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The origin, functioning, and the end of the Soviet economic enterprises in Austria (USIA), 1945-1955
Olga Malashkina
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie Geschichte
Betreuer*in
Wolfgang Mueller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81806
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19651.06636.302776-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Potsdamer Konferenz von 1945, die sich mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg befasste, wies der UdSSR das ehemalige Deutsche Eigentum zu. Um die Kontrolle über verschiedene Unternehmen in ihren Besatzungszonen in ganz Europa, einschließlich Österreich, zu behaupten, überarbeitete die UdSSR den Begriff Demontage und übernahm eine weit gefasste Auslegung des Begriffs “Deutsches Vermögen,” was ihre wirtschaftliche Präsenz insbesondere in Österreich beeinflusste. Zwischen 1945 und 1946 konsolidierte die Sowjetunion ihre wirtschaftlichen Aktivitäten in Österreich durch: das sowjetische Erdölunternehmen — SMV (ab September 1945), die Donauschifffahrtsgesellschaft — DDSG (ab Februar 1946) und die Verwaltung für sowjetisches Eigentum in Österreich — USIVA (ab März 1946). Diese Entwicklungen führten zu einem Phänomen sowjetischer Unternehmen im Ausland, das Selbstverwaltung und Selbstfinanzierung im Rahmen der von der sowjetischen Regierung festgelegten Preise unter der Leitung des von Anastas Mikojan geführten Ministeriums für Außenhandel ermöglichte. Zur Koordinierung dieser wachsenden Interessen und zur Überwachung des gesamten durch Reparationen erworbenen Auslandsvermögens gründete die Sowjetunion am 10. April 1946 die GUSIMZ (Hauptverwaltung für sowjetisches Eigentum im Ausland). Die Ziele waren harte Devisen und materielle Ressourcen, außerdem diente sie als politisches und wirtschaftliches Druckmittel, insbesondere bei den Verhandlungen über den österreichischen Staatsvertrag. Anfangs lukrativ, sahen sich die sowjetischen Wirtschaftsunternehmen ab 1948 zunehmenden Herausforderungen gegenüber — insbesondere durch die Umsetzung des Marshallplans, der die österreichische Wirtschaft belebte und neue Konkurrenz entstehen ließ. In den 1950er Jahren führten die Abwertung des Schillings und Handelsbeschränkungen zu weiteren Einschränkungen sowjetischer Aktivitäten, was eine strategische Umorientierung auf die Sowjetischen Märkte und Ostblockländer nach sich zog. Um dem Schillingmangel entgegenzuwirken, eröffnete die UdSSR ein Netzwerk von Diskontläden in Österreich, über das Waren aus Osteuropa verkauft wurden. Ab 1952 wurde die USIA zudem zu einem Hebel zur Unterstützung der KPÖ. Diese Forschung, gestützt auf neu freigegebene Quellen russischer Archive und amerikanischer Nachrichtendienste, zielt darauf ab, die Verwaltungsstruktur, wirtschaftlichen Strategien und politischen Verflechtungen der sowjetischen Präsenz in Österreich während der Besatzungszeit (1945–55) zu beleuchten.
Abstract
(Englisch)
The Potsdam Conference of 1945, while addressing post-war reconstruction, assigned certain former German assets to the USSR. To assert control over various enterprises within the areas it occupied in Europe, including Austria, the USSR reinterpreted the term “removal” and adopted an expansive interpretation of “German assets” contained in the Potsdam Conference decisions. In doing so, it strengthened its economic presence, particularly in Austria. Between 1945 and 1946, the Soviet Union consolidated its economic activities in Austria through the Soviet oil enterprise — SMV (from September 1945), the Danube Shipping Company — DDSG (confiscated and reorganized under Soviet authority in February 1946), and the Administration for Soviet Property in Austria — USIVA (from March 1946). These developments produced a distinctive phenomenon: Soviet enterprises operating abroad with self-financing rights (khozraschet) under the Ministry of Foreign Trade, headed by Anastas Mikoyan. To coordinate these expanding interests and oversee all foreign property obtained through reparations, the Soviet Union established GUSIMZ (the Main Directorate of Soviet Property Abroad) on April 10, 1946. Its goals included acquiring hard currency and material resources; additionally, it served as an instrument of political and economic leverage, particularly during the contentious negotiations surrounding the Austrian state treaty. Initially dominant, Soviet economic operations faced growing challenges following the launch of the Marshall Plan in 1948, which revitalized the Austrian economy and increased competition. By the 1950s, Schilling devaluation and trade embargoes further constrained Soviet enterprises, leading to a strategic shift towards USSR and the Eastern Bloc markets. To combat Schilling shortage, the USSR opened a network of discount retail shops in Austria, channeling goods via Eastern Europe. Moreover, from 1952 onward, USIA became a tool in the pursuit of ‘democratization’ and in supporting the Communist Party of Austria. This research, drawing on Soviet sources and US intelligent service documents, including newly declassified ones, seeks to illuminate the administrative structure, economic strategies, and political entanglements of the USSR’s presence in Austria during the occupation period (1945–55).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
USIA GUSIMZ Deutsches Eigentum Österreich Reparationen Mikojan der Marshallplan der Kalte Krieg
Schlagwörter
(Englisch)
USIA GUSIMZ German assets khozraschet reparations Mikoyan the Marshall Plan the Cold War
Autor*innen
Olga Malashkina
Haupttitel (Englisch)
The origin, functioning, and the end of the Soviet economic enterprises in Austria (USIA), 1945-1955
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
226 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Sari Autio-Sarasmo ,
Walter Iber
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.74 Russland
AC Nummer
AC17988863
Utheses ID
80076
Studienkennzahl
UA | 792 | 312 | |
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