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(Re)framing sustainability in national AI strategies
Austria, France and Ireland
Inge Maas
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Ulrike Felt
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80951
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17130.24813.458537-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Inmitten des massiven Hypes um KI (Künstliche Intelligenz) und der parallelen Warnungen vor Untergang und Auslöschung hat sich die Welt gemeinsam dem Wettlauf um die Regulierung der KI angeschlossen. Trotz der wachsenden Aufmerksamkeit für die Umweltauswirkungen der KI hat die Europäische Union beschlossen das politische Ziel der Digitalisierung mit den Bestrebungen der grünen Wende zu verknüpfen, und zwar in einer politischen Initiative mit dem Titel „Twin Transition”. Diese Arbeit befasst sich mit den nationalen KI-Strategien von drei EU-Ländern – Österreich, Frankreich und Irland –, um nachzuverfolgen, wie das Konzept der Nachhaltigkeit in diesen politischen Dokumenten vorgestellt und neu formuliert wird. Die Arbeit konzeptualisiert politische Dokumente als Arenen, in denen narrative Instrumente eingesetzt werden, um sociotechnical imaginaries zu verwirklichen und zu stabilisieren. Unter Verwendung praxisorientierter Methoden und thematischer Analysen verfolge ich die Darstellung von Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Aufkommen der KI. Die strategischen Dokumente versuchen einen Ausgleich zwischen den politischen Zielen der EU zu schaffen, als ethischer und nachhaltiger Akteur aufzutreten und gleichzeitig das Ziel zu verfolgen, eine wichtige Rolle im Bereich der KI einzunehmen. Aufgrund der erheblichen negativen ökologischen (und sozialen) Externalitäten lassen sich diese Ziele nicht ohne Weiteres miteinander vereinbaren. Meine Analyse zeigt vier Rahmenbedingungen auf, die es den Ländern ermöglichen, beide Ziele gleichzeitig zu verfolgen. So vermeiden die Dokumente nach Möglichkeit jeglichen Hinweis auf die Umweltauswirkungen der KI und stellen KI stattdessen als Instrument zur Steigerung der Effizienz und zur Anpassung an den Klimawandel dar. In den seltenen Fällen, in denen Umweltauswirkungen erwähnt werden, wird der Begriff „Umwelt“ auf den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen beschränkt, wodurch der Umfang des Problems eingegrenzt wird. Schließlich stützen sich die nationalen Strategiepapiere auf Annahmen über zukünftige technische und politische Entwicklungen, um die Lösung aktueller Probleme auf die Zukunft zu verschieben und so zu vermeiden, sich jetzt damit befassen zu müssen. Mit Hilfe dieser narrativen Instrumente sind die drei Länder in der Lage, die beiden widersprüchlichen politischen Ziele gleichzeitig zu verfolgen.
Abstract
(Englisch)
In the wave of the massive hype surrounding artificial intelligence (AI), as well as the parallel warnings of doom and extinction, the world has collectively joined the race to regulate AI. Despite the growing attention to the environmental impacts of AI, the European Union has decided to tie the political goal of digitalisation to the aspirations of the green transition, in the policy move titled the Twin Transition. This thesis takes a look at the National AI strategies of three EU countries - Austria, France and Ireland to trace how the concept of sustainability is imagined and reframed in these policy documents. I conceptualise policy documents as arenas where narrative tools are used to perform and stabilize sociotechnical imaginaries. Using the methods of practice oriented method and thematic analysis, I trace the framing of sustainability in relation to the advent of AI. The strategic documents attempt to balance the political projects of the EU of appearing as an ethical and sustainable actor while pursuing the goal of becoming a major AI player. Due to the notable negative environmental (and social) externalities, these goals do not align easily. My analysis reveals four framings which allows the countries to pursue both goals simultaneously. Namely, the documents avoid referencing the environmental impacts of AI wherever possible, instead reframing AI as a tool to increase efficiency and help adapt to climate change. In the rare case that environmental impacts are mentioned, the scope of what is considered the environment is narrowed to energy usage and CO2e emissions - thus narrowing the scope of the problem. Finally, the national strategy documents rely on presumptions of future technical and policy developments to postpone the solution of current problems to the future, avoiding having to deal with them in the now. Using these narrative tools the three countries are able to simultaneously pursue the two conflicting policy goals.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
KI KI Beirat
Schlagwörter
(Englisch)
STS AI Expertise Sociotechnical imaginaries Hype Environmental footprint Sober AI Digital Sovereignty Strategic Ignorance
Autor*innen
Inge Maas
Haupttitel (Englisch)
(Re)framing sustainability in national AI strategies
Hauptuntertitel (Englisch)
Austria, France and Ireland
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
115 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ulrike Felt
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17843837
Utheses ID
80395
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1