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The binding power of basic income
an instrument for social cohesion in developing and post-conflict settings?
Diana Bashur
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: Politikwissenschaft
Betreuer*in
Barbara Prainsack
DOI
10.25365/thesis.81616
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20379.96089.754817-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Meine Dissertation untersucht das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als politisches Instrument zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in Entwicklungs- und Postkonfliktgebieten. Das BGE hat in der öffentlichen Debatte an Bedeutung gewonnen, da es das Potenzial besitzt, Ungleichheiten zu verringern und wichtige Entwicklungsindikatoren zu verbessern. Die Relevanz des sozialen Zusammenhalts für die internationale Entwicklung beruht auf der allgemeinen Übereinstimmung, dass Entwicklungspolitiken umso wirksamer sind, je stärker der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft ist. Während der soziale Zusammenhalt weltweit relativ stabil war, haben BGE-Pilotprojekte die Ergebnisse im Hinblick auf den sozialen Zusammenhalt innerhalb ihrer kurzen Laufzeit von maximal zwei Jahren verbessert. Die Dissertation untersucht diese Beobachtung kumulativ durch drei veröffentlichte Artikel. Ich untersuche die Auswirkungen von Geldzahlungen auf vier Dimensionen des sozialen Zusammenhalts: individuelles Vertrauen, allgemeines Vertrauen, Kooperation und institutionelles Vertrauen. Die Ergebnisse liefern überzeugende Belege für das beträchtliche Potenzial von Geldzahlungen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in Entwicklungs- und Postkonfliktgebieten. Der Wirkungsmechanismus hin zu mehr sozialem Zusammenhalt ist klar: individuelles Wohlbefinden ist eine notwendige Voraussetzung für eine kohäsive Gesellschaft, in der Vertrauen und Kooperation entstehen können. Ich stelle fest, dass Geldzahlungen den sozialen Zusammenhalt innerhalb eines kurzen Zeitraums von maximal zwei Jahren stärken können. Die Ergebnisse unterstreichen die Überlegenheit eines universellen oder nahezu universellen Ansatzes von Geldzahlungen gegenüber gezielten Zahlungen in Kontexten weit verbreiteter Armut. Dieses Ergebnis unterstützt den BGE-Ansatz der universellen Geldverteilung. Auf Grundlage meiner Erkenntnisse schlage ich vor, ein BGE als Instrument in die Entwicklungs- und Friedensförderung aufzunehmen, um Hilfsempfänger zu befähigen, ihr allgemeines Wohlbefinden zu verbessern, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und inklusivere Gesellschaften aufzubauen. In diesem Sinne kann ein BGE, so gering es auch sein mag, dazu beitragen, die Stimmen lokaler Gemeinschaften zu stärken, die sonst marginalisiert würden. Es bietet zudem Möglichkeiten, den Top-down-Charakter der Entwicklungs- und Friedensförderung abzumildern. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass das BGE aufgrund seiner Einfachheit und Bedingungslosigkeit auf Widerstand innerhalb der internationalen Hilfsarchitektur stoßen könnte.
Abstract
(Englisch)
My thesis explores Basic Income (BI) as a policy instrument to increase social cohesion in developing and post-conflict settings. BI has gained prominence in the public debate given its potential to reduce inequalities and improve key development indicators. The relevance of social cohesion to international development rests on the general agreement that the more socially cohesive a society is, the more effective development policies are. While social cohesion has been relatively stable globally, BI pilots have strengthened social cohesion outcomes over their short duration of two years or less. The thesis explores this observation in a cumulative format whose core is three published papers. I study the effects of cash payments on four dimensions of social cohesion: particularised trust, generalised trust, cooperation and institutional trust. The findings provide firm evidence on the considerable potential of cash payments to strengthen social cohesion in developing and post-conflict contexts. The pathway to greater social cohesion is clear: individual well-being is necessary for a cohesive society in which trust and cooperation can materialise. I find that cash payments can strengthen social cohesion over a short period of two years or less. The evidence underscores the superiority of a universal or near-universal approach to cash payments over targeted payments in contexts of widespread poverty. This finding supports the BI approach of universal cash distribution. I draw on my findings to propose including BI in the development and peacebuilding toolbox as an instrument to empower aid recipients to improve their overall well-being, thereby shape their own lives and build more inclusive societies. In this sense, however slight, a BI can help amplify the voices of local communities that may otherwise be marginalised. In this sense, BI also offers ways to mitigate the top-down nature of the development and peacebuilding architecture. At the same time, I highlight that BI could face resistance from the international aid architecture due to its simplicity and unconditionality.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
bedingungslose Grundeinkommen soziale Zusammenhalt Entwicklungspolitik Postkonflikt universel Geldzahlungen Entwicklungshilfe Friedensförderung
Schlagwörter
(Englisch)
basic income social cohesion development policy post-conflict universal cash transfer international aid peacebuilding
Haupttitel (Englisch)
The binding power of basic income
Hauptuntertitel (Englisch)
an instrument for social cohesion in developing and post-conflict settings?
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
201 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Oliver Richmond ,
Guy Standing
AC Nummer
AC17947886
Utheses ID
80082
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 300 |
