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Dialekt im schulischen Kontext aus der Sicht von Schulleiter*innen im niederösterreichischen Waldviertel
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Manuel Hofstätter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80946
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30820.02849.808574-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Den Untersuchungsgegenstand vorliegender Masterarbeit bilden ausgewählte metapragmatische (insbesondere sprachideologische) Aspekte der Variation der deutschen Sprache im Kontext der Institution Schule in Österreich. Als empirische Datenbasis fungieren sprachreflexive Interview-Aussagen bzw. Narrationen von im niederösterreichischen Waldviertel tätigen Schulleiter*innen. Die Masterarbeit setzt sich zum Ziel, vor diesem Hintergrund die soziale Bedeutung sprachlicher Variation aus ‚emischer‘ Perspektive auszuloten. Dabei sollen auch sprachliche Vorgaben – sogenannte Sprachregime – im Hinblick auf den schulischen Sprachgebrauch identifiziert und reflektiert werden. Zentral ist hier die Frage, wie Schulleiter*innen von Mittelschulen aus dem niederösterreichischen Waldviertel ihren persönlichen Sprachgebrauch sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext bewerten und reflektieren. Nicht zuletzt wird auch die Einstellung dieser Gewährspersonen gegenüber dem Dialektsprechen in der Institution Schule erhoben. Die theoretische Grundlage für diese Arbeit bilden die metapragmatische Soziolinguistik bzw. die Sprachideologieforschung. Ein besonderer Fokus wird hierbei auf die kommunikative und identitätskonstituierende Funktion von Sprache, auf die damit zusammenhängende soziale Inklusion und Exklusion, auf einschlägige Stereotypisierungen sowie Vorgaben im Zusammenhang mit dem Sprachgebrauch gelegt. Methodisch wird der Untersuchung ein qualitatives Design zugrunde gelegt, welches aus einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse von episodischen Interviews (inklusive Sprachenportraits) mit fünf im Waldviertel tätigen Schulleiter*innen sowie einer hermeneutischen Auswertung von Fachliteratur besteht. In den Ergebnissen dieser Arbeit wird ersichtlich, dass die Sprachrepertoires der Gewährspersonen vielfältig ausgeprägt sind und neben dem Waldviertler Dialekt und dem Standarddeutschen auch verschiedenste Fremdsprachen beinhalten. Während die Gewährspersonen gemäß Selbsteinschätzung in privaten Kommunikationssituationen vorrangig auf den Waldviertler Dialekt zurückgreifen, erfolgt die berufliche Kommunikation mit den Schüler*innen häufig im standardnahen Register. Gespräche mit Kolleg*innen gehen hingegen oftmals dialektal vonstatten. Einigkeit besteht vor allem darin, dass (speziell im Deutschunterricht) den Lernenden die Standardsprache vermittelt werden sollte. Die Untersuchung konnte zudem aufzeigen, inwiefern die verschiedenen Sprachen sowie Sprachformen der jeweiligen Sprachrepertoires mit sozialer Inklusion bzw. Exklusion, Prestige, Stigma sowie weiteren sozialen Bedeutungen verknüpft werden. Die vorliegende Masterarbeit will einen Beitrag dazu leisten, das Wirkungsgefüge zwischen sprachlicher Variation, Identitätskonstrukten und sozialen Praxen im Waldviertler Dialektgebiet im Kontext des Bildungsbereichs und am Beispiel der bislang wenig untersuchten Gruppe der Schulleiter*innen aufzuzeigen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Soziolinguistik Mittelschulen im niederösterreichischen Waldviertel Sprachideologien Sprachregime Schulleiter*innen Dialektgebrauch in der Schule
Schlagwörter
(Englisch)
Sociolinguistics
Autor*innen
Manuel Hofstätter
Haupttitel (Deutsch)
Dialekt im schulischen Kontext aus der Sicht von Schulleiter*innen im niederösterreichischen Waldviertel
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Paralleltitel (Englisch)
Dialect in the school context from the perspective of principals in the Waldviertel region of Lower Austria
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative sociolinguistic study
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
166 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines
AC Nummer
AC17843634
Utheses ID
80262
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1