Detailansicht
Auswirkung von mentaler Belastung auf die hormonelle Reaktion nach Kraftübungen
Nóra Bérczesi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Sportwissenschaft
Betreuer*in
Robert Csapo
DOI
10.25365/thesis.80990
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14565.18182.654461-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mentale Stressbelastung stellt einen wesentlichen Einflussfaktor auf physiologische und hormonelle Prozesse im menschlichen Organismus dar und kann sowohl die kognitive als auch die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen. Während die hormonellen Reaktionen auf körperliche Belastung, insbesondere auf Krafttraining gut untersucht sind, ist bislang wenig darüber bekannt, inwiefern sich eine akute mentale Stressbelastung unmittelbar vor einer Krafttrainingseinheit auf die endokrine Reaktion auswirkt. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, den Einfluss einer akuten Stressinduktion vor einem erschöpfenden Krafttraining auf die Cortisol- und Testosteronreaktion sowie auf das subjektive Belastungsempfinden zu untersuchen. In einer randomisierten kontrollierten Studie wurden 29 körperlich aktive Erwachsene (22 Männer, 7 Frauen) entweder einer Interventionsgruppe mit mentaler Stressinduktion mittels des Maastricht Acute Stress Tests (MAST) oder einer Kontrollgruppe ohne Stressinduktion zugeteilt. Anschließend absolvierten alle Teilnehmenden ein standardisiertes Krafttraining bestehend aus Bankdrücken und Kniebeugen bei 75 % des One-Repetition-Maximums. Speichelproben zur Bestimmung der Cortisol- und Testosteronkonzentrationen sowie Erhebungen des subjektiven Belastungsempfindens mittels visueller Analogskala (VAS100) erfolgten zu sieben Messzeitpunkten vor, während und nach der Belastung. Die statistische Auswertung wurde mittels gemischter Varianzanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten Interaktionseffekt zwischen Zeit und Gruppe für die Cortisolkonzentrationen, wobei sich die Gruppen insbesondere in der Erholungsphase nach dem Training unterschieden. Die Kontrollgruppe wies 20 Minuten nach der Belastung signifikant höhere Cortisolwerte auf als die Interventionsgruppe. Für das subjektive Belastungsempfinden ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, jedoch ein deutlicher zeitabhängiger Anstieg infolge der körperlichen Belastung. Auch die Testosteronkonzentrationen (ausschließlich bei männlichen Probanden analysiert) zeigten einen signifikanten zeitlichen Verlauf mit einem trainingsinduzierten Anstieg, aber keinen Einfluss der mentalen Stressinduktion. Zwischen der Veränderung des subjektiven Belastungsempfindens und dem Cortisolanstieg konnte kein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden. Zusammenfassend deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine akute mentale Stressbelastung vor einem erschöpfenden Krafttraining den zeitlichen Verlauf der Cortisolreaktion beeinflusst, aber keinen wesentlichen Einfluss auf die wahrgenommene Stressbelastung oder die Testosteronreaktion hat. Die hormonellen Reaktionen scheinen primär durch die körperliche Belastung selbst bestimmt zu werden. Die Ergebnisse liefern einen Beitrag zum besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Stress und körperlicher Belastung im sportwissenschaftlichen Kontext.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Krafttraining mentale Belastung akute Stressreaktion Cortisolreaktion HPA-Achse Belastungswahrnehmung Testosteronreaktion endokrine Antwort Stressinduktion
Autor*innen
Nóra Bérczesi
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkung von mentaler Belastung auf die hormonelle Reaktion nach Kraftübungen
Paralleltitel (Englisch)
The impact of mental stress on hormonal responses following resistance exercise
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
57 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Csapo
Klassifikation
76 Sport > 76.10 Sport. Sportwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17849418
Utheses ID
80299
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
