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Budgetbegleitgesetz 2025
mittelbare Anteilsvereinigung als neuer Steuertatbestand im Grunderwerbsteuergesetz
Martina Wölbitsch
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Familienunternehmen und Vermögensplanung
Betreuer*in
Daniel Varro
DOI
10.25365/thesis.80983
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19615.11548.485270-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit dem Budgetbegleitgesetz 2025 (BBG 2025) wurde das österreichische Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) erneut reformiert und insbesondere im Bereich der sogenannten „Share Deals“ deutlich verschärft. Ziel der Novelle ist es, bislang bestehende Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Grunderwerbsteuer weiter einzuschränken. Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Neuerungen des GrEStG mit besonderem Fokus auf die neu eingeführte Besteuerung mittelbarer Anteilsvereinigungen und -übertragungen gem § 1 Abs 3 Z 2 GrEStG. Während nach der bisherigen Rechtslage ausschließlich unmittelbare Anteilsverschiebungen an grundstückshaltenden Gesellschaften steuerpflichtig waren, erfasst das Gesetz nunmehr auch Anteilsübertragungen auf übergeordneten Beteiligungsebenen. Damit wurde eine bislang bestehende gesetzliche Lücke geschlossen, die grunderwerbsteuervermeidende Gestaltungen über mehrstufige Beteiligungsstrukturen ermöglichte. Zunächst werden die systematischen Änderungen des Gesetzes überblicksartig dargestellt. Dazu zählen insbesondere die Neuregelung des Gesellschafterwechsels und der Anteilsvereinigung und -übertragung mit einer Absenkung der maßgeblichen Beteiligungsschwelle auf 75%, die Einführung der Erwerbergruppe, der Börsenklausel sowie der Sonderbestimmungen für Immobiliengesellschaften. Diese Änderungen führen insgesamt zu einer deutlichen Ausweitung der steuerlichen Tatbestände und erhöhen die Komplexität der Rechtsanwendung. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Analyse der mittelbaren Anteilsvereinigung anhand ausgewählter Beispiele, die durch grafische Darstellungen veranschaulicht werden. Dabei werden die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen, die Berechnung der mittelbaren Beteiligungsquote sowie die gesetzlich normierten Vorrangregeln systematisch untersucht. Besonderes Augenmerk gilt den in der Praxis auftretenden Auslegungsfragen. Darüber hinaus werden Vollzugsprobleme und praktische Herausforderungen aus der Perspektive der rechtsberatenden Praxis beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Neuregelung mit erheblichen Rechtsunsicherheiten sowie einem erhöhten administrativen Aufwand für Steuerpflichtige und Behörden verbunden ist.
Abstract
(Englisch)
With the Budgetbegleitgesetz 2025 (BBG 2025), the Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) was once again amended and significantly tightened, particularly in the area of “share deals.” The objective of the reform is to further restrict previously existing structuring options aimed at avoiding real estate transfer tax. This thesis examines the key amendments to the GrEStG, with particular emphasis on the newly introduced taxation of indirect share consolidations and share transfers pursuant to § 1 Abs 3 Z 2 GrEStG. Under the previous legal framework, only direct transfers of shares in property-owning companies were subject to real estate transfer tax. The amended legislation now also covers share transfers at higher levels within corporate ownership structures. In doing so, it closes a previously existing statutory loophole that had enabled tax-avoidance structures through multi-tiered participation chains. The paper first provides an overview of the Act’s systematic amendments. These include, in particular, the re-regulation of changes in the shareholder structure and share consolidations and transfers, combined with a reduction of the relevant participation threshold to 75%, the introduction of the concept of an “acquirer group”, the stock ex-change clause, as well as special provisions for real estate companies. Taken together, these amendments result in a considerable expansion of the taxable events and increase the complexity of legal applicability. The thesis focuses on the analysis of indirect share consolidations, illustrated by selected examples and graphical representations. It examines the statutory requirements, the calculation of indirect participation quotas, and the legally established priority rules in a systematic manner. Particular attention is given to interpretative issues arising in practical application. Furthermore, enforcement issues and practical challenges are analysed from the perspective of legal advisory practice. The findings demonstrate that the reform is associated with significant legal uncertainties and increased administrative burdens for taxpayers and tax authorities.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
§ 1 Abs 3 GrEStG mittelbare Anteilsvereinigung Budgetbegleitgesetz 2025 BBG 2025
Autor*innen
Martina Wölbitsch
Haupttitel (Deutsch)
Budgetbegleitgesetz 2025
Hauptuntertitel (Deutsch)
mittelbare Anteilsvereinigung als neuer Steuertatbestand im Grunderwerbsteuergesetz
Paralleltitel (Englisch)
Budgetbegleitgesetz 2025
Paralleluntertitel (Englisch)
introducing indirect share consolidation as a new taxable event
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
XI, 49 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniel Varro
Klassifikation
86 Recht > 86.73 Steuerrecht
AC Nummer
AC17849299
Utheses ID
80070
Studienkennzahl
UA | 999 | 085 | |
