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Das berufliche Selbstverständnis von Lehrenden im Kontext der Digitalisierung
Barbara Eder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
DOI
10.25365/thesis.81506
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18751.26889.155397-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beleuchtet das Wirkungsgefüge zwischen normativen Rollenanforderungen im Berufsfeld, digitalisierungsbezogenen Überzeugungen und Einstellungen und dem digitalen beruflichen Selbstverständnis von Lehrenden im Kontext der Digitalisierung des Schulwesens. Ein zentraler Befund der Studie ist, dass das berufliche Selbstverständnis der Lehrenden angesichts der Digitalisierung durch Unsicherheit charakterisiert ist. Im Umgang mit dieser Unsicherheit konnten fünf unterschiedliche Typen identifiziert werden, die sich entlang ablehnender und akzeptierender Überzeugungen zur Digitalisierung als gesellschaftliches Phänomen und zur Digitalisierung der schulischen Praxis im Lehr-Lern Kontext sowie hinsichtlich der digitalen Kompetenzüberzeugungen unterscheiden lassen, wobei eine gering ausgeprägte digitale Kompetenzüberzeugung mit ablehnenden digitalen Überzeugungen einherging. Über die Typen hinweg bestand eine ablehnende Einstellung gegenüber den Anforderungen und Erwartungen der Bildungspolitik (Digitalisierungsagenda). Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die zunehmende Digitalisierung im Schulwesen bei gleichzeitiger Heterogenität von bildungspolitischen Anforderungen und Erwartungen bei den Lehrenden eine Entwicklung hin zu externalen Kontrollüberzeugungen, ungünstige Denkmuster als Einzelkämpfer:innen (Isolation) und die Ablehnung der bildungspolitisch vorgegebenen Anforderungen befördert. Als wesentliche Ansatzpunkte zur Stabilisierung des digitalen beruflichen Selbstverständnisses von Lehrenden werden spezifische digitale Überzeugungen, die Aneignung digitaler Kompetenzen, die Stärkung der Grundbedürfnisse (Soziale Eingebundenheit und Autonomie) sowie die Implementierung von standardisierten, kompetenzorientierten digitalisierungsbezogenen Anforderungen (Digitalisierungskonzept am Schulstandort) durch die Autorin aufgezeigt. Die Ergebnisse beruhen auf zwei Gruppendiskussionen mit Lehrenden (N=8), die mithilfe der dokumentarischen Methode ausgewertet wurden.
Abstract
(Englisch)
The present study examines the interplay between normative role expectations within the teaching profession, digitalization-related beliefs, and teachers’ digital professional self-concept in the context of the ongoing digital transformation of the school system. A central finding of the study is that teachers’ professional self-concept in times of digitalization is characterized by uncertainty. In dealing with this uncertainty, five distinct types were identified, which differ along a continuum of rejecting versus accepting beliefs regarding digitalization as a societal phenomenon and the digitalization of teaching and learning practices, as well as in terms of their digital competence beliefs. Low levels of perceived digital competence were associated with more negative beliefs about digitalization. Across all types, a critical stance toward educational policy requirements and expectations was evident. Furthermore, the findings indicate that increasing digitalization in schools - combined with heterogeneous and sometimes inconsistent educational policy demands - tends to foster more external locus of control beliefs among teachers, unfavorable cognitive patterns characterized by a “lone fighter” mentality (isolation), and resistance toward politically mandated digitalization requirements. The author identifies several key starting points for stabilizing teachers’ digital professional self-concept: the development of specific positive digital beliefs, the acquisition of digital competencies, the strengthening of basic psychological needs (relatedness and autonomy), and the implementation of standardized, competence-oriented digitalization requirements (e.g., a school-based digitalization concept). The results are based on two group discussions with teachers (N = 8), which were analyzed using the documentary method.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Berufliches Selbstverständnis von Lehrenden Digitalisierung Digitalisierungsbezogene Überzeugungen und Einstellungen Professionalisierung Digitales Selbstverständnis Rollenerwartungen Dokumentarische Methode
Schlagwörter
(Englisch)
Teachers´ Professional Self-Concept Digitalization Digital beliefs Teachers’ digital competence-related beliefs Education Digital teaching competence Documentary method Role expectations
Autor*innen
Barbara Eder
Haupttitel (Deutsch)
Das berufliche Selbstverständnis von Lehrenden im Kontext der Digitalisierung
Paralleltitel (Englisch)
Teachers' professional self-concept in the context of digitalization
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
106 Seiten, 52 Seiten in verschiedenen Seitenzählungen : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.93 Angewandte Psychologie
AC Nummer
AC17923057
Utheses ID
80055
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
