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Zur Problematik der Trainingssteuerung über die Belastungsintensität bei fixierten Wiederholungszahlen im Krafttraining
interindividuelle und intraindividuelle Unterschiede bei den Übungen Bankdrücken und Bankziehen
Martin Heller
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Harald Tschan
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8882
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29479.99160.297453-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aufgrund zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse (Boeckh-Behrens & Buskies, 2007, S. 66-70; Buskies & Boeckh-Behrens, 1999, S. 4-8; Feigenbaum et al., 1998, S. 110-113; Fröhlich, Klein, Felder, Emrich & Schmidtbleicher, 2002a, S. 41-45; Fröhlich et al., 2002b, S. 79-83 Fröhlich & Schmidtbleicher, 2003, S. 54-58; Hoeger, Barette, Hale & Hopkins, 1987, S. 11-13; Hoeger, Hopkins, Barette & Hale, 1990, S. 47-54; Marschall & Fröhlich, 1999, S. 311-315; Shimano, Kraemer, Spiering, Volek & Hatfield, 2006, S. 819-823) kann weder angenommen werden, dass im Kraftraining bei einer gegebenen Intensität eine zugeordnete Wiederholungszahl realisiert werden kann, noch aus einer maximal realisierten Anzahl von Wiederholungen die Intensität vorhergesagt werden kann. Ziel dieser Arbeit war es die aktuelle Forschungslage anhand einer empirischen Untersuchung zu überprüfen. Hierzu absolvierten 24 gesunde männliche Probanden (Alter 23,8 ± 2,5 Jahre, Körpergröße 181,1 ± 6,4 cm, Gewicht 77,3 ± 6,4 kg) nach der Durchführung eines Maximalkrafttest bei den Übungen Bankdrücken und Bankziehen die maximal möglichen Wiederholungszahlen mit 50, 70 und 90% der individuellen Maximalkraft bei den jeweiligen Übungen. Statistisch gesehen gab es bei den maximal möglichen Wiederholungszahlen weder bei 50 noch bei 70 oder 90% signifikante Unterschiede. Im direkten Vergleich variieren die Wiederholungszahlen der beiden Übungen Bankdrücken und Bankziehen bei den verschiedenen Intensitäten jedoch zum Teil erheblich. So erreichte beispielsweise jener Proband, der bei der Übung Bankdrücken mit 50% der Maximalkraft 30 Wiederholungen realisierte, bei der Übung Bankziehen mit 50% nur 21 Wiederholungen. Umgekehrt war jedoch ein anderer Proband bei der Übung Bankziehen mit 50% in der Lage 37 korrekte Wiederholungen durchzuführen, bei der Übung Bankdrücken mit 50% kam er jedoch lediglich auf 28 Wiederholungen. Auch die Minimum- und Maximumwerte der einzelnen Probanden bei den gegebenen Belastungsintensitäten verdeutlichen die großen Unterschiede zwischen den Individuen in der maximal möglichen Wiederholungszahl für eine gegebene prozentuelle Intensität. So konnte bei der Übung Bankdrücken ein Proband mit 70% immerhin 20 Wiederholungen durchführen, währenddessen andere Probanden lediglich im Stande waren mit der gleichen Intensität nur elf Wiederholungen durchzuführen. So würde es sich bei dem eben genannten Beispiel bei den elf Wiederholungen eher um ein Muskelaufbautraining, bei den 20 Wiederholungen Übung eher um ein Kraftausdauertraining handeln. Zusammenfassend ist also festzuhalten, dass sich eine differente Belastungssituation bezogen auf eine gegebene Prozentzahl somit sowohl interindividuell, als auch intraindividuell ergeben kann. Diese Unterschiede sind vereinzelt so gravierend, dass für einen Teil der Probanden nicht mehr von einer sinnvollen Trainingssteuerung und Trainingsplanung gesprochen werden kann. In der Untersuchung kann somit bestätigt werden, dass eine Trainingssteuerung im Krafttraining über Prozentangaben mit einer Zuordnung von Wiederholungszahlen nicht möglich ist.
Abstract
(Englisch)
Numerous scientific investigations about resistance training (Boeckh-Behrens & Buskies, 2007, S. 66-70; Buskies & Boeckh-Behrens, 1999, S. 4-8; Feigenbaum et al., 1998, S. 110-113; Fröhlich, Klein, Felder, Emrich & Schmidtbleicher, 2002a, S. 41-45; Fröhlich et al., 2002b, S. 79-83; Fröhlich & Schmidtbleicher, 2003, S. 54-58; Hoeger, Barette, Hale & Hopkins, 1987, S. 11-13; Hoeger, Hopkins, Barette & Hale, 1990, S. 47-54; Marschall & Fröhlich, 1999, S. 311-315; Shimano, Kraemer, Spiering, Volek & Hatfield, 2006, S. 819-823) indicate that neither at a given intensity an assigned number of repetitions can be realized, nor that out of a maximum number of repetitions the intensity can be predicted. The aim of this study was the examination of the current research situation on the basis of an experimental study. Therefore 24 healthy male participants (age 23.8 ± 2.5 years, heigth 181.1 ± 6.4 cm, weight 77.3 ± 6.4 kg) completed a one repetition maximum bench press test and a one repetition maximum bench pull test. Afterwards the maximum possible numbers of repetitions at individual intensities of 50, 70 and 90% was measured for the respective exercises. Statistically there were no significant differences in the maximum possible number of repetitions, neither at 50, 70 nor 90% relative intensity. In direct comparison, the number of repetitions of the two exercises, bench press and bench pull, vary significantly at various intensities. For example the participant who realized 30 repetitions in the bench press exercise at 50% intensity, was able to reach only 21 repetitions in the bench pull exercise at 50% intensity. Vice versa another participant was able to perform 37 correct repetitions in the bench pull exercise at 50% but managed only 28 repetitions in the bench press exercise at 50%. Furthermore, the minimum and maximum repetitions of individual participants at the given load intensities illustrate huge variations between the individual maximum repetitions at a given relative intensity. Such as one participant who was able to perform at least 20 repetitions in the bench press exercise at 70%, while other subjects were only able to carry out 11 repetitions with the same relative intensity. As the latter example illustrates it is very difficult to distinguish between hypertrophy training at 11 repetitions and the strength endurance training at 20 repetitions. In summary it can be concluded, those different load situations can occur for given relative intensities not only inter-individual but as well intra-individual. These differences are occasionally so severe that for some subjects an efficient training control and training schedule cannot be derived any longer. Thus it can be confirmed that resistance training controlled by relative intensities with assigned repetitions is not reasonable.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Krafttraining Maximalkrafttest Trainingssteuerung Belastungssteuerung
Autor*innen
Martin Heller
Haupttitel (Deutsch)
Zur Problematik der Trainingssteuerung über die Belastungsintensität bei fixierten Wiederholungszahlen im Krafttraining
Hauptuntertitel (Deutsch)
interindividuelle und intraindividuelle Unterschiede bei den Übungen Bankdrücken und Bankziehen
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
101 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Tschan
Klassifikation
76 Sport, Freizeit, Erholung > 76.10 Sport, Sportwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08044541
Utheses ID
8006
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
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