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Historical trauma and post-traumatic stress disorder in Ukrainians
Damaris Sophie Hagemann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
DOI
10.25365/thesis.81018
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25707.95013.273148-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Theorien über Historisches Trauma (HT) postulieren, dass kollektive Gewaltexposition in der Vergangenheit individuelle Reaktionen auf gegenwärtige Traumaexposition beeinflussen können. Die Ukraine, mit ihrer von staatlicher Gewalt geprägten Geschichte, sowie dem aktuellen Krieg, bietet einen einzigartigen Kontext für die Erforschung jener Prozesse. Die vorliegende Studie untersuchte die Beziehungen zwischen HT, post-traumatischer Belastungsstörung (PTBS) und komplexer PTBS (KPTBS) in einer Stichprobe von ukrainischen Geflüchteten und ukrainischen Einwohner*innen. Die wahrgenommene soziale Unterstützung (PSS) wurde als potenzielle Schutzressource untersucht. Anhand einer querschnittlichen Online-Umfrage und unter Verwendung standardisierter Messinstrumente wurden Daten von 195 erwachsenen Ukrainer*innen erhoben. Ukrainische Geflüchtete zeigten eine signifikant höhere HT-Ausprägung als Einwohner*innen, während sich die Prävalenz und Symptomschwere von PTBS zwischen den Gruppen nicht unterschied. Explorative Analysen zeigten signifikante Gruppenunterschiede hinsichtlich PSS und der Symptomschwere von KPTBS. HT erwies sich als signifikanter Prädiktor für die Symptomschwere von PTBS und KPTBS und erhöhte die Wahrscheinlichkeit, die diagnostischen Kriterien für beide Störungen zu erfüllen, signifikant. Ein höherer PSS-Wert war mit einem geringeren HT-Wert sowie einer geringeren PTBS und KPTBS Symptomschwere assoziiert, ohne die Beziehung zwischen HT und PTBS oder KPTBS zu verändern. Der Gruppenstatus hatte keinen signifikanten Einfluss auf diese Beziehungen. Zur Überprüfung der Validität des CAHTQ 5.0 in einer ukrainischen Stichprobe wurde eine konfirmatorische Faktorenanalyse durchgeführt. Es konnte die vorgeschlagene Fünf-Faktoren-Struktur bestätigt, sowie eine gute Gesamtpassung des Modells nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse stützen die Relevanz von HT im ukrainischen Kontext sowie die protektive Rolle von PSS. Die Ergebnisse betonen die klinische Relevanz historisch fundierter und kultursensibler Ansätze für Interventionen in kriegsbetroffenen Populationen wie der Ukraine.
Abstract
(Englisch)
Historical trauma (HT) theories posit that past collective exposure to violence can shape contemporary psychological vulnerabilities. Ukraine’s history of state repression as well as the ongoing war provide a unique context for examining these processes. This study investigated associations between HT, post-traumatic stress disorder (PTSD) and complex PTSD (CPTSD) among a sample of Ukrainian refugees and Ukrainian residents and examined perceived social support (PSS) as a potential protective resource. Using a cross-sectional online survey, data was collected from 195 Ukrainian adults. Participants completed standardized measures to assess the variables of interest. Ukrainian refugees reported significantly higher HT than residents, whereas PTSD prevalence and severity did not differ between groups. Explorative analyses revealed significant group differences in CPTSD severity and PSS. HT emerged as a significant predictor for both PTSD and CPTSD symptom severity and significantly increased the likelihood of meeting diagnostic criteria for both disorders. Higher PSS was associated with lower HT, PTSD and CPTSD severity, but did not mitigate the relationship between HT and PTSD or CPTSD. Group status did not alter any of these relationships. To reflect upon the validity of the CAHTQ 5.0 in a Ukrainian sample, confirmatory factor analysis was conducted. The proposed five-factor structure and good overall model fit could be demonstrated. These findings support the relevance of HT in the Ukrainian context and highlight the protective value of PSS. The results emphasize the clinical importance of historically informed and culturally sensitive approaches to trauma assessment and intervention-planning in war-afflicted populations such as Ukraine.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Historisches Trauma Ukraine Post-Traumatische Belastungsstörung Komplexe Post-Traumatische Belastungsstörung PTBS KPTBS Soziale Unterstützung Krieg
Schlagwörter
(Englisch)
Historical Trauma Ukraine Post-Traumatic Stress Disorder Complex Post-Traumatic Stress Disorder PTSD CPTSD Perceived Social Support PSS War
Autor*innen
Damaris Sophie Hagemann
Haupttitel (Englisch)
Historical trauma and post-traumatic stress disorder in Ukrainians
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
67 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17850460
Utheses ID
80168
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
