Detailansicht
Kenose und Gottverlassenheit Jesu bei Hans Urs von Balthasar und Chiara Lubich
Antonius Dewa
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Katholischen Theologie Katholische Fachtheologie
Betreuer*in
Jan-Heiner Tück
DOI
10.25365/thesis.81369
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14700.20346.807982-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Heilsgeschichte der ganzen Menschheit ist untrennbar vom Geheimnis der Kenose und Gottverlassenheit Jesu, wie es die Kirchenkonstitution Lumen Gentium (Art. 8,3) deutlich gemacht hat. Sogar die Kirche, ihr Sein und Werden, ist undenkbar ohne dieses Geheimnis (vgl. Phil 2,5-11). Hans Urs von Balthasar und Chiara Lubich versuchen die Heilsgeschichte von diesem Geheimnis der Kenosis zu deuten und danach die Heilswirkung Christi in der Kirche zu vergegenwärtigen im Licht der Gottverlassenheit Jesu. Hans Urs von Balthasar (1905-1988) sieht den Anfang der Heilsgeschichte nicht zuerst in der Kenose des Sohnes, wie die Formulierung des Philipperhymnus (Phil 2,5-11) beschreibt, sondern schon in der ,,Urkenose“ des Vaters im innergöttlichen Leben. Die Selbstlosigkeit des Vaters ist der Ermöglichungsgrund der Kenose Christi, und Balthasar ist überzeugt, dass das Leben Jesu, sein Tod, der Abstieg in die Unterwelt, die Auferstehung und Himmelfahrt im Licht der Urkenose im innertrinitarischen Leben betrachtet werden sollen, denn in diesem Geheimnis findet die Heilsgeschichte Christi ihren ontologischen, theologischen Grund. Chiara Lubich (1920-2008) sieht den Ursprung der Heilsgeschichte Christi ebenfalls im Leben der Dreifaltigkeit selbst. Sie verwendet in mystischer Sprache den Topos des ,,Nichts-Seins aus Liebe“ als Basiselement des innergöttlichen Lebens, um das Leben der Dreifaltigkeit zu explizieren, wie Jesus der Verlassene es am Kreuz geoffenbart hat. Dieses Nichts-Sein aus Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiliges Geistes ist der Ermöglichungsgrund der Heilsgeschichte der ganzen Menschheit, damit ist die Rede vom christlichen Heilsuniversalismus in Jesus dem Verlassenen christologisch fundiert. Sowohl Balthasar als auch Lubich sind davon überzeugt, dass die Kirche ihren Auftrag als sacramentum mundi glaubwürdig nur erfüllen kann, wenn sie den Geist der Kenose, wie Jesus in seiner Gottverlassenheit gezeigt hat, zu ihrer Lebenshaltung macht. Die kenotische Kirche ist daher Wesen und Sendung der Kirche.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kenose Gottverlassenheit Kreuz Heil Hans Urs von Balthasar Chiara Lubich Kirche Auferstehung Mission Dialog Communio Trinität Nicht-Sein aus Liebe Der Verlassene Jesus Trinitarisches Drama Person Schoß des Vaters
Autor*innen
Antonius Dewa
Haupttitel (Deutsch)
Kenose und Gottverlassenheit Jesu bei Hans Urs von Balthasar und Chiara Lubich
Paralleltitel (Englisch)
Kenosis and Jesus' abandonment by god according to Hans Urs von Balthasar and Chiara Lubich
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
v, 305 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Wolfgang Müller ,
Manuel Schlögl
Klassifikationen
11 Theologie > 11.60 Systematische Theologie. Allgemeines ,
11 Theologie > 11.79 Praktische Theologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17912696
Utheses ID
80357
Studienkennzahl
UA | 780 | 011 | |
