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Corporate sustainability and postgrowth in the light of predominant economic discourse
David Bennek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Aveed Raha
DOI
10.25365/thesis.80838
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19632.95874.256679-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht kritisch die Nachhaltigkeit von Unternehmen im Rahmen der vorherrschenden wirtschaftlichen Diskurse, analysiert, wie wachstumsorientierte Paradigmen die Unternehmenspraxis prägen, und untersucht Postwachstum als praktikable Alternative. Das Konzept des ewigen Wachstums ist tief in den theoretischen Grundlagen der zeitgenössischen makroökonomischen Politik und der Wirtschaftstätigkeit verankert. Durch die kritische Untersuchung methodischer Annahmen, Ziele und Implikationen wird deutlich, dass die vorherrschenden Wachstumsmodelle zunehmend unvereinbar mit den planetarischen Grenzen und dem gesellschaftlichen Wohlergehen sind. Umweltprobleme wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und Verlust der biologischen Vielfalt stehen in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Expansion. Während das politisch-ökonomische Paradigma traditionell die schädlichen Dynamiken des Kapitalismus kritisiert, ist in den letzten Jahrzehnten die Kritik an traditionellen, wachstumsorientierten Modellen lauter geworden, da die Wirtschaftspolitik keine glaubwürdigen Lösungen für moderne Probleme bietet. Kapitel 1 schafft eine kritische Grundlage für die Analyse aktueller Wirtschaftssysteme und unterstreicht die Bedeutung der Erforschung nachhaltiger, gerechter und ökologisch tragfähiger Alternativen. Kapitel 2 untersucht Formen des Wohlstands und des gesellschaftlichen Wohlergehens und zeigt, wie eine übermäßige Fokussierung auf das BIP als einzigen wirtschaftlichen Parameter nicht quantifizierbare Aspekte des Wohlstands untergräbt und gleichzeitig die Ungleichheit verstärkt. Um einen bedeutenden Wandel zu erreichen, ist ein Paradigmenwechsel hin zu ökologischer Nachhaltigkeit und eine Umstrukturierung der Wirtschaft erforderlich. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen Veröffentlichungen herausgebracht und sich dafür eingesetzt, über die Unveränderlichkeit des Wachstums als Hauptmaßstab für wirtschaftlichen Wohlstand hinauszuschauen. Das Ergebnis war die Entstehung des Postwachstumsparadigmas, das eine eigene, transdisziplinäre Perspektive auf nachhaltige, gerechte und ganzheitliche Ansätze in der Wirtschaft bietet. Spezifikationen wie die Degrowth-Theorie fördern die Neutralität gegenüber dem Wirtschaftswachstum und betonen die Notwendigkeit, wirtschaftliche Ziele neu auszurichten und alternative Indikatoren für Wohlstand zu entwickeln. Kapitel 3 analysiert dieses neue Paradigma und zeigt auf, wie eine Verlagerung hin zu einer starken Nachhaltigkeit eine widerstandsfähigere Gesellschaft schaffen könnte, die innerhalb der planetarischen Grenzen agiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Gesellschaft traditionelle Wirtschaftsmodelle überdenken und einen transformativen Weg mit methodischer Offenheit einschlagen muss, anstatt sich auf einen eindimensionalen Maßstab für Wohlstand zu konzentrieren. Das Ergebnis muss eine Steigerung der ökologischen Integrität, der sozialen Gerechtigkeit und eine Neuausrichtung der wirtschaftspolitischen Ziele sein. Der Übergang zu einem radikal anderen Wirtschaftssystem ist jedoch mit Schwierigkeiten und Einschränkungen verbunden. Er würde erhebliche kulturelle, institutionelle und politische Veränderungen, den Abbau von Machtstrukturen und große demokratische Mehrheiten erfordern. Kapitel 4 empfiehlt praktische Schritte zur Neudefinition gesellschaftlicher Erfolgskennzahlen und zur Umsetzung verbindlicher Umweltbudgets. Es betont auch die Bedeutung der Förderung gemeindebasierter wirtschaftlicher Aktivitäten und lokaler Initiativen. Insgesamt erscheint eine Umstellung auf eine auf Postwachstum ausgerichtete Politik als nicht praktikabel. Dennoch bietet das Postwachstumsparadigma eine vielversprechende Richtung für die zukünftige Forschung zur Angleichung wirtschaftlicher Aktivitäten an ökologische Grenzen und gesellschaftliche Bedürfnisse.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nachhaltigkeit Postgrowth Degrowth Economic paradigm History of Economic thought Methodology of Economics Economic Theory Well-being Welfare
Autor*innen
David Bennek
Haupttitel (Englisch)
Corporate sustainability and postgrowth in the light of predominant economic discourse
Paralleltitel (Deutsch)
Unternehmerische Nachhaltigkeit und Postwachstum im Lichte des vorherrschenden wirtschaftlichen Diskurses
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
178 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Aveed Raha
AC Nummer
AC17827942
Utheses ID
80073
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
