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Zwischen Kriseninstrument, Zukunftsnarrativ und Sozialstaatsreform
das bedingungslose Grundeinkommen im österreichischen Mediendiskurs während der Covid-19 Pandemie
Thomas Zenz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Barbara Prainsack
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80786
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23934.99652.775390-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit analysiert den medialen Diskurs zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) in Österreich im Zeitraum vom 1.1.2020 bis 30.06.2023. Es wird untersucht, welche Veränderung sich während der Covid-19-Pandemie im medialen Diskurs feststellen lässt. Ausgangspunkt ist die erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die im Pandemie-Kontext gestiegene Zustimmung zum BGE, die als Anlass dient, diskursive Dynamiken, Legitimationslogiken und Deutungsmuster in österreichischen Print- und Onlinemedien systematisch zu rekonstruieren. Es wurde eine kritische Diskursanalyse durchgeführt. Empirische Grundlage ist ein Korpus von 143 Medienartikeln. Die kritische Diskursanalyse liefert zwei zentrale Erkenntnisse: Eine Strukturanalyse identifiziert zentrale Diskursstränge und wiederkehrende Argumentationsmuster. Darauf aufbauend vertieft eine Feinanalyse ausgewählte Diskursfragmente nach dem Prinzip der maximalen Kontrastierung. Zur periodischen Einordnung wird der Untersuchungszeitraum in drei Phasen gegliedert. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Stabilität der Gegenrahmung über den gesamten Untersuchungszeitraum: kritische Argumente fokussieren wiederholt Finanzierbarkeit, Arbeitsanreiz, Arbeitsmarktfolgen und Systemstabilität und begrenzen das BGE als unrealistisch oder schwer umsetzbar. Im Gegensatz zu dieser Stabilität lassen sich Verschiebungen bei den Legitimationslogiken beobachten: Während in Phase A eine starke Krisenverdichtung das BGE als Reformfenster im Kontext pandemiebedingter Unsicherheit rahmt, verlagert sich die Debatte in späteren Phasen stärker in Richtung längerfristiger sozial- und arbeitsmarktpolitischer Aushandlungen. Dabei wird zunehmend über Grundsatzfragen wie etwa der Kopplung von Erwerbsarbeit und Wohlfahrtsstaat sowie über Arbeitsbegriffe diskutiert. Insgesamt weist die Arbeit darauf hin, dass die Pandemie die Diskurspräsenz des BGE zwar erhöht, die diskursive Begrenzung durch stabile Gegenargumente jedoch zugleich fortbesteht und die Debatte im Verlauf zunehmend in grundlegende sozialpolitische und arbeitsmarktbezogene Konfliktfelder überführt wird.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
bedingungsloses Grundeinkommen Diskursanalyse
Autor*innen
Thomas Zenz
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Kriseninstrument, Zukunftsnarrativ und Sozialstaatsreform
Hauptuntertitel (Deutsch)
das bedingungslose Grundeinkommen im österreichischen Mediendiskurs während der Covid-19 Pandemie
Paralleltitel (Englisch)
Between crisis instrument, future narrative and welfare state reform
Paralleluntertitel (Englisch)
the unconditional basic income in the Austrian media discourse during the Covid-19 pandemic
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Prainsack
Klassifikation
89 Politologie > 89.00 Politologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17826760
Utheses ID
80120
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1