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Die Darstellung des Lebensborn e.V. in der deutschsprachigen Literatur seit 1945
Romy Stumpe
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Kerstin von Lingen
DOI
10.25365/thesis.81307
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17130.20905.519570-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Lebensborn e.V. war ein Verein unter der Führung von Heinrich Himmler, der sich in so-zialer sowie finanzieller Hinsicht um „rassisch wertvolle“ ledige Schwangere kümmerte. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wurde das Thema auch vielfach literarisch verarbeitet und ist bis heute Teil der deutschsprachigen Erinnerungskultur. Obwohl in der Forschungsliteratur wiederholt auf entsprechende literarische Darstellungen verwiesen wird, blieb eine systematische Untersuchung dieser Werke jedoch bisher aus. Aus diesem Grund untersucht die vorliegende Arbeit die Darstellung des Lebensborn e.V. in der deutschsprachi-gen Literatur von 1945 bis 2021. Grundlage der Analyse sind 20 Romane aus den letzten 60 Jahren deutscher Literatur, die mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring analysiert wurden. Dabei wurden vier zentrale Kategorien gebildet: Ausgangssituation der Frauen, Aufnahme in ein Heim, Alltag im Lebensborn sowie die Entlassung und die Zeit danach. Die Ergebnisse zeigen, dass viele literarische Darstellungen in wichtigen Punkten mit den aktuellen historischen Forschungen übereinstimmen. Gleichzeitig greifen einige Werke auch fiktionale oder dramaturgische Elemente auf. Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass literarische Werke zwar teilweise Mythen weiterführen, gleichzeitig aber auch häufig gut recherchiert sind und wesentlich dazu beitragen, das Thema Lebensborn in der öffentlichen Erinnerung präsent zu halten.
Abstract
(Englisch)
Lebensborn e.V. was an association led by Heinrich Himmler that provided social and financial support to ‘racially valuable’ unmarried pregnant women. The subject has been explored extensively in novels as well as in academic scholarship and remains part of German-speaking Erinnerungskultur to this day. Although the research literature repeatedly refers to relevant literary depictions, a systematic examination of these works has so far been lacking. For this reason, this thesis examines the portrayal of Lebensborn e.V. in German-language novels from 1945 to 2021. The analysis is based on 20 novels from the last 60 years of German literature, which were analysed using Philipp Mayring’s Qualitative Content Analysis. Four central categories were identified: the women’s initial situation, admission to a home, everyday life within Lebensborn, as well as discharge and the period thereafter. The results show that many literary depictions correspond with current historical research on key points. At the same time, some works also incorporate fictional or dramaturgical elements. Overall, the study shows that literary works do in some cases perpetuate myths, yet they are also fre-quently well-researched and make a significant contribution to keeping the topic of Lebens-born alive in the public consciousness.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lebensborn Literarische Darstellung
Autor*innen
Romy Stumpe
Haupttitel (Deutsch)
Die Darstellung des Lebensborn e.V. in der deutschsprachigen Literatur seit 1945
Paralleltitel (Englisch)
The portrayal of Lebensborn e.V. in German-language literature since 1945
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
227 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kerstin von Lingen
Klassifikation
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945
AC Nummer
AC17907528
Utheses ID
80394
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
