentiertheit und Desillusionierung, sowie dem vermehrten Gebrauch ironischer, parodistischer und pastichehafter Elemente in ihren Werken maßgeblich zur Entwicklung des postmodernen Metatheaters als Reaktion auf grundlegende Prinzipien der modernistischen Ära bei. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit dem Werk Tom Stoppard, dessen Œuvre sich von einer Vielzahl an dramaturgischen Verfahren geprägt zeigt, deren gemeinsames Fundament in ihrer konstitutiv metareferenziellen Struktur zu finden ist. Diese bricht die vorliegende Masterarbeit unter Bezugnahme auf das primärliterarische Textkorpus Rosencrantz and Guildenstern Are Dead (1966), The Real Inspector Hound (1968), Arcadia (1993) sowie Travesties (1974) und Shakespeare in Love (1998) auf die sieben Strukturparameter der Realitätsebenenpluralität, des Framings, der Repetition, der Historizität, der Parodisierung sowie der Intertextualität und der sprachlichen Metaisierung herunter. Wie aufgezeigt wird, können die fünf ausgewählten Texte als einerseits paradigmatische und andererseits als durchaus innovative Exempel für die metadramatische Theaterkunst im Sinne eines postmodern-ideologischen Indeterminismus und einer semantisch-intellektualistischen Volatilität bezeichnet werden. Subsumiert verfolgt die vorliegende Arbeit in strukturell-vergleichender und funktionsorientierter Perspektive die Frage, welche strukturellen Gemeinsamkeiten und differenzierten Erscheinungsweisen metareferenzieller Verfahren in den ausgewählten Dramentexten hervortreten und in welchem Maße diese Verfahren dramaturgisch wie semantisch bzw. bedeutungskonstitutiv wirksam werden. Um sich dieser Fragestellung nähern zu können, wird das Kunstschaffen des Stoppards als Paradigma im Sujet der Allgemeinen Literaturwissenschaft als zentrales Untersuchungsfeld einer poetologisch grundierten Analyse ausgewiesen. Hierzu werden die ausgewählten Werke als literaturtheoretisches Paradigma behandelt, anhand dessen aufgezeigt wird, wie postmodernes Theater mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund operiert und in seiner ästhetischen Struktur produktiv zur Geltung bringt. Hierbei wird eine auf der Typologie des Metadramas von Vieweg-Marks (1989) sowie deren späteren Erweiterung durch Hornby (1999) und Hauthal (2009) basierende vergleichende Synthese jener Katalogisierungsversuche und derer semantischen Bedeutungen erstellt, die auf struktureller Ebene durch eine dramentextzentrierte Einbindung renommierter strukturalistischer und poststrukturalistischer Ansätze erweitert wird. Der Fokus der vorliegenden Masterarbeit liegt dabei insbesondere darauf, wie Metareferenz, verstanden als selbstreflexive Markierung und Sichtbarmachung der eigenen Konstruktionsbedingungen, in den einzelnen Dramen zur Erzeugung spezifischer Bedeutungs- und Wahrnehmungseffekte funktionalisiert wird.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Metareferenz Postdramatik Metatheater Postmoderne Tom Stoppard
Autor*innen
Julia Maria Kollegger
Haupttitel (Deutsch)
Poetik im Zeichen der Selbstreferenz
Hauptuntertitel (Deutsch)
metareferenzielle Dramaturgie in ausgewählten Werken Tom Stoppards
Paralleltitel (Englisch)
Poetics under the sign of self-reference
Paralleluntertitel (Englisch)
metareferential dramaturgy in selected works by Tom Stoppard
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
161 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Achim Hermann Hölter
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17822521
Utheses ID
80035
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
