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Die Hungersnot der 1920er Jahre in "deutschen" Siedlungen der Südukraine aus medialer Perspektive
eine qualitative Inhaltsanalyse anhand zeitgenössischer österreichischer Tageszeitungen
Helmut Briese
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Wolfgang Mueller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80895
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14664.12418.471587-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese wissenschaftliche Arbeit zielt auf die mediale Präsenz der Hungersnot der 1920er Jahre im schwarzmeerdeutschen Siedlungsgebiet in der österreichischen Tagespresse ab. Außerdem wurde untersucht welche Unterschiede in der Berichterstattung der unterschiedlichen politischen Ausrichtungen erkennbar waren. Das Ergebnis der Untersuchung soll, indem es an die Forschungen des renommierten Schweizer Historikers Andreas Kappeler, der das Medienecho der Holodomors von 1932/33 in der österreichischen Presse analysierte, anschließt, bereichernd zum Wissensstand in der Forschungsgemeinschaft beitragen. Im Kontext vermittelt die Arbeit ein breites Wissen über die österreichische Tagespresse der Ersten Republik sowie die diplomatischen Beziehungen Österreichs zu Sowjetrussland und den ukrainischen Zentralregierungen. Außerdem werden interessante Perspektiven von noch wenig erforschten Feldern betreffend die Peuplierungspolitik der russischen Zaren und die politische Partizipation der schwarzmeerdeutschen Kolonisten sowie ihre demographische und sozioökonomische Situation vorgestellt. Den kontextualen Abschluss bildet ein Abriss über das Aktionsfeld des internationalen Humanitarismus. Der empirische Teil der Arbeit repräsentiert das Echo der Hungersnot in der zeitgenössischen österreichischen Wiener Tages- bzw. Parteipresse. Als Quellen für die „qualitative Medieninhaltsanalyse“ dienten die wirtschaftsnah und liberal-demokratisch ausgerichtete „Neue Freie Presse“, die katholisch-konservative „Reichspost“, die sozialdemokratische „Arbeiter Zeitung“ und die kommunistische „Die Rote Fahne“. Durch die Analyse von 876 Ausgaben der selektierten Tagesblätter konnten wertvolle Erkenntnisse über die öffentliche Wahrnehmung und Meinungsbildung in Österreich, betreffend die Ursachen und Eskalation der Hungersnot sowie die Bereitschaft zu Hilfsaktionen, enthüllt werden. Dabei wurden Ideologien, Stimmungen und Einstellungen über die schwarzmeerdeutschen Kolonisten sichtbar, wie sie sich nur durch eine Medieninhaltsanalyse historischer Zeitungen ergeben können, wenn lebende Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schwarzmeerdeutsche Kolonisten Hungersnot 1920-1923 Österreichische Tagespresse Russland Ukraine Diplomatie Humanitäre Hilfe Österreichisches Hilfswerk
Autor*innen
Helmut Briese
Haupttitel (Deutsch)
Die Hungersnot der 1920er Jahre in "deutschen" Siedlungen der Südukraine aus medialer Perspektive
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Inhaltsanalyse anhand zeitgenössischer österreichischer Tageszeitungen
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
177 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Mueller
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.71 Osteuropa ,
15 Geschichte > 15.74 Russland
AC Nummer
AC17832807
Utheses ID
80340
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
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