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Shared strength or shared strain?
a dyadic perspective on willpower beliefs, conflict resolution, and relationship satisfaction
Lina Olivia Schmitt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Veronika Job Sutnar
DOI
10.25365/thesis.81060
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26545.08720.180919-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Konflikte sind ein unvermeidlicher Bestandteil romantischer Beziehungen, jedoch unterscheiden sich Paare darin, wie sie mit ihnen umgehen. Forschung zeigt, dass die Art der Konfliktbewältigung maßgeblich mit der Beziehungszufriedenheit zusammenhängt. Während bisher vor allem Kommunikations- und Interaktionsmuster untersucht wurden, sind zugrundeliegende motivationale Prozesse weniger berücksichtigt worden. Ein solcher Prozess betrifft die individuellen Überzeugungen über die eigene Selbstkontrollkapazität: während einige Personen Selbstkontrolle als begrenzte Ressource wahrnehmen, die erschöpft werden kann, sehen andere sie als unbegrenzt und erneuerbar. Frühere Forschung belegt, dass diese sogenannten impliziten Willenskrafttheorien tatsächliches selbstregulatorisches Verhalten beeinflussen. Ihre Rolle in Konfliktsituationen in romantischen Partnerschaften wurde jedoch bislang nicht untersucht. Die vorliegende Studie untersuchte daher, inwiefern implizite Willenskraftheorien mit Konfliktlösung sowie Beziehungszufriedenheit in romantischen Beziehungen zusammenhängen. Dyadische Daten von 202 Paare wurden mittels des Actor-Partner Interdependence Model (APIM) ausgewertet. Es zeigten sich konsistente Akteureffekte: Personen mit stärker limitierten Willenskrafttheorien berichteten häufiger destruktive und seltener konstruktive Konfliktlösestrategien. Partnereffekte traten nicht auf. Mediationsanalysen ergaben, dass Konfliktverhalten den Zusammenhang zwischen Willenskrafttheorien und Beziehungszufriedenheit teilweise vermittelte. Explorative Analysen verdeutlichten zudem kontextuelle Einflüsse. Wahrgenommener Stress moderierte den Zusammenhang zwischen Willenskrafttheorien und destruktivem Konfliktverhalten bei Frauen und zeigte ein Kreuzungsmuster unter hoher Belastung. Darüber hinaus waren Diskrepanzen in den Willenskrafttheorien beider Partner*innen mit weniger adaptivem Konfliktverhalten assoziiert - insbesondere bei einer Kombination aus nicht-limitierten Männern und limitierten Frauen. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse, dass motivationale Überzeugungen über Selbstkontrolle eine bedeutsame Rolle für partnerschaftliches Konfliktverhalten spielen und ihre Wirkung kontextabhängig ist.
Abstract
(Englisch)
Conflict is an inevitable part of romantic relationships. While disagreements are common, couples differ in how they manage them. Research has shown that effective conflict resolution is central to relationship satisfaction, yet most work has focused on communication skills or interaction patterns, leaving underlying motivational processes less understood. One such factor concerns individuals’ beliefs about their willpower: some people see self-control as a limited resource that can be depleted, whereas others view it as non-limited and renewable. These beliefs have been shown to shape self-regulation in demanding situations, but their role in conflict situations remains largely unexplored. The present study examined how these implicit theories of willpower (ITW) relate to conflict resolution and relationship satisfaction in romantic couples. Dyadic data from 202 couples were analyzed using the Actor–Partner Interdependence Model (APIM). Results revealed consistent actor effects: individuals with a more limited theory of willpower reported greater use of destructive and less use of constructive conflict strategies. No partner effects were observed. Mediation analyses showed that conflict resolution partially mediated the association between willpower beliefs and relationship satisfaction. Exploratory analysis further highlighted contextual influences. Perceived stress moderated the association between willpower beliefs and destructive conflict for women, showing a reversed pattern under high stress. Response surface analyses indicated that discrepancies in partners’ willpower beliefs, particularly involving non-limited men paired with limited women, were associated with less adaptive conflict behavior among men. Overall, the findings demonstrate that motivational beliefs about self-control are relevant for understanding interpersonal behavior in relationship conflict, especially under conditions of stress and belief mismatch.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
implizite Theorien der Willenskraft Selbstregulation romantische Beziehungen Konfliktlösung Beziehungszufriedenheit dyadische Prozesse Stress
Schlagwörter
(Englisch)
implicit theories of willpower self-regulation romantic conflict relationship satisfaction dyadic processes stress
Haupttitel (Englisch)
Shared strength or shared strain?
Hauptuntertitel (Englisch)
a dyadic perspective on willpower beliefs, conflict resolution, and relationship satisfaction
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
63 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Veronika Job Sutnar
Klassifikation
77 Psychologie > 77.45 Motivationspsychologie
AC Nummer
AC17861552
Utheses ID
80203
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
