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Power in healthcare
discussing buprenorphine for opioid use disorder treatment
Miakoda Alexandra Plude
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Christian Haddad
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80772
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19623.97505.865828-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Pathologisierung von Sucht ist ein weithin anerkanntes medizinisches Phänomen, dennoch sind die Reaktionen auf Opioidkonsumstörungen (OUD) in den USA sehr unterschiedlich und reichen von Inhaftierung bis hin zu langfristiger medikamentöser Behandlung. Oftmals korreliert dies mit der ethnischen Zugehörigkeit und der sozialen Schicht des Patienten. Neben dieser Variabilität außerhalb des medizinischen Bereichs variieren auch die Reaktionen innerhalb des medizinischen Bereichs stark, da das Gesundheitswesen zunehmend als Markt fungiert. Medikamentöse Behandlungen wie Buprenorphin tragen nachweislich zur Überwindung der physiologischen Opioidabhängigkeit bei, werden aber weiterhin zu selten eingesetzt. Angehörige der Gesundheitsberufe sind Gegenstand qualitativer Studien geworden, da Forscher versuchen zu verstehen, warum Buprenorphin trotz seines Status als Goldstandard weiterhin zu selten angewendet wird. In einem ähnlichen Ansatz führe ich eine kritische Diskursanalyse (CDA) an fünf qualitativen wissenschaftlichen Artikeln durch und analysiere dabei Machtverhältnisse in den Beziehungen zwischen Angehörigen der Gesundheitsberufe. Neben der Untersuchung, wie sich diese Faktoren auf die Anwendungsraten von Buprenorphin auswirken, analysiere ich, wie sie die fortschreitende Kommerzialisierung der Sucht reproduzieren oder in Frage stellen. Ich untersuche den Diskurs der medizinischen Fachkräfte, die Forschungsartikel, in denen dieser Diskurs eingebettet ist, und den größeren sozialen Kontext eines gewinnorientierten Gesundheitssystems. Aus einer STS-Perspektive analysiere ich die Machtdynamiken, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung von Buprenorphin entwickelt haben, und analysiere die Ideologien, Praktiken und Werte verschiedener ideologischer Ansätze in der Versorgung sowie deren Beteiligung an der Reproduktion eines Suchtmarktes. Dabei identifiziere ich drei unterschiedliche Machtansätze bei denjenigen, denen die soziale Verantwortung für die Gesundheitsversorgung anvertraut ist. Der autoritäre und der wohlwollende Anbieter reproduzieren hierarchische Machtstrukturen, wobei der autoritäre Anbieter diese Macht als Richter ausübt und der wohlwollende Anbieter sie als Elternteil ausübt. Der Unterschied liegt in der Fürsorge für den Patienten. Interventionen können an diese Machtansätze angepasst werden, um einen dritten Anbietertypus hervorzubringen. Ein Anbieter, der die Kompetenzen seiner Patienten in den Mittelpunkt stellt, hat seine professionelle Macht zurückgestellt und verfolgt einen menschenzentrierten Ansatz in der Behandlung von Opioidkonsumstörungen, wodurch Zusammenarbeit und Neugierde gefördert werden. Mit zunehmender Verbreitung dieses Ansatzes wird der Einsatz von Buprenorphin aufgrund der medizinisch begründeten Nachfrage naturgemäß zunehmen.
Abstract
(Englisch)
The pathologization of addiction is a widely accepted medical phenomenon, yet responses to Opioid Use Disorder (OUD) are highly varied within the U.S. ranging from incarceration to long-term pharmaceutical treatment, often correlated to the race and class of the patient. In addition to variability outside of medical spaces, responses within medical spaces are highly varied as well, as healthcare has come to function as a market. Pharmaceutical treatments such as buprenorphine are proven to assist in the recovery of physiological dependence to opioids, but remain underutilized. Healthcare practitioners have become the subject of qualitative studies as researchers attempt to understand why the underuse of buprenorphine continues despite being considered the gold standard of care. In a similar approach, I conduct a Critical Discourse Analysis (CDA) on five qualitative academic articles, analyzing articulations of power in healthcare practitioner relationships. Beyond examining how these impact the rates of use in buprenorphine treatment, I examine how these reproduce or challenge the ongoing marketization of addiction. I examine the healthcare practitioners’ discourse, the research articles the discourse is situated within, and the larger social context of a profit-first healthcare system. Using an STS perspective, I examine the power dynamics that have evolved around the use of buprenorphine, analyzing the ideologies, practices, and values of different ideological approaches to care and their participation in reproducing a market of addiction. In this process I identify three distinct approaches to power among those entrusted with the social responsibility of providing healthcare to society. The authoritarian provider and benevolent provider reproduce top-down power structures, but where the former practices this as a judge, the latter practices this as a parent, the difference being care for the patient. Interventions can be adjusted to accommodate these approaches to power in order to produce a third type of provider. A capabilities provider has de-centered their professional power and provides a people-first approach to OUD treatment, fostering practices of collaboration and curiosity. As more providers adjust to a capabilities approach, the use of buprenorphine will naturally grow to meet a medically informed demand.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Buprenorphin Gesundheitswesen Opioidkonsumstörung Wert Macht Science Technology Society
Schlagwörter
(Englisch)
Buprenorphine Healthcare Opioid Use Disorder Value Power Science Technology Society
Autor*innen
Miakoda Alexandra Plude
Haupttitel (Englisch)
Power in healthcare
Hauptuntertitel (Englisch)
discussing buprenorphine for opioid use disorder treatment
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christian Haddad
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC17826372
Utheses ID
80072
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1