Detailansicht
Presuppositions: a semantic phenomenon after all?
Dominik Seitlhuber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Englisch
Betreuer*in
Mathilde Eveline Keizer
DOI
10.25365/thesis.80832
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18723.97864.943012-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die nachfolgende Masterarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob Sätze, welche etwas Falsches präsupponieren, als falsch oder vielmehr als weder wahr noch falsch angesehen werden sollten. Zentral ist hierbei die Unterscheidung zwischen der pragmatischen Theorie der Präsupposition (diese wertet derartige Sätze als falsch und vertritt die Überzeugung, dass Präsupposition ein kommunikatives und kontextabhängiges Phänomen sei) und der semantischen Theorie, welche solchen Sätzen den Wahrheitswert Weder-wahr-noch-falsch zuordnet und die Ansicht vertritt, dass Präsupposition vor allem durch die Bedeutung bestimmter Wörter entsteht. Die Arbeit ist hierbei in einen non-empirischen und einen empirischen Teil unterteilt: Der nicht-empirische Aspekt der Arbeit stellt die wichtigsten Argumente für die pragmatische und die semantische Theorie vor und bewertet diese. Während im Zuge der Arbeit eingeräumt wird, dass es durchaus überzeugende Argumente zugunsten der pragmatischen Theorie der Präsupposition gibt, gelangt die Analyse dennoch zur Überzeugung, dass die Punkte, welche für die semantische Theorie sprechen, letztlich überwiegen. Der empirische Teil dagegen beruht auf einer Studie, in welcher 58 kompetente Englischsprecher*innen in fünf Szenarien mit Präsuppositionsversagen zu ihren Wahrheitsurteilen befragt wurden. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, ob die intuitiven Urteile der Befragten eher den Vorhersagen der pragmatischen Theorie oder eher jenen der semantischen entsprechen. Die Ergebnisse der Studie sind hierbei nicht eindeutig, insofern, als sich zwar eine leichte Tendenz in Richtung der semantischen Theorie der Präsupposition beobachten lässt, die Unterschiede aber in allen fünf Szenarien relativ gering ausfielen. In den Szenarien 1 bis 3, welche sich mit definiten Deskriptionen auseinandersetzten, favorisierte eine knappe absolute Mehrheit der Befragten die Antwortmöglichkeit, wonach die Äußerung weder wahr noch falsch sei. In den Szenarien 4 und 5 hingegen erzielte keine der zur Verfügung stehenden Antwortmöglichkeiten eine absolute Mehrheit, wobei die relative Mehrheit der Antworten wiederum auf weder wahr noch falsch entfiel.
Abstract
(Englisch)
The following master’s thesis has the aim to investigate, whether sentences that suffer from presupposition failure are to be regarded as false or rather as neither true nor false. In this regard, it is important to distinguish between the pragmatic and the semantic account of presupposition: The former predicts that such sentences are neither true nor false (and holds the opinion that presupposition is a phenomenon that arises mainly due to communicative intentions and context), whereas the semantic view predicts truth-value gaps in such scenarios (and takes presupposition to be a result of the literal meaning of words). This thesis is divided into a non-empirical and an empirical part: The non-empirical aspect presents and evaluates the most important arguments for and against the pragmatic and the semantic account of presupposition. While this thesis grants that there are some decent arguments in favour of the pragmatic view, it ultimately comes to the conclusion that the arguments that support the semantic account of presupposition outweigh them. The empirical part, on the other hand, is based on a study among 58 competent speakers of English. In the survey, participants were confronted with five different scenarios in which an utterance with presupposition failure occurs and they are supposed to provide their intuitive truth-value judgements. The aim of the study was to find out whether the intuitive truth-value judgements are more closely aligned with the pragmatic account of presupposition or rather with the semantic view. The results of the survey are ambiguous, insofar as the truth-value judgement neither true nor false was only slightly more popular than true or false. In scenarios 1 to 3, which all featured utterances containing definite descriptions, the majority of participants regarded the sentence as neither true nor false. In scenarios 4 and 5, however, neither true nor false only received a plurality of the votes, with a significant number of people taking the sentence to be true or false.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Präsupposition
Schlagwörter
(Englisch)
presupposition
Autor*innen
Dominik Seitlhuber
Haupttitel (Englisch)
Presuppositions: a semantic phenomenon after all?
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
80 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Mathilde Eveline Keizer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17827829
Utheses ID
80050
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 507 | 02
