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Die gute, aber auch schlechte Welt
die Wahrnehmung globaler Krisen von Kindern mit der 1B der Mittelschule Pfeilgasse in Wien
Leonie Sabine Ruppert
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Gerald Faschingeder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80928
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17148.19269.551317-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In einer von globalen Krisen geprägten Gegenwart stellt sich die Frage, wie Kinder diese Entwicklungen wahrnehmen, deuten und in ihre Lebenswelt einordnen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung globaler Krisen aus der Perspektive von Kindern und setzt damit bei der bislang begrenzten Berücksichtigung kindlicher Sichtweisen in gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Krisendiskursen an. Die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern Kinder globale Krisen wahrnehmen, erfolgt im gemeinsamen Forschungsprozess mit den Schüler:innen der 1B der Offenen Mittelschule Pfeilgasse in Wien. Methodologisch ist die Studie in einem partizipativen Forschungsverständnis verortet und orientiert sich zugleich, in Anlehnung an die kritische Pädagogik Paulo Freires (1973), an einem Verständnis von Wissen als dialogisch und im gemeinsamen Prozess hervorgebracht. Methodisch stützt sich die Arbeit vor allem auf die Generative Bildarbeit nach Brandner (2020), die durch visuelle, dialogische und reflexive Zugänge ermöglicht, kindliche Welt- und Krisendeutungen aus ihrer eigenen Logik heraus zu erschließen und die Kinder als Expert:innen ihrer Lebenswelt in den Forschungsprozess einzubeziehen. Die Ergebnisse aus dem gemeinsamen Forschungsprozess zeigen, dass die Kinder die Welt als „gute, aber auch schlechte Welt“ wahrnehmen, in der Bedrohung und Sicherheit, Ungerechtigkeit und Fairness sowie Zerstörung und Schutz nebeneinander bestehen. Krisen werden dabei nicht als abstrakte Kategorien gefasst, sondern relational in lebensweltliche Bedeutungszusammenhänge eingebettet und mit Fragen existenzieller Sicherheit verschränkt. Die vorliegende Arbeit leistet damit einen Beitrag zur differenzierten Analyse kindlicher Krisenwahrnehmung und zeigt, dass der partizipativ angelegte Forschungsprozess mit den Schüler:innen erweiterte Erkenntnismöglichkeiten eröffnete und zumindest partiell epistemische Hierarchien in der Wissensproduktion verschieben konnte. Zugleich wird der Forschungsprozess selbst als situativer Aushandlungs- und Lernprozess sichtbar, der von strukturellen Rahmenbedingungen und bestehenden Machtasymmetrien geprägt blieb.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Globale Krisen Krisenwahrnehmung von Kindern Kindliche Weltdeutungen Partizipative Forschung Kinder als Co-Forschende Generative Bildarbeit Qualitative Forschung mit Kindern Kritische Pädagogik Erfahrungsbasierte Wissensproduktion Alternative Wissensformen
Autor*innen
Leonie Sabine Ruppert
Haupttitel (Deutsch)
Die gute, aber auch schlechte Welt
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Wahrnehmung globaler Krisen von Kindern mit der 1B der Mittelschule Pfeilgasse in Wien
Paralleltitel (Englisch)
The good, but also the bad world
Paralleluntertitel (Englisch)
children's perceptions of global crises : a study of class 1B at Pfeilgasse Middle School in Vienna
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
156 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerald Faschingeder
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17842334
Utheses ID
80400
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1